Samstag, 25. Juli 2026

.x steht für 10 | 12.08.2021 • 14.08.2021

X steht für 10.


»Deine Sommersprossen sind süß.« »Mir ist nur der Löffel in den Kakao gefallen.«


Ich hab ja nur 'ne Oberschenkellücke, weil ich immer das Bier zwischen die Beine klemme, um beide Hände für Kippe und Döner frei zu haben.


Manchmal werden Erinnerungen wach, die hätte man besser schlafen lassen.


Dass die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und mein ›erstes Mal‹ auf ein und denselben Tag gefallen sind, kann ja auch kein Zufall sein.


Der 4-Jährige zeigt mir sein Dino-T-Shirt. Ich: »Der Tyrannosaurus hatte ja bis zu 26,5 Liter Rotz im Schädel.« Er: »Warum?« Ich: »Er kam mit dem Taschentuch nicht bis zur Nase.« Sofort stecken wir uns beide einen Finger in der Nase. Lernen verbindet. Blutsbande auch.


Je trockener der Humor, desto feuchter das Höschen.


»Wenn ich immer das Schlimmste erwarte, ist die Enttäuschung kleiner.« »Wer immer das Schlimmste erwartet, dem ist Enttäuschung garantiert.«


Ich bin jetzt in einem Alter, in dem mir vieles am Arsch vorbeigeht. Vermutlich, weil der inzwischen auch etwas tiefer hängt.


Ich will nicht ›auf jung machen‹. Ich kann nur nicht so ›erwachsen‹ wie andere in meinem Alter.


Ab Anfang 50 suchst du ja keinen Partyhengst mehr. Da bist du schon froh, einen zu finden, der nicht um zwanzig Uhr auf dem Sofa einpennt.

Freitag, 24. Juli 2026

.x steht für 10 | 09.08.2021 • 11.08.2021

X steht für 10.


Kollege: »Kann ich dich was fragen?« Ich: »Klar.« Er: »Du backst doch gerne…« Ich: »Geht so. Ich mach's halt, wenn nötig. Bin ja auch sonst keine besonders gute Hausfrau.« Er: »Ach, schade. Das hätte jetzt ein Heiratsantrag werden können.« Karma fickt halt auch mit Kuchen.


Abstand misst man in Gedanken an einen Menschen pro Stunde.


Der Nachteil meiner neuen Brille ist, dass ich nun auch die Menschen scharf sehe, die ich schon verschwommen lieber nicht gesehen hätte.


Beschreibe deine Vergangenheit in einem Satz: »Ich hätte aufs Gänseblümchen hören sollen.«


Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendetwas zu werden. Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind, sodass wir das sein können, wofür wir bestimmt sind. [Paulo Coelho]


Schlaflos. Weil die Nacht Gedanken liefert, die man nicht bestellt hat.


Gedanken können noch so klar sein; auf Emotionen sind sie niemals vorbereitet.


Ein akzeptabler Grund fürs Entfolgen ist, wenn Tweets nicht mehr gefallen oder interessieren. ›Er/sie folgt mir nicht zurück‹ ist albern.


Niemand sollte ohne Nackenkuss einschlafen müssen.


Meine Gedanken sind schön, solange du einer davon bist.

Donnerstag, 23. Juli 2026

.x steht für 10 | 06.08.2021 • 09.08.2021

X steht für 10.


if you love me give me life or let me live.


Vieles, das man sich zu Herzen nimmt, sollte einem besser am Arsch vorbeigehen.


»Flirtest du?« »Nein. Ich bin wirklich so nett.« »Und wenn du flirtest?« »Bin ich nicht nett.«


Mit mir flirten funktioniert exakt so lange gut, bis ich mich aktiv daran beteilige.


Es gibt Tausende wie dich, aber nur einer, der so ist wie du.


Retweeten ist wie ›die Timeline schön dekorieren‹.


Jeder sollte mit einem guten Gedanken einschlafen und mit einem Lächeln aufwachen können. Jeder.


