Freitag, 17. Juni 2011

27.09.1999 :: Das ist mir wichtig – euch auch?

Heute las ich bei Frau Pimpi (die Dank ihrer enormen Leserzahl viele, viele Menschen erreichen kann) einen Post, der mir sehr am Herzen liegt – weil wir Betroffene sind. Organspende.

Es liegt ganz sicher nicht an mangelndem Interesse. Aber ganz ehrlich: Wie viele machen sich weitreichende Gedanken oder beschäftigen sich eingehend damit, wenn sie nicht selbst oder nahe Bekannte davon betroffen sind? Ich kann das verstehen. Auch verstehe ich die Angst vor einer Lebendspende – die doch überwiegend von Unwissenheit geschürt wird. Noch heute werde ich oftmals gefragt, welche Medikamente ich nun nähme? Ob ich nun zur Dialyse müsste? Wie groß die Einschränkungen nun bei mir sind? Das und noch viel mehr werde ich gefragt, wenn ich sage: Ich habe meine linke Niere gespendet.

Ich habe mich daher entschlossen, einen alten Post heraus zu kramen und hier und heute nochmals zu veröffentlichen.

Organspende (2)

Ich weiß gar nicht mehr, wann genau der Anruf von Jörgs Nephologen (Facharzt für Nierenerkrankungen) kam. Ich weiß nur, dass Herr Dr. Fischer mir zunächst riet, mich zu setzen. Dann bat er mich, mit Jörg alsbald seine Praxis aufzusuchen, um zu besprechen, welche Art der Dialyse (Blutreinigungs-verfahren, „Blutwäsche“) wir bevorzugen. Aha. Jetzt war es also soweit. Das, womit wir immer gerechnet, aber bislang erfolgreich ignoriert hatten. Jörg litt schon seit einigen Jahren an einer chronischen Niereninsuffizienz. Dabei handelt es sich um einen langsamen, über Monate oder Jahre voranschreitenden Verlust der Nierenfunktion. Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff ‚chronisches Nierenversagen’ das Terminal- oder Endstadium einer chronischen Nierenkrankheit, das gekennzeichnet ist durch eine Nierenleistung von 15 % der Norm oder darunter und die Notwendigkeit einer Nierenersatz-therapie in Form von Dialyse oder Nierentransplantation. Nach dem Gespräch entschieden wir gemeinsam für die Hämodialyse. Durch die Hämodialyse (der künstlichen Blutwäsche) soll das Blut des Patienten von Stoffwechselprodukten und Wasser gereinigt werden. Dazu wird es über ein Schlauchsystem in den Dialysator geleitet und dort über Filtrations- und Austauschprozesse gewaschen. Anschließend gelangt es wieder in den Körper des Patienten zurück. Damit die Blutwäsche effektiv stattfinden kann und der Patient nicht zu häufig und zu lange dialysiert wird, sollten etwa 250-350 ml Blut pro Minute durch den Dialysator geleitet werden. Die natürlichen Blutgefäße des Menschen sind jedoch nicht geeignet, solche Blutmengen auf unkomplizierte Weise zugänglich zu machen. In den Venen, die direkt unter der Haut liegen und daher gut zu punktieren sind, ist der Blutfluss nicht ausreichend. Die Arterien dagegen liegen zum einen in der Tiefe verborgen und sind deshalb schwieriger zu finden. Zum anderen ist eine Punktion der Arterien sehr schmerzhaft. Deshalb muss für eine dauerhafte Hämodialyse operativ ein spezieller Gefäßzugang geschaffen werden, ein so genannter Shunt (engl.: Nebenschluss, Parallelleitung). Diesen Shunt bekam Jörg nur wenige Wochen später gelegt. Man machte uns Hoffnung, dass nach der Shuntlegung noch gut ein halbes Jahr ins Land gehen könne, bis der Kreatinin (ein harnwichtiges Stoffwechselprodukt und ein wichtiger Parameter in der Labormedizin) ein Wert erreicht hat, der die Dialyse unumgänglich macht. So viel Glück hatte Jörg jedoch nicht. Am 9. April 1999 musste sich mein Mann seiner ersten Hämodialyse unterziehen. Und genau zu diesem Zeitpunkt starteten auch die ersten Untersuchungen an. Viel früher als mein Mann hatte ich mich bereits mit dem Thema Lebendspende auseinandergesetzt. Meine Schwiegereltern kamen aus gesundheitlichen