Samstag, 4. Juli 2026

.x steht für 10 | 14.04.2021 • 18.04.2021

X steht für 10.


Es passt immer noch eins mehr in ›Ich kann nicht mehr‹.


Kennt ihr das: Wenn sich dieses verdammte Allesmüde Bahn bricht und unaufhaltsam aus den Augen läuft? Das ist scheiße!


Arschkalt heute Morgen. Sogar die Einparkhilfe hat von ›Mi-mi-mi-mi‹ auf ›B-b-b-b-b‹ umgeschaltet.


Dieses Gefühl, nicht mehr hierher zu gehören.


Ich hab' mich nun zum dritten Mal verfahren und schwöre: Die Stimme meines Navis klingt gerade ziemlich entnervt.


Schon ein bisschen irre, wenn eine Bestätigung der Impftermine größere Jubelschreie auslöst als ein Bescheid über die dreistellige Steuerrückerstattung.


Jetzt ist es also soweit: Der Kater hat gerade einen Tweet von mir gelöscht. Morgen entmündigt er mich und macht sich dann an die Sache mit der Weltherrschaft.


Egal, welches Spiel ihr spielt: Wenn er dich mit seiner Stimme ficken kann, hat er schon gewonnen.


Es ist meine Entscheidung, wie ich mit deiner Entscheidung umgehe.


Für einige Menschen brennst du. Aber nur einer ist das Feuer in dir.

Freitag, 3. Juli 2026

.x steht für 10 | 09.04.2021 • 14.04.2021

X steht für 10.


Müde vom Gespräche führen, die man niemals führen müssen sollte.


Um aus Wolfgang Amadeus Mozarts sechsstimmigem Kanon KV 231 (382c) zu zitieren: »LECK MICH IM ARSCH!«


»Warum glitzert der See da?« Gut. Ich hätte dem 4-Jährigen jetzt was von diffusen Reflexionen des Sonnenlichts auf einer Wasseroberfläche erzählen können. Aber die Vorstellung, dass das Elfenkinder sind, die gerade um die Wette pupsen, fand er auch viel schöner.


Erneut saß sie vor den Trümmern einer Bastion. Nicht mehr der stärksten, aber der urumfassendsten. »Am Ende mache ich es dann doch wieder mit mir alleine aus.« »Nein«, sagte der Selbstzweifel und nahm ihre Hand. »Ich bin stärker denn je. Dieses Mal bleibe ich bei dir.«


Am Ende will ich sagen können: »Scheiße, ja! Hat sich der ganze Mist also doch noch gelohnt.«


»Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie wütend bist du?« »KALIBRIERE DIE VERFICKTE SKALA GEFÄLLIGST NEU!«


Ich bin hier, wenn ich nicht weiß, wohin mit mir. Dann finden wenigstens meine Gedanken einen Platz.


Ich sollte mehr küssen; dann würde ich weniger fressen. Oder stricken. Stricken geht auch.


Komm. Setz dich zu mir. Ich will dir von meinen Träumen erzählen. Den guten und den bösen.


Ich trage rosa Socken und verkneife mir seit sechs Stunden ein kontinuierliches »Lasst mich, ihr Ficker!« Mehr Büroprinzessin geht heute nicht.

Donnerstag, 2. Juli 2026

.x steht für 10 | 29.03.2021 • 09.04.2021

X steht für 10.


Lass niemals zu, dass man dir dein Leuchten nimmt.


Wisst ihr, was noch mehr Laune macht als eine in der Wohnung geplatzte Biomülltüte? Eine in der Wohnung geplatzte Biomülltüte, die unvermittelt zur Start- und Landebahn für zwei Kater mit Warp-Antrieb wird.




Ein echter Dom tut dies. Ein echter Dom unterlässt das. Ich sag' mal so: Der quatscht da nicht drüber.


Freak, wer noch nie einen Pups mit »Es muss raus, was keine Miete zahlt!« gerechtfertigt hat.


Manchen Menschen genügt es nicht, dir einfach nur das Herz zu brechen. Die werfen direkt eine Splitterbombe ab, um die größtmögliche Vernichtungswirkung zu erreichen.


Eines der schwierigsten Dinge ist wohl, sich Menschen aus dem Herzen zu reißen, deren Platz darin für die Ewigkeit vorgesehen war.


Zweifle nie an deinem Wert, nur weil andere ihn dir absprechen.


Einem Menschen das Leben zu schenken bedeutet, Reiseführer zu sein, Weggefährte und Kompass, Antrieb und Halt. Einem Menschen das Leben zu schenken bedeutet jedoch nicht immer, ihn bis zum Ende begleiten zu dürfen.


Kol1: »Tochter meckert schon: ›Waaas? Wieder Spazierengehen?‹« Kol2: »Mein Freund und ich gehen in den Baumarkt, um mal was anderes zu sehen.« Kol3: »Ich zu Real. Um mal rauszukommen.« Ich: »Ich spiele ›Lily's Garden‹. Da sehe ich was anderes und bin quasi auch draußen.«

Mittwoch, 1. Juli 2026

.x steht für 10 | 24.03.2021 • 29.03.2021

X steht für 10.


Ich bin so alt, ich weiß noch, dass wir uns im Jahr 2032 mit drei Muscheln den Arsch abwischen werden.


Gerade dem Postboten triefend und nur in ein Handtuch gewickelt die Tür geöffnet, weil ich ein wichtiges Paket erwarte. Hab ich nach dreieinhalb Jahren dieses Singleschicksal nun also auch mal durch.