Der 4-Jährige: »Was sind Extrimädings?« Ich: »Extremitäten sind das, was am Menschen dranhängt.« Er: »Auch mein Penis?« Ich: »Auch dein Penis.« Er: »MAAAMAAA! Die Tante Frieda sagt, mein Penis ist extrem!« Ich bin eine Extremitante. Und auch sonst sind wir hier ganz normal.


»Welcher Flirttyp bist du? Der traditionelle Typ? Der körperliche? Der schüchterne? Der verspielte? Der forsche?« »Der Volltrottel.«


*erzählt etwas* *erntet Augenrollen* *macht 'nen Tweet draus* *250 Faves und 25 Retweets* Mein Leben. Erklärt in vier Sätzen.

Mittwoch, 22. Juli 2026

.x steht für 10 | 04.08.2021 • 06.08.2021

X steht für 10.


Trauer lässt sich nicht wiegen oder berechnen. Trauer lässt sich auch nicht in Schwangerschaftswochen messen. Sie ist da, auch wenn sie oft immer weniger Platz findet, je kleiner das Baby war.


Selbst wenn man Gefühle steuern könnte, würde ich falsch abbiegen.


Es kann noch so lange her sein… Sie kommt immer wieder, die Erinnerung, und bringt ihren individuellen Schmerz mit.


So besonders sind die Menschen, die dir Zuversicht geben. Nicht, weil sie dir sagen, dass alles wieder gut wird. Sondern weil sie dir Perspektiven zeigen und an dich glauben.


Es gibt Kolleg*innen, die sind wie Pinguine: Sehen niedlich aus, aber schubsen Artgenossen ins Wasser, um zu sehen, ob dort Seelöwen lauern.


Ich bin übrigens die, die ein paar Mal wütend die Tür zuknallt, bis sie merkt, dass es eine Drehtür ist.


Stundenlang mit dem Ex-Mann telefonieren, sich treffen und verbunden fühlen und doch wissen, warum man sich von ihm getrennt hat. Das ist mein ganz persönlicher Frieden.


Die ersten zehn Minuten nach dem Aufwachen sind die ehrlichsten.


Es enttäuscht mich, wie schnell Loyalität an ihre Grenze stößt, wenn es ums eigene Vergnügen oder Bedürfnis geht. Aber wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet. Schade.


Ich bin so alt, ich frage nicht mehr nach dem Grund, wenn jemand mich nicht mag. Ich würde mich eh nicht ändern.

Dienstag, 21. Juli 2026

.x steht für 10 | 01.08.2021 • 04.08.2021

X steht für 10.


Ich bin gerade singend durch die Wohnung getanzt. Die Kater haben Reißaus genommen. Ich habe mir die Hand am Bügeleisen verbrannt, eine Kerze vom Tisch gepfeffert, den Zeh am Tischbein gestoßen und am Türrahmen gebremst. Nur damit ihr wisst, mit wem ihr es hier zu tun habt.


Und einiges, das andere in dir kaputtgemacht haben, lässt sich nie wieder reparieren, weil sie das Werkzeug dafür mitgenommen haben.


Weniger als drei Stunden Schlaf bilden eine solide Basis für die Montagslaune.


»Wie sprecht ihr ›Kaffee‹ aus?« Andere: »Kaffeeee.« »Kaffe.« »Kafää.« »Koffie.« »Gaffee.« »Kawwee.« »Kaffie.« »Ä Schälchn Heeßn.« Ich: »FRESSE!«


Der wichtigste Mann in meinem Leben. Der Mann, dessen uneingeschränkter Liebe ich mir sicher bin. Der Mann, der bedingungslos hinter mir steht, egal, wie viel Scheiße ich baue. Der Mann, dem ich am meisten vertraue. Der Mann hat heute Geburtstag. happy birthday, babba ♡︎


Wenn du neben dir stehst, sind die Menschen, die zu dir stehen, so viel wichtiger als die, die bei dir stehen.


Neue Kollegin: »Du gehst heute früher?« Ich: »Ja. Babba hat Geburtstag.« Sie: »Und?« [das Team schnappt nach Luft] Sie: »Ist doch nur dein Vater.« Ich: 🤨 [Kollege versteckt sich unterm Tisch, Chef springt aus dem Fenster] Noch viel du lernen musst, neue Kollegin. VIEL!