Gründen nicht infrage. Jörgs Bruder erklärte sich zwar zunächst bereit, revidierte seine Zustimmung jedoch auf ausdrücklichen Wunsch seiner Frau. Unsere Jungs, Dennis und Christopher, waren zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein und zwei Jahre – und Jörg lehnte meinen Wunsch nach einer Lebendspende kategorisch ab. Aber ich kann ja doch sehr stur sein ;o) Die mit einer Lebenspende verbundenen Risiken hatte ich bereits mit Jörgs Nephrologen besprochen. Ich war bei guter Gesundheit, sowohl physisch als auch psychisch. Und ich empfand es damals wie heute als eine Selbstverständlichkeit. Jörg war mein Mann und der Vater meiner Kinder. Ein kleiner Funken Egoismus spielte natürlich aus den vorgenannten Gründen ebenfalls eine Rolle. Ich wollte mit meinem Mann noch gemeinsame viele Jahre verbringen und meinen Kindern einen gesunden, aktiven Vater bewahren. Nachdem die ersten Gesundheitschecks von der uns betreuenden nephrologischen Praxis abgeschlossen und die Ergebnisse an das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation weitergeleitet worden waren, willigte auch endlich mein Mann (wenn auch zähneknirschend) zur Spende ein. Wir waren damals in der Uniklinik Frankfurt, die die Operation durchführte, das erste Ehepaar – also nicht blutsverwandt -, welches lebendtransplantiert werden sollte. Die nun folgenden Untersuchungen zogen sich ein weiteres halbes Jahr, und ein Fehler beim Zuckertest im klinikeigenen Labor hätte beinahe das Aus bedeutet. Immerhin lag es im Ermessen des damals behandelnden Professors, die Transplantation durchzuführen. All’ unsere Hoffnungen lagen auf diesem notwendigen Eingriff. Dieses Zögern brachte mich nun derart in Rage, dass ich den Professor in Grund und Boden schimpfte. Letztendlich gab es mehr Übereinstimmungen bei den Werten meines Mannes und mir als üblicherweise bei Geschwistern. Diese Operation war gottgewollt! Davon bin ich noch heute überzeugt. Überzeugt hat den Professor wohl auch das Ergebnis des psychologischen Gutachtens, welches über mich erstellt wurde, um Gewissheit zu haben, dass die Spende völlig freiwillig und bewusst erfolgt.

Frühmorgens am 27. September 1999 begann das OP-Team mit der Organverpflanzung. Da die linke Niere entnommen wurde, lag ich auf meiner rechten Seite auf dem OP-Tisch. Jörgs Kalium war (offensichtlich wegen der Aufregung) stark angestiegen, sodass er vor dem Eingriff noch einmal zwei Stunden dialysiert wurde. Für mich bedeutete das lediglich eine verlängerte Narkose. Doch dann konnte es weitergehen. Mit einem Zwölf-Zentimeter-Schnitt entlang des Rippenbogens legte der Operateur die Niere frei. Nachdem die Verbindung zu Harnleiter, Nierenvene und Nierenarterie durchtrennt war, wurde das Organ entnommen, mit Konservierungslösung durchspült (bei der Verpflanzung muss die Niere blutleer sein). Der Schnitt wurde vernäht. Nach etwa zwei Stunden hatte ich den Eingriff überstanden. Etwa eineinhalb Stunden später wurde meine Niere auf Eis in den Nachbar-OP gebracht. Dort nahm ein anderes Team die eigentliche Verpflanzung vor. Jörg lag rücklings auf dem OP-Tisch. Der Unterbauch war geöffnet. Da sich keine Zysten gebildet hatten, konnten die nicht mehr und die nur noch sehr gering funktionierende Niere in seinem Körper bleiben. Das Transplantat wurde an Beckenvene, Beckenarterie und Blase genäht. Dass Jörgs neue Niere funktioniert, konnten Ober-, Assistenzarzt und OP-Schwester sehen, bevor der Schnitt nach ebenfalls zwei Stunden vernäht wurde. Möglich wäre auch gewesen, dass das neue Organ tagelang nicht "angesprungen" oder abgestoßen worden wäre. Dies war bei uns jedoch und Gott sei Dank nicht der Fall. Die Niere funktionierte einwandfrei und wesentlich besser als wir es uns überhaupt erhoffen konnten.