Katzenstreu. Das Stroh der Singles.


»Warum hustest du so komisch?« »Ich habe einen Frosch im Hals.« »Du musst den knutschen, nicht schlucken!« Die Fünfjährige erklärt mir die Welt.


Meine Wohnung ist so klein, wenn ich mich zum Bodenwischen bücke, hab' ich mit dem Hintern schon eine Fensterfront geputzt.


»Was tun Sie da?« »Cerebrumflatulenzen koordinieren.« »Schön, wie Sie ›Twittern‹ formulieren.« »Verdammt!«


Plan für heute: Frühjahrsbudenzaubern. Umsetzung: Mit dem Dreijährigen gespielt, Kaffee auf der Terrasse getrunken, köhlergeküsst, die Kater bekuschelt, gelesen und gestrickt. Jetzt hab ich zwar immer noch eine ungeputzte Wohnung, aber dafür eine aufgeräumte Seele.


Ich wäre die perfekte Auftragskillerin. Schusselig wie ich bin, schubse ich auch schon mal jemanden versehentlich vom Balkon.


Dieser unbändige Drang, mich in mir zu verkriechen. Oder in dir.


Ich passe in keine Schublade. Ich komm' gleich übern Stuhl.

Dienstag, 30. Juni 2026

.x steht für 10 | 19.03.2021 • 24.03.2021

X steht für 10.


Nichts vibriert sinnlicher als ein Lachen auf nackter Haut.


Der gesunde Menschenverstand hat angerufen. Er sagt, er bräuchte so dringend Urlaub und sitze jetzt mit den anderen Idioten im Flieger nach Malle.


Manchmal denk ich mir nur: »…« Und dann meine ich das auch so.


»Ostern ist wie Weihnachten: Ich nehme wieder wie bekloppt zu!« Inzidenz: »Japp! Ich auch.«


Ich bin heute nah am Zweitaccount gebaut.


Gespräch mit den Eltern über die Vermögensverwaltung nach ihrem Ableben. Ich bin 51 und erwachsen genug, um es so nüchtern und pragmatisch wie nötig zu führen. Ich bin 51 und noch genug Kind, um danach in den Armen meiner Mama »Ich will nicht, dass ihr sterbt!« zu schluchzen.


Eine Latte und eine Portion dich mit Sahne, bitte.




Wenn man Worte mal ordentlich aufschüttelt und die Luft aus den Absätzen lässt, purzeln zwischen den Zeilen neun Buchstaben heraus: VERARSCHT.


Der Trailer in meinem Kopfkino hatte mir aber einen ganz anderen Film suggeriert.

Montag, 29. Juni 2026

.x steht für 10 | 16.03.2021 • 18.03.2021

X steht für 10.


Dieses Gefühl, sich Schritt für Schritt wieder aufzurappeln, zu wissen, es ist noch nicht alles gut und man könnte stolpern und erneut fallen, aber man geht. Das kann was.


»Die beste Frisur hat man eh nach dem Sex!« Friseure so: 🤨 Und alle Singles: 😭


DÖNERBOXen IST AUCH SPORT! [rülpst]


Du hättest meine Lebensfreude trinken können. Aber dir war ja nach grünem Tee.


Sehnsucht ist doch auch bloß das Nebenprodukt einer unerfüllten Erwartung.


Liebe ist, wenn das Herz pocht, nicht nur der Schwanz. Ich sag's ja nur.


Der Duft von Sinnlichkeit, die warm ausklingt und auf der Haut einen Hauch ewiger Erinnerung hinterlässt.


Nicht jedem Gedanken folgen. Ihn einfach nur zur Kenntnis nehmen. Ihn akzeptieren. Und loslassen. Im Raum zwischen den Gedanken gibt es so viel mehr zu entdecken.


Der Geschäftspartner stöhnt, weil ich die telefonische Information schriftlich benötige. »Orrr! Muss ich jetzt 'ne eMail schreiben...« Ja. EINE eMail. Wie anstrengend. Meine Fresse! Ich bin so alt, ich hab jede Nachricht noch in Stein meißeln und zum Berg tragen müssen.


Wie lange hatte man keinen Sex mehr, bis man auf Werkstellung zurückgesetzt wird?

Sonntag, 28. Juni 2026

.x steht für 10 | 12.03.2021 • 15.03.2021

X steht für 10.


Gedanken sortieren. Nach Farben, Formen und Gewicht.


Sich trauen, auf das Vertrauen zu vertrauen.


Abnormal Bock gerade auf rauchigen Whisky und Zartbitterschokolade in frischem Gras unter einem Sternenzelt und Sex zu den Hollies.


Wie sie sich und die Welt verändern wollen, aber mit ihrem Arsch in den alten Gewohnheiten hocken bleiben. So wird das nichts, Leute.


»Auf einer Skala von 0 bis 10: Wie sauer bist du auf mich?« »Zyankali.«


π [pi:] ist eine Konstante, eine irrationale, also eine reelle, aber keine rationale Zahl. Pi ist Liebe.


In Hessen we don't say »Natürlich bin ich offen für deine Argumentationen und werde mir erst nach Abwägung aller Fakten und Einschätzung aller Eventualitäten ein Urteil bilden. Also sprich dich gerne wortreich aus.« We say »Dummgebabbeld is glei.« And I think, that's beautiful.




»Was mir an Humor fehlt, mache ich mit Freundlichkeit wieder wett.« »Welche Freundlichkeit?« »Ach, fick dich!«


Augenrollen. Aber als Choreografie.