Donnerstag, 26. März 2026

.x steht für 10 | 23.02.2020 • 27.02.2020

X steht für 10.


Es ist Sonntag. Zehn Uhr. Ich habe schon aufgeräumt, gebügelt, Geschirr gespült, Bürokram erledigt, das Mittagessen vorbereitet und gehe jetzt zum Sport. Ich habe offensichtlich alles im Griff. Warum nochmal bin ich bei Twitter?


Einen Vorteil hat dieses Wetter ja: Jedes Mal, wenn man draußen war, hat man eine neue Frisur.


Du hast mich geliebt, als gäbe es ein Morgen.


Es ist weniger, dass ich nichts mehr merke, sondern vielmehr, dass ich noch zu viel spüre.


Erstaunlich, wie viel Kraft immer noch in jedem ›Ich kann nicht mehr‹ steckt.


Das Leben findet übrigens außerhalb unserer Seifenblasen statt.


Manchmal ist der Schmerz größer als wir es ertragen. Könnten wir ohne Leidenschaft leben, fänden wir vielleicht etwas Frieden. Doch in unserem Inneren wären wir leer. Leere Räume. Dunkel und verfallen. Ohne Leidenschaft wären wir so gut wie tot. [Angelus]


»Was wiegst du?« »Mich.« »Ich meine, wie viel?« »Ein Mal.«


Finde den Menschen, der all das in dir sieht, was für dich nicht sichtbar war. Und halte ihn fest.


»Was sagst du dazu?« »Muss ich erst drüber nachdenken.« »Und wie lange dauert das?« »Maximal 280 Zeichen.«

Mittwoch, 25. März 2026

.x steht für 10 | 16.02.2020 • 23.02.2020

X steht für 10.


Ich erwarte doch gar kein ›für immer‹. Ich wäre glücklich mit einem ›ab jetzt‹.


Die Summe aus Leben und Lieben: Es zählt nicht, was sich rechnet. Es zählt nur, was es wert ist.


Es ist die Sehnsucht. Sie malt Bilder in deinen Kopf.


Ich bin nicht für Aussitzen. Ich bin für Drüberstehen. Oder Weitergehen.


Das Geschenk des augenblicklichen Wohlgefühls. Und mit ihm die Angst, dass das Leben es dir gleich wieder wegnimmt.


Egal, warum und wie oft du stehenbleibst: Das Leben geht unbeeindruckt weiter und zerrt dich einfach mit.




Im nächsten Leben machen wir doch besser gleich was ohne Nazis.


Bin mal ein bisschen aus mir rausgegangen. Stehe jetzt völlig neben mir.


Manchmal habe ich so viel zu sagen, dass ich es laut rausschweigen muss.

Dienstag, 24. März 2026

.x steht für 10 | 12.02.2020 • 16.02.2020

X steht für 10.


Sich verlassen können. Auf etwas. Auf jemanden. Das nenne ich Wertschätzung und Respekt.


[im Büro] »Herr Sittich hat angerufen.« »Wie ist denn sein Vorname?« »Weiß ich nicht. Warum?« »Willi wäre toll.« »Wa…? Nein! Bitte sag's nicht!« »WILLISITTICH! Bwahahahaha!« Falls ihr euch fragt, wie es heute mit meiner Arbeitsmoral steht.


Sagen. Statt Spekulieren. Fragen. Statt Interpretieren. [aus der Reihe ›Kommunikation leicht gemacht‹]


Es gibt Wünsche, die schmerzen. So sehr, dass sie im Verborgenen liegen. So tief, dass du sie schon vergessen hattest. Und doch reicht ein kleiner Funke und sie sind wieder präsent.


Mein inneres Kind ist gerade in der Pubertät.


[im Büro] Zum Geburtstag des Kollegen blasen wir 40 Ballons auf. Kollegin: »Die sehen aus wie Kondome!« Mir entwischen zwei beim Zusammenknoten und flattern orientierungslos durchs Zimmer. Ich: »Guck. Genau so bin ich zu meinen Kindern gekommen.«


Am ehrlichsten ist man, wenn man gar nicht erst über Wahrheit nachdenken muss.


Manche Dinge zeigen erst im Nachspüren ihre wahre Gestalt.


Nie ist jemand da, wenn man mal wieder völlig unterknutscht ist.


Ängste sind Steine, die man sich selbst in den Weg legt.

Montag, 23. März 2026

.x steht für 10 | 07.02.2020 • 12.02.2020

X steht für 10.


Ich koche jetzt zum ersten Mal ein komplett veganes Menü. Bin schon gespannt, bei welchem Pizzaservice wir nachher bestellen.


Manchmal lässt sich weder wissen, ahnen, noch fühlen, ob etwas richtig oder falsch ist. Manchmal kann man es nur wagen, erfahren und dann spüren.


Manche Geschichten schaffen's eben nicht über den Prolog hinaus.


Es ist wichtig, sich, wenn man zerbrochen ist, mit ganz besonderer Sorgfalt wieder zusammenzusetzen, damit nur Narben und keine offenen Wunden bleiben.