Für mich als Spenderin änderte sich eigentlich gar nichts. Eine kleine Narbe erinnert an die OP, ich bin jedoch völlig frei von Beschwerden und auf keinerlei Medikamente angewiesen. Für meinen Mann änderte sich jedoch viel. Er bekam wieder das Gewicht, welches er durch die Dialyse rapide verloren hatte und wirkte nicht mehr so zerbrechlich. Auch war er nicht mehr ständig müde, wie noch vor der Operation. Statt dreimal pro Woche vier Stunden Dialyse muss er nur noch einmal pro Monat zur Blut- und Urinuntersuchung. Die Anzahl und Dosis der einzunehmenden Tabletten hat sich schon nach kurzer Zeit drastisch verringert. Jörgs Körper hat das Organ besser angenommen als von allen erwartet. Sein Kreatininwert lag zeitweise bei 1,1. Das entspricht den Werten eines gesunden Menschen! Ganz auf Tabletten wird Jörg jedoch nie verzichten können. Durch die Medikamente werden die körpereigenen Abwehrkräfte minimiert, damit der Körper die fremde Niere nicht abstößt. Das kann auch jetzt noch passieren. Aber diese Gefahr wird von Jahr zu Jahr geringer. Einen Schreckmoment hatten wir kurz vor Weihnachten 2008. Mehr als neun Jahre nach der Transplantation traten Abstoßungsreaktionen auf, vermutlich ausgelöst durch einen unbekannten Virus. Die Abstoßung wurde rechtzeitig erkannt und behandelt.

Die Chancen, eine neue Niere viele Jahre zu behalten, stehen inzwischen gut: Stammt das Organ von einem Lebendspender, funktioniert es laut Statistik bei 85 von 100 Empfängern auch nach fünf Jahren noch. Ist der Spender ein Hirntoter, arbeitet die Niere nach dieser Zeit bei 75 bis 80 Patienten. Das hängt damit zusammen, dass bei der Lebendtransplantation die Patienten vorbehandelt werden können und Transport- sowie lange Kühlzeit für das Organ wegfallen. Die Niere eines Lebendspenders kann, wenn alles gut läuft, etwa 20 Jahre im Körper des Empfängers bleiben, die Niere eines Hirntoten dagegen nur etwa zehn Jahre. Auf der Liste des Transplantationszentrums stehen jährlich rund 300 Dialysepatienten. Im Durchschnitt müssen sie sechs Jahre auf eine neue Niere warten. Leider ist die Spendenbereitschaft vieler Menschen – wohl auch aus Unwissenheit oder weil sie oder ihr nahes Umfeld nicht betroffen ist - nicht sonderlich groß…

Ich möchte mit diesem Post niemanden bekehren. Nur Anreiz geben, sich mit dem Thema "Organspende" einmal etwas näher auseinander zu setzen. Und selbst wenn man sich nicht zu dem Schritt einer Lebendspende entschließen kann, so wäre doch zu überdenken, einer Organspende dann zuzustimmen, wenn zwar nicht mehr das eigene, dafür aber ein anderes Leben gerettet werden kann.

