Es ist Sonntag. Zehn Uhr.
Ich habe schon aufgeräumt, gebügelt, Geschirr gespült, Bürokram erledigt, das Mittagessen vorbereitet und gehe jetzt zum Sport.
Ich habe offensichtlich alles im Griff.
Warum nochmal bin ich bei Twitter?
Einen Vorteil hat dieses Wetter ja: Jedes Mal, wenn man draußen war, hat man eine neue Frisur.
Du hast mich geliebt, als gäbe es ein Morgen.
Es ist weniger,
dass ich nichts mehr merke,
sondern vielmehr,
dass ich noch zu viel spüre.
Erstaunlich, wie viel Kraft immer noch in jedem ›Ich kann nicht mehr‹ steckt.
Das Leben findet übrigens außerhalb unserer Seifenblasen statt.
Manchmal ist der Schmerz größer als wir es ertragen. Könnten wir ohne Leidenschaft leben, fänden wir vielleicht etwas Frieden. Doch in unserem Inneren wären wir leer. Leere Räume. Dunkel und verfallen. Ohne Leidenschaft wären wir so gut wie tot.
[Angelus]
»Was wiegst du?«
»Mich.«
»Ich meine, wie viel?«
»Ein Mal.«
Finde den Menschen, der all das in dir sieht, was für dich nicht sichtbar war.
Und halte ihn fest.
»Was sagst du dazu?«
»Muss ich erst drüber nachdenken.«
»Und wie lange dauert das?«
»Maximal 280 Zeichen.«