Freunde sind die Flicken für dein Nervenkostüm.


So. Ich geh jetzt ins Bett. Ist Zeit zum Wachliegen.


»Twitterst du?« »Nein. Ich partizipiere an einem Konglomerat aus Gedankenelementen in einem weltumspannenden, heterogenen Netzwerk.«

Montag, 20. Juli 2026

.x steht für 10 | 29.07.2021 • 01.08.2021

X steht für 10.


Jetzt heult nicht. Wenigstens schneit's nicht.


Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, und du lächelnd »Alles gut!« antwortest, solltest du deine Fassade vorher auf Risse überprüft haben. Es könnte nämlich sein, dass er die Tränen dahinter sieht.


Als ich mich vor 4 Jahren gegen die Verpflichtung und für das Leben entschieden habe, tat ich das nicht, weil ich es mit fast 50 nochmal wissen wollte, sondern weil der Krebs mir die Endlichkeit meines Lebens bewusst gemacht hat. Lebt, verdammt. Und funktioniert nicht bloß.


Nur weil ich schon 52 bin, muss ich noch nicht 52 sein.


Als ich sagte, du sollst mir wehtun, dachte ich eigentlich an Striemen auf dem Arsch - nicht auf der Seele.


Immer, wenn ich denke: ›Warum bist du so blöd und machst das schon wieder?‹, dann bin ich so blöd und mach das schon wieder.


»Isch bin doann mol fort.« »Wie bitte?« »Ei, fort. Wie Froangfort.«


Wenn du schon gehst, dann bitte in Erfüllung.


Habt ihr auch manchmal das Gefühl, euer Fav stört, weil der Tweet nur für einen bestimmten Menschen geschrieben wurde?


»Also, bitte! Du musst dich mal aus diesem vulgären Sumpf befreien, in dem du dich befindest!« »ICH SOLL MICH BEI TWITTER ABMELDEN?«

Sonntag, 19. Juli 2026

.x steht für 10 | 24.07.2021 • 29.07.2021

X steht für 10.


Ich habe mir heute die Seele aus dem Leib gelaufen und mit Musik das Hirn aus dem Kopf geblasen. Herz: »Na, und? ICH bin noch da und tu dir weh. Deal with it!«


Und dann ist da immer dieser Tweet, von dem ich nachts denke: ›Der ist so geil, den kannst du dir bis morgen merken‹. Der steht hier nicht.


[Gespräch mit meinen Eltern] »Ziemlich viel kaputtgegangen in dir…« »Repariere ich mich halt wieder.« »Besser gleich Schrottplatz.« Mein Vater. Empathiegenius.


Ich bin bunt. Aber dir reicht ja eine Farbe.


Menschen nutzen ihr Smartphone im Schnitt zwischen drei und fünf Stunden am Tag. So lange brauche ich schon, um die passenden Emojis zu finden.


Ich hab schon rückwärts eingeparkt, da war das einzige, das gepiept hat, die nervige Nachbarin, weil ich zu dicht auf ihren SLK aufgefahren bin.


Mal ist Twitter meine Pinnwand. Mal der Eimer, in den ich meine Gedanken kotze. Mal der Schrank, in dem ich sie aufbewahre. Mal der Tisch, den ich für euch dekoriere. Mal ist Twitter nur Twitter. Oft ist Twitter viel mehr.


Deine Seele kann sich ausruhen, wenn sie an einem vertrauten Platz verweilt. Aber sie wird immer rastlos bleiben, solange sie noch nicht all die Orte besucht hat, die das Herz und die Sehnsucht ihr zeigten.


Mir fehlen Halsküsse. Und Nackenküsse. Stirnküsse. Schläfenküsse. Nasenküsse. Schlüsselbeinküsse. Handtellerküsse. Bauchküsse. Und Popoküsse. Die fehlen mir auch.


Ich kann nicht hassen. Aber ich kann ganz doll nicht mögen.