Organspende

Hier seht ihr die Narbe, als eine Vene und eine Arterie zusammengenäht wurden, damit für die Hämodialyse mehr Druck in den Adern ist. Wie eine Wurst (auf dem Bild leider schlecht zu erkennen) zieht sie sich vom Handgelenk bis zur Armbeuge. Dialyse bedeutet immer eine Einbuße der Lebensqualität, die man niemandem und auch sich selbst nicht wünscht. Deshalb sollte helfen, wer helfen kann… 

Einen Ausweis kann man sich übrigens hier herunterladen.

Gib mir die Kraft Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Die Gelassenheit zu ertragen, was ich nicht ändern kann.
Und das Wissen zwischen beiden zu unterscheiden.
{Verfasser unbekannt}

Wir haben geändert, was wir ändern konnten. Und wir sind froh über jeden Schritt, den wir in diese Richtung gegangen sind.

Danke für euer Interesse und eure Aufmerksamkeit,
eure
__kirstin

Kommentare:

  1. Habe mir vor zwei Wochen endlich an einem Infostand bei uns in der Innenstadt meinen Ausweis abgeholt und direkt ausgefüllt. Seitdem ist er bei mir im Geldbeutel. Ich wollte es schon ewig machen, aber wie das so ist - immer wieder vergessen *schäm*

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  2. Mitten rein ins Herz. ♥

    Meine Mama steht kurz vor der Dialyse. Vor Ostern waren die Werte so schlecht - alles deutete auf Nierenversagen. Große Herz-OP im Januar, überdosierte Medis und die letzte Niere stellte vorübergehend die Arbeit ein.

    Auch ich habe ihr gesagt, dass ich wenn möglich spenden würde. Sie möchte das unter gar keinen Umständen. .... Es drückt und die Werte werden nicht besser. 30 % sind es noch. ....

    Ich bin selbst nicht gesund und wüsste gar nicht, ob es so überhaupt geht. Zeit sich zu informieren.

    Danke für den Schubs.

    Alles Gute für euch!
    Kerstin

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  3. wow! sehr ergreifender bericht...

    da ich aus einer family mit vielen nierenkrankheiten komme (nierenkrebs, blasen & prostatakrebs bei der die blase durch eine künstliche ersetzt wurde & dann die nähte die harnleiter verstopft & die niere geschädigt hatte) kenne ich die problematik nur zu gut & kann sehr gut nachempfinden, wie es euch ergangen ist & auch geht.
    ich selbst bin momentan in der glücklichen lage drei nieren zu haben (auch familiär bedingt) & für mich ist auch klar, dass ich davon eine spenden werde, wenn sie in meiner familie gebraucht wird. ein organspendeausweis ist für mich selbstverständlich...

    ich fände es auch ok, wenn die organspendethematik so geändert wir wie in das modell in österreich!

    liebe grüße
    carola

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  4. Was für ein bewegender Post, mir standen gerade die Tränen in den Augen!!!

    Ich war gestern mit meinem Junior im Krankenhaus, da er am Montag operiert wird (Polypen raus und Paukenröhrchen rein), da war eine große Wand mit lauter Organspendeausweisen zum mitnehmen und seitdem tragen nun mein Mann und ich je einen im Geldbeutel. Das ist so eine Sache, die ich schon soooo lange in Angriff nehmen wollte, aber irgendwie immer aus den Augen verloren hatte. Jetzt mit den direkt vor den Augen hängenden Blankoausweisen war es die Gelegenheit.

    liebe Grüße
    Tina

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  5. ich habe solch einen ausweis in der börse. torben auch.. tati will auch spenden. das hat sie uns klar gesagt.. ich finde es gut das du so darüber schreibst.. man denkt oft gar nicht so weit.. ich habe meine beim bäcker gesehen, gleich mitgenommen, ausgefüllt und in die börse gesteckt

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  6. Liebe Kirstin,
    ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen Post noch nicht kannte. Das hat mich jetzt doch sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht.
    Mehr kann ich im Moment dazu gar nicht sagen.
    LG Sabine

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  7. ... ich habe seit ca. zwei Wochen einen ausgefüllten und unterschriebenen Organspende - Ausweis in meiner Geldbörse .