Erst wenn man losgelassen hat, spürt man, dass man sein Leben wieder selbst in der Hand hat.


Wie sie alle entfolgen, wenn ich ein Selfie poste. Selber hässlich, ey.


Die Dinge, bei denen du die meiste Hilfe nötig hättest, sind die Dinge, die du am Ende doch mit dir allein ausmachst.


Wer teilt dieses Jahr eigentlich die Valentinspaarungen ein?


Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Wenn an der Tür ›DRÜCKEN‹ steht, ziehe ich erstmal.


Deinen Selbstwert findest du oft erst dann wieder, wenn du mit dem Gesicht voran am Boden liegst.

Sonntag, 22. März 2026

.x steht für 10 | 04.02.2020 • 07.02.2020

X steht für 10.


Irgendwann wird das, wovon du glaubtest, drüber zu stehen, unter dir zusammenbrechen.


Passt auf, wem ihr euer Leuchten schenkt. Er könnte es zum Strahlen bringen. So hell wollt ihr nie wieder für jemand anderen sein.


Die Angst gehört den Zweiflern.


Die Autokorrektur schlägt mir statt ›Sitzung‹ ›Sitzdildo‹ vor, und... JA, VERDAMMT! ICH ÜBERLEGE NOCH.


Angst ist nicht die Abwesenheit von Liebe. Angst ist die Anwesenheit von zu viel Liebe.


»Wir könnten schon viel leichter sein«, sagte der Verstand zur Seele. »Tut mir leid, dass ich so schwer bin«, flüsterte das Herz.


»Da liegt ein Vielleicht rum. Gehört das irgendwem?« »Mir ganz sicher nicht.«


Aufgrund einer Hormontherapie bei Brustkrebs produziert mein Körper nur noch so viele weibliche Hormone wie der eines Mannes. Das erklärt schon mal das ›Mimimimi‹ bei meiner letzten Erkältung.


Manchmal ist Twitter wie ein Tattoo: Viele kleine Nadelstiche, die sichtbar unter der Haut bleiben.


Die Interpretation spricht viele Sprachen.

Samstag, 21. März 2026

.x steht für 10 | 31.01.2020 • 04.02.2020

X steht für 10.


Aus den Trümmern einer Welt, die zusammenbrach, neue Wege bauen. Und eine Mauer ums Herz.


Leben auf dem Land heißt auch, sich die Pizza vom Lieferdienst in die Lieblingkneipe bringen zu lassen.


Ich will ein Klingelschild mit dir.


Ich habe keine guten oder schlechten Tage. Ich habe nur bessere oder schlechtere.


Der Mensch ist, was er tut. Nicht, was er sagt.


Irgendwann kann man nichts mehr wegstecken, weil alle Taschen voll sind.


Manche Dinge müssen passieren, damit wir verstehen, was mit uns passiert.


Wo kann man sich eigentlich selbst aufgeben? Ich will weg von mir.


Schon erstaunlich, wie still ›Freunde‹ sich aus deinem Leben verabschieden, wenn du besser bist als sie. Oder es dir schlechter geht als ihnen.


Dear cancer, thank you for making me stop and listen and remember what's truly important. You can go now! [Verfasser leider unbekannt] Heute ist Weltkrebstag 🎗 Bitte achtet auf euch und geht zur Vorsorge.

Freitag, 20. März 2026

.x steht für 10 | 28.01.2020 • 30.01.2020

X steht für 10.


Lieblingskollege: »Du bist die Blume an meinem Revers.« »...« »Du bist der Käse auf meiner Pizza.« »...« »Du bist jeder Stern an meinem Himmel.« »...« »Du bist die Fistel...« Ich: »ALTAAAAAAA?« Er: »Endlich beachtest du mich.« Falls wer fragt, wie's im Büro war: SO!


Es ist nie die Liebe selbst, die schmerzt. Es ist das mit ihr Sein.


Eifersucht empfinden oft die Menschen, deren Selbstzweifel zu groß sind. Eifersucht empfinden aber auch die Menschen, deren Zweifel zu oft berechtigt waren.


Keine Tränen mehr im Tränenmeer.


Ich mag mich nicht, wenn ich bin wie ich bin, weil ich nicht sein kann, wie ich eigentlich wäre, könnte ich sein, wer ich bin.


Die Stille ist voller schreiender Gedanken.


Die Dunkelheit hat viele Farben.


»Wenn du dir Katzen anschaffst, kann ich nicht mehr zu dir nach Hause kommen. Ich mag Katzen nicht.« Tjanun. So muss eben jeder seine Prioritäten setzen.


Drei 14-Jährige bezeichnen eine Mitschülerin in der Bahn lautstark als ›Missgeburt‹, weil die nicht wie sie auf Fick-die-Welt-Gangster-Bitch macht. Ist das eine pubertäre Fehlzündung im Hirn oder geht das noch zu Lasten der Erziehung?


Vom Dürfen, aber nicht sollen. Vom Müssen, aber nicht wollen. Vom Mögen, aber nicht können. Leben ist ein fucking Modalverb!