Mittwoch, 8. April 2026

.x steht für 10 | 01.05.2020 • 04.05.2020

X steht für 10.


Ich habe gerade einen 50-Euro-Schein aus dem Slip der letzten Waschmaschinenladung gefischt. Entweder bin ich eine verdammt miserable Hausfrau oder eine ganz akzeptable Stripperin.


Je länger das Ertragen müssen, desto schwerer das Verzeihen können.


Wenn du erstmal verstanden hast, dich selbst genau so anzunehmen wie du bist, setzt das ungeahnte Kräfte frei.


Wenn du seit langer Zeit unter permanenter Anspannung stehst und neben Corona noch eine weitere Last hinzukommt, dann hast du ganz schnell mal eben deinen ganz persönlichen Lockdown.


Wenn ich sage: »Du riechst unwiderstehlicher als der Kopf eines Babies und niedlicher als die Schnauze eines Welpen«, dann heißt das: ›Verdammt nochmal! Dich liebe ich wie verrückt‹.


Stell dir vor, du bist ein Coronavirus, das die ganz große Herausforderung sucht, und dann macht's dir der Mensch noch einfacher als die Fledermaus.


Ich spiele mit dem 3-jährigen Neffen. »Schatz, jetzt muss ich aber weg.« [Schmollen] »Ich bin zum Essen eingeladen.« [trauriger Blick] »Ich hab ganz dolle Hunger.« »Wir haben auch eine Herdplatte!« »Ja.« »Papa kocht für dich!« Er sagte gerade, dass er mich lieb hat, ne?


Die Nachtwanderung zur kleinen Illusion liegt nur einen Tagesmarsch von der großen Realität entfernt.


Der Lebensweg zeichnet sich ja meistens im Gesicht ab.


Ich: »Gestern Nacht bin ich nackt auf den Möbeln rumgeturnt, nur um diese blöde Schnake zu erwischen.« Mama: »Und?« Ich: »Na, tot!« Papa: »Bestimmt ist die in Schockstarre von der Decke gefallen und hat sich das Genick gebrochen.« Es ist Liebe.

Dienstag, 7. April 2026

.x steht für 10 | 26.04.2020 • 01.05.2020

X steht für 10.


Niemand kann dir mit solcher Wucht das Herz brechen wie der Mensch, den du neun Monate darunter getragen hast.


Manchmal muss man Worte schlucken, von denen man weiß, dass man sie niemals verdauen wird.


Manchmal helfen keine tröstenden Worte. Manchmal braucht's eine stille Umarmung.


Ich habe Lachfalten und finde sie schön, weil sie mir jeden Tag zeigen, wie schön das Leben ist. Es sind die Tränentage, die die hässlichen Furchen ziehen.


Entweder für immer oder für ewig. Es gibt nur diese beiden Optionen.


Homeoffice. Irgendwas ist mir vom Schoß gefallen. Hab's blind aufgehoben und in den Mund gesteckt. Vermutlich war's ein Kaugummi. Oder ein Stück Keks. Vielleicht auch eine Traube. Aber ich hasse Trauben. Ich wohne im Keller und... OH, MEIN GOTT! LASS ES EINE TRAUBE GEWESEN SEIN!


»Es ist wichtig, die Reproduktionsrate niedrig zu halten, bis es einen Impfstoff gibt.« »Sei nicht so dumm! Den gibt's schon lange! Das Virus wurde nämlich in einem Regierungslabor hergestellt. Das habe ich in der BILD-Zeitung...« Ab da habe ich nicht mehr zugehört.


»Ich hab' mir den Arsch verbrüht.« »Das war sicher sehr schmerzhaft?« »Ja. Bin direkt geil geworden.«


»Ich hätte auch via Skype an der Sitzung teilnehmen können.« »Dann wären wir aber nicht in den Genuss deiner Muffins gekommen.« »Doch. Die hätte ich ins Bild gerückt und mich dann permanent beschwert, dass keiner von euch welche isst.« »Du fehlst uns…« Ich liebe mein Team.


Die Krux ist ja, dass bei Menschen, die immerzu für andere leuchten, irgendwann das eigene Bunt verblasst.