    Mir ist es schon sehr wichtig , wenn Leben gerettet werden können .

    GGLG
    Gabi

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  8. Liebe Frau Monster,

    vielen herzlichen Dank für Deinen Bericht. Ich bin ganz ergriffen und berührt. Ich wünsche Euch, dass Deine Niere noch viele Jahre ihren Dienst im Körper Deines Mannes tut. Was für ein großartiger Liebesbeweis!

    Ich habe auch einen Organspendeausweis im Portemonnaie. Ich finde das vor allem wichtig, um im Falle eines Falles meine Angehörigen nicht auch nicht mit der Frage zu belasten, ob und was gespendet werden darf.

    Mein Mann will die Entscheidung leider nicht selbst treffen, was und ob er spenden würde, aber er hat mir gesagt, dass ich das dann entscheiden soll, falls ihm was passiert. Ich darf dann so entscheiden, wie ich das richtig finde und soll mir keine Gedanken machen, was er selbst richtig fände, denn das weiß er ja schließlich nicht.

    Ich kann nur jedem empfehlen, mal mit allen Angehörigen darüber zu sprechen, denn wenn jemand einen Unfall hat, hat man schon genug Sorgen, da muss man nicht auch noch über das Thema Organspende grübeln müssen.

    Mit dem Thema "Lebendspende" habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt. Knochenmark darf ich wegen chronischer Bronchitis nicht spenden, soviel weiß ich schon. Aber sonst? Danke für den Denkanstoß!

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  9. Vielen lieben Dank für dein Posting. Es sind bewegende Worte. Ich werde diese Thematik jetzt endlich aufgreifen und in die Wege leiten.

    Dir und deiner Familie und besonders deinem Mann wünsche ich noch viele glückliche Jahre.

    LG Evelyn

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  10. Liebe Kirstin,

    eine sehr ergreifende Geschichte.
    Danke dafür.

    LG
    kelli

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  11. Kirstin, als Du mir damals von Jörg´s Krankheit und Deiner Bereitschaft berichtet hast habe ich beim nächsten Präventionstag in unserer Fußgängerzone am Stand "Organspende" gestanden und mich noch einmal informieren lassen - habe eine Broschüre erhalten zum nachlesen - und schwuppdiwupp hatte ich meinen Spenderausweis ausgefüllt! Warum sollte ich im Falle des Falles nicht irgendjemandem noch weiterhelfen? Ich habe dieses Thema seitdem für mich klar entschieden. Ich wünsche Euch weiterhin schöne gemeinsame Jahre! GGLG von mir

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  12. Ein Wunderbarer Post! Und ich steh voll dazu und bin Organspenderin! Euch alles Liebe und weiterhin gute Gesundheit!
    Grüessli, Rita

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  13. Liebe Frau Krümelmonster also Kirstin,
    Danke.
    Auch ich lebe mit nur einer Niere,
    denn ich habe sie durch eine skrupellose "FREUNDIN" verloren,
    die obwohl sie wusste, daß ich keine rohen Eier konsumiere (und ich habe sie auch gefragt ob in ihrem Eis Eier drin sind)
    Bei einer Tupperparty in meinem Hause, über 16 Menschen mit Salmonellen infizierte ( die Eier waren steinalt und sie mußte sie wohl loswerden)
    So verlor ich eine Niere und mir entstand ein großer Schaden, den erst nach längerer Zeit schaffte es mein Nephrologe wenigstens eine Niere wieder in Gang zu bekommen.
    Ich ziehe vor jedem den Hut und Organspende ist echt ein Akt der Liebe!!! Auch wenn man sich entscheiden muß ob man eine Person
    nach dem Ableben zur Spende freigibt, also regelt vorher was hinterher (also im Falle hinterher) getan werden sollte.
    Danke dir für deinen Bericht und alles Gute für Euch beide, viel Gesundheit.
    Beate

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  14. Liebe Kirstin,

    vielen Dank für das "Rauskramen" des alten Postings.

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich keinen Organspendeausweis habe. Darüber Gedanken habe ich mir schon oft gemacht. Vorallem seit ich Kinder habe. So nach dem Motto, wenn sie eine Organspende benötigen, wäre ich froh, wenn es ein Organ gibt. Im Umkehrschluß heißt das dann für mich, dass ich auch bereit sein muss zu spenden, im Fall der Fälle.

    Deine Lebendspende kann ich gut nachvollziehen, aber auch die Reaktion Deines Schwagers. Die Entscheidung ist nicht leicht und auch NEIN zu sagen erfordert viel Mut.

    Vielen Dank für den Denkanstoß und für Dich und Deine Familie alles Gute und vorallem viiiel Gesundheit.

    LG

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  15. Liebe Kirstin,
    danke, dass du uns bewusst machst, was Organspende bedeutet.
    Ich hatte lange Zeit ein bisschen Angst davor, so einen Ausweis mit mir herumzutragen.
    Doch seit ungefähr zwei Jahren habe ich ihn und lebe immer noch, trotz Krankenhausaufenthalte.
    Ich glaub meine damalige Sorge war, dass man mich im Falle eines Falles im Krankenhaus nicht so behandeln würde, wie ich es wollen würde.
    Ich habe vor ein paar Wochen im Fernsehen gesehen, dass viele mögliche Spenden nicht stattfinden, weil nicht alle Kliniken in der Lage dazu sind Organe dementsprechend zu entnehmen oder es an der Bürokratie scheitert. Das empfinde ich als schreiende Ungerechtigkeit.
    Liebe und nachdenkliche Grüße
    von Irene

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  16. liebe kristin

    vielen dank für deinen ergreifenden bericht. meinen ausweis trage ich schon länger täglich mit mir. auch für mich ist es selbstverständlich.

    ganz liebe grüsse
    michaela

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  17. ... ich bin zutiefst gerührt von Deinem Beitrag. Auch ich trage seit meiner Jugendzeit (immerhin schon 10-15 Jahre her) einen Ausweis.

    Euch alles Glück der Welt,
    liebe Grüße,
    Jessika

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  18. Hallo Kirstin,

    auf diese Art zu Helfen ist wichtig.
    Danke für den Bericht.

    Viele liebe Grüße von Nadelmasche

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  19. *pippi.aus.den.augen.wisch* menno kirstin,- mir stockt der atem. danke für deinen bericht, der mir erstmal wieder die augen öffnete. ihr habt ja ganz schön was durch gemacht! meinen respekt hast du, dich als lebendspenderin zur verfügung gestellt zu haben. und es ist richtig,- viele beschäftigen sich mit der thematik gar nicht.

    ich habe seit meinem 18. lebensjahr einen organspendeausweis und meine volljährigen kinder mittlerweile auch.

    ich wünsche dir und deinen lieben ein schönes rest-wochenende.

    ♥ knutschis,
    gaby

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  20. gestern habe ich bei meiner ärztin 2 organ-ausweise - für mich und meinen lag - mitgenommen :-)
    toll, dass du deinem mann das leben geschenkt hast mit deiner niere!
    der bericht hat mich sehr berührt.