Montag, 6. April 2026

.x steht für 10 | 20.04.2020 • 26.04.2020

X steht für 10.


Ab morgen kann ich Homeoffice machen. Endlich! Ich wollte schon immer mal in Jogginghose zur Arbeit.


In Deutschland treten heute erste Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Kraft. »ENDLICH WIEDER SHOPPEN!« Handtäschchen und Dekomist wären wohl auch das, wofür ich mich direkt ins Getümmel stürzen würde, um in 14 Tagen zu heulen, weil die Infektionsrate wieder gestiegen ist.


Zeit gliedert sich in früher und später, jetzt und gleich, demnächst und vorhin, gestern und heute, morgen, bald, schließlich, einmal, zuletzt, einst, bislang und unterdessen. Unsere Zeit ist immer. Machen wir das Beste draus.


Aktuell 2.447.920 Infizierte und 168.500 Tote weltweit durch COVID-19. Und dann bekommt man hier zu hören, das Virus sei bei weitem nicht so schlimm, wie allgemein dargestellt. Nur interessehalber: Welchen Planeten bewohnt ihr?


So müde wie von dieser COVID-19 Diskussion war ich nicht mehr, seit ich meinem Sohn erklären musste, warum er nicht im Beutel eines Kängurus leben könne, als er mit 3 Jahren von zu Hause ausziehen wollte.


Ich habe mir heute schon drei Mal den Kopf angeschlagen. Ich kann Twitter jetzt fühlen.


Ich brauche meine Disziplin. Disziplin bedeutet Ordnung. Ordnung gibt mir Sicherheit.


Mir wurde gesagt, dass jedes Jahr 200.000 Menschen durch das Norovirus sterben, die Zahl der Todesfälle aufgrund Influenza läge bei jährlich 250.000 bis 500.000 weltweit. Aber darüber würde niemand sprechen. Und ich Dummerchen dachte, COVID-19 wäre tatsächlich lebensgefährlich.


Träume. Sie sind visualisierte Gefühle. Oder verschlüsselte Wahrheiten.


Ich habe große Angst, dass irgendjemand ›Despacito‹ in ›Corona‹ umtextet.

Sonntag, 5. April 2026

.x steht für 10 | 16.04.2020 • 20.04.2020

X steht für 10.


Tief in mir stehe ich neben dir, halte deine Hand und du meine.


Wenn das Leben dich prüft, nützt dir auch ein Spickzettel nichts.


Ich habe mich bis jetzt noch jeder Angst gestellt. Weil ich nichts besiegen kann, wovor ich weglaufe. Weil ich keinen Frieden im täglichen Kampf finde.


Ich bin heute so gut drauf; ich könnte Konfetti kotzen.


Im nächsten Leben machen wir was ohne Pandemie. Okay?


›Alles gut!‹ ist oft alles, aber selten gut.


»Ich geh nächste Woche wohl wieder ins Büro.« »ABER DU BIST RISIKOGRUPPE!« »Als Asthmatikerin und aufgrund Immunsuppression, ja.« »Und wegen Krebs.« »COVID-19 verursacht keinen Krebs.« »Ich hab trotzdem Angst, dass du ihn wieder bekommst.« Entschuldigt. Ich geh mal eben heulen.


Der Nachbar hat sich ein Tattoo machen lassen. Das japanische Zeichen für ›Mut‹. MIT HENNA! Den nenne ich mal 'nen harten Kerl.


Ich weine manchmal vor Wut, häufig vor Trauer, meistens vor Freude, oft vor Glück, gewöhnlich vor Rührung, ab und zu vor Sorge, selten vor Schmerz. All das ist gut und wichtig für mich. Aber mit den Tränen, die völlig aus dem Nichts kommen, kann ich immer noch nicht umgehen.


Der 3-Jährige bietet mir Erdbeeren an. »Tut mir leid, Sonnenschein. Darauf bin ich allergisch. Isst du meine bitte für mich mit?« Er nickt, stopft sich wie verrückt Erdbeeren in den Mund und macht im Nu die ganze Schüssel leer. Irre ich mich oder hält er mich für verfressen?

Samstag, 4. April 2026

.x steht für 10 | 09.04.2020 • 15.04.2020

X steht für 10.


Es sind besondere Umstände, die uns viel abverlangen, aber auch zeigen, wozu wir fähig und in der Lage sind. Im Positiven, wie im Negativen.


Danke, Wetter, dass du dich so schön machst! Ich guck mir dich dann gerne von drinnen aus an. Heuschnupfen: »Heul leise!«


Zeit. Zeit nehmen. Sich Zeit nehmen. Zeit für sich nehmen.


[vorgestern] Papa: »Ich will so'n Ding nicht. Ich will nur telefonieren!« Ich: »Dann telefoniere halt nur damit!« [heute] Papa [legt mir Zettel hin]: »Mach mir das mal aufs iPhone. Das brauch ich.« *installiert Adler-App, SGE4EVER, Kicker, Sportbild, WhatsApp... Eltern, ey!


Die Zeit fragt nicht, ob sie auf dich warten soll.


Sind wir jetzt eigentlich alle mit ›Eier suchen‹-Tweets durch? Oder möchte noch jemand sagen, wie untervögelt er ist?


Ich war heute ein bisschen launisch. Söhne: »Was ist los?« Ich: »Regel Nummer 1 bezüglich des Zyklus': Rede nicht über den Zyklus!« Söhne: »Argh! Okay.« Bis ihnen einfällt, dass ich seit 17 Jahren nicht mehr menstruiere, habe ich schon alle ihre Schokohasen gefressen. Höhö.


Ein kreativer Mann ist doch das Awww und Orrr im Leben einer Frau.


Die ehrlichsten Lügen sind die, die man sich selbst erzählt.


Die traurigste Reise im Leben ist, wenn ein gemeinsamer Weg zu Ende ist, aber keiner ihn verlässt.

Freitag, 3. April 2026

.x steht für 10 | 02.04.2020 • 08.04.2020

X steht für 10.


Je süßer das Lächeln, desto bitterer die Tränen.


Zeit für sich nehmen ist Zeit mit sich nehmen.


[inzwischen in der Quarantäne] Sie: »Ich sollte mal duschen.« Er: »Mit Haare?« Sie: »Ich hab überall Haare...«


Du bist mein Wunder. Manchmal wunderlich. Manchmal wundersam. Meistens wunderbar. Aber immer wundervoll.


Manchmal fängt das innere Aufräumen bei der Küchenschublade an.


Vielleicht gibt es nicht für jedes Problem eine Lösung, aber immer einen Weg, um mit ihm umzugehen.


Die Essenz des Vertrauens: Niemals fragen zu müssen.


Ich schmolle nicht und zicke nicht. Nie! Ich kann bloß sehr, sehr enttäuscht sein.


Ich gehe meinen Weg. Manchmal werde ich stolpern. Manchmal werde ich laufen und manchmal trödeln. Manchmal werden die Beine leicht, manchmal werden sie schwer sein. Ich habe zu oft gebremst. Ich bleibe nie wieder stehen.


Meine Befürchtung ist, dass ›Lagerkoller‹ sich zu einer Entschuldigung für alles entwickelt.

Donnerstag, 2. April 2026

.x steht für 10 | 25.03.2020 • 01.04.2020

X steht für 10.


Karma ist keine Bitch. Karma ist Twitter und schränkt grundlos meinen Account ein.


Ich glaube ja, als Gott den Menschen erschuf, war er nicht ganz bei der Sache.


Ich bin nicht eifersüchtig. Ich hab' halt nur sehr große, kräftige Hände, die exakt um den Hals eines Mannes passen.


Manchmal muss man einfach nur ins kalte Wasser springen, um zu begreifen, dass man schwimmen kann.


»Ich kann für mich selbst sorgen.« »Ich weiß.« »Aber ich brauche dich.« »Wofür?« »Zum Glücklichsein.«


Ficken kann jede|r. Der gemeinsame Alltag ist es, der die wirklich wertvollen Erinnerungen schafft.


Das was man nicht sagt, wirkt oft viel stärker als das, was man hätte sagen können.


Im Gedankengang müsste mal gefegt werden.


Wenn man sich die Realität ganz nah ans Ohr hält, kann man Träume platzen hören.


Den Gedanken ist ihre Interpretation egal.