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  21. Danke für diesen ausführlichen Post. Gehört habe ich von den Ausweisen schon öfter und immer wieder gedacht "Darüber muss ich mich mal informieren, wie das funktioniert." Aber bei dem guten Vorsatz ist es dann geblieben. Nun habe ich mir eben den Ausweis mit Informationen ausgedruckt und werde mich heute Nachmittag mal einarbeiten. Danke!
    Liebe Grüße, Fredda

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  22. Hallo Kerstin,

    ich habe selbst 6 Tagen an Stück an an der Dialyse gehangen. Hatte akutes Nieren versagen. Nun meine Nieren laufen....... Und ich bin froh das ich meine altes Leben wieder habe, nur eben sehr vorsichtig sein muss.

    Wünsche euch alles Gute.
    Gitte

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  23. Liebe Kirstin,

    an einem Stück eures Lebens hast du uns teilhaben lassen, das mir Gänsehaut beschert hat.
    Meinen ganzen Respekt für deine Entscheidung.
    Ich selber habe immer noch keinen Ausweis, zwar schon oft darüber nachgedacht und nun werd ich mir über den Link sofort einen ausdrucken und in meine Papiere stecken.
    Bei der DKMS bin ich aber schon seit 1991 registriert und auch jederzeit bereit zu spenden.

    Vielen Dank für dein Posting und
    ganz liebe Grüße Alexandra

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  24. Habe soeben Deinen Post gelesen, wow, bin schwer beeindruckt. Finde das ganz toll! Habe schon viele Jahre einen Spenderausweis. Griessli Cornelia

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  25. liebe kirstin,
    dein artikel hat mich sehr berührt und ich bewundere deinen mut!
    ich finde es so wichtig, dass dieses thema immer präsent bleibt. denn wenn das leben wirklich mal vorbei ist, egal aus welchem grund, warum soll man dann nicht einen letzten akt der liebe vollziehen und anderen menschen ein stück leben schenken? die irrationalen ängste vieler menschen, die sich weigern, einen organspendeausweis bei sich zu tragen, kann ich nicht ganz verstehen. ich jedenfalls habe einen!

    fühl dich ganz doll geknuddelt!
    lonni

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  26. ich war in der knochenmarkdatei, nun bin ich zu alt dafür,
    spende nach dem tod..selbstverständlich bin ich da organspenderin..ob nun nur ein teil von mir unrer der erde ist,spielt eh keine rolle..
    aber lebendspende, wie du es beschreibst, würde ich nicht annehmen,,
    ..damit habe ich noch probleme, da ich selbst nicht gesund bin..bin zwar eineiiger zwilling,. ich spüre eben nicht die gute harmonie, wie sie doch als voraussetzung vorhanden sein soll..ich erlebe eben viel ablehnung und kritik..wir sind eben zwillinge mit vielen konflikten..
    und wie wäre es hinterher,wenn wenn sie kranker wird als ich?..ich will keine organspende von ihr,,niemals ,das habe ich für mich festgestellt...so wird sie nie den druck spüren,sie muss mir helfen
    gruß w.

    das schreibe ich anonym, weil zu privat.



    aber bei dir jung...kleine kinder..völlig andere vorausetzung..hut ab vor dem engament..

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  27. Liebe Kirstin
    ich bin beim Stöbern auf Deiner Seite auf Deinen Bericht hier gestossen. Du bist eine starke Frau, das habe ich immer gespürt und das gibt mir die Bestätigung. Ich wünsche Deinem Mann und auch euch allen, dass die Niere noch viele viele Jahre ihre Dienste tut.
    Ich habe schon seit Jahren einen Spendeausweis und würde (fast) alles spenden, aber ich bin nicht sicher ob es geht, da ich eine schwere Krankheit durchgemacht habe kurz nach der Geburt. Den Ausweis hatte ich obwohl ich nie irgendwie betroffen war und bevor meine Tochter damals schwer krank wurde. Sie bekam dann auch eine Organspende (die nennen das so), eine Stammzellenspende.
    Inzwischen kenne ich eine ganz liebe Person, die eine Lunge bekommen hat. Spätestens jetzt hätte ich mich wohl damit befasst.
    Liebe Grüsse
    Dany, die gerne bei Dir liest

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