Montag, 15. Juni 2026

.x steht für 10 | 24.12.2020 • 29.12.2020

X steht für 10.


Ich will euch ja keinen unnötigen Feiertagsstress machen, aber in 101 Tagen ist Ostern.


Du hast dich weiterentwickelt. Denkst, du stehst nun über den Dingen, nichts kann dich mehr klein machen. Du weißt, was du geleistet hast und dir wert sein kannst. Du bist endlich stolz auf dich. Und dann reichen popelige 3 Minuten, um dich ganze 20 Jahre zurückzuwerfen.


Die Zeit läuft uns nicht davon. Wir lassen sie ungenutzt ziehen.


Wenn du denkst, da geht noch mehr, kommt irgendwo ein ›Denkste!‹ her.


[Mama und Papa kommen zum Essen] Mama: »Hast du überhaupt genug Geschirr?« Ich: »Sicher. Wieso?« Mama: »Naja, weil...« Ich: »...ich Single bin?« Mama: »Ähm, weil...« Ich: »...ich selten koche?« Mama: »Nee, weil...« Papa: »Weil de 'n Dabbes bischd unn als 's Sach falle lässd.«


Dieses Gefühl, zwar noch dabei sein zu dürfen, aber nicht mehr dazuzugehören. Das ist scheiße.


Ich habe Menschen so satt, die am gedeckten Tisch sitzen und glauben, ich müsste dankbar sein, dass ich immerhin die Krümel vom Boden lecken darf. Überfresst euch doch an eurer Selbstgerechtigkeit!


Das ›Fick dich!‹ des Jahres geht an mein Karma.


30 Jahre lang musste ich lächeln. Besonders dann, wenn mir zum Weinen war. Aus Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer. Ich bin aus diesem System ausgebrochen. Jetzt werde ich verdammt nochmal sagen, wenn es mir beschissen geht. Laut.


Ich bin eine Frau. Ich kann dir schon widersprechen, bevor du etwas gesagt hast.

Sonntag, 14. Juni 2026

.x steht für 10 | 21.12.2020 • 24.12.2020

X steht für 10.


Je breiter das Lächeln, desto mehr Schmerz lässt sich dahinter verstecken.


Oft reicht schon ein einziger stiller Moment, um das leise Klirren zu hören, wenn etwas in dir zerbricht.


›Ist schon in Ordnung, wie du bist.‹ Sollte man viel öfter zu sich selbst sagen.


Wir hocken auf der Terrasse und lamentieren über den Regen und das viel zu milde Wetter. Ich: »Es ist Ende Dezember. Da sollte eigentlich so hoch Schnee liegen.« Der Dreieinhalbjährige [winkt ab und seufzt]: »Früher war alles besser!« Er wird sicher mal ein prima Rentner.


Thema Besinnlichkeit. Sie bedeutet, eine Gemütseinstellung von Nachdenken, Ruhe und Feierlichkeit zu haben. Ich hatte in 51 Jahren noch kein einziges besinnliches Weihnachtsfest. Nicht einmal, als meine Kinder klein waren. Diese Erkenntnis stimmt mich gerade ziemlich traurig.


Es schockiert mich nach wie vor, wie einige selbst unter dem Aspekt Gesundheit und Menschenleben immer noch ihre ganz persönlichen Prioritäten setzen. Vielleicht bin ich aber auch nur ein bisschen dumm.


»Im Homeoffice sieht dich niemand weinen…« »Äh, doch. Wir sind in einer Videokonferenz und da steht ein halbvolles Glas Rosé auf deinem Schreibtisch.«


Es gibt Menschen, die dein Seelendepot in nur wenigen Stunden für viele Tage auffüllen.


»Und dein Heiligabend so?« »Ach, ich mach's mir halt allein schön besinnlich.« »Ja. Ich werde auch unterm Baum masturbieren.« Bescherung 2020.


Ich wünsche meiner Omi (94) schöne Weihnachten. Von der Terrasse aus. Mit Maske. Weihnachten 2020. Nächstes Jahr wird es wieder sein wie es immer war: Ich knutsche sie, bis sie herzlich lacht, lege mich in ihre Arme und den Kopf auf ihre Brust. Weihnachten 2021.

Samstag, 13. Juni 2026

.x steht für 10 | 16.12.2020 • 20.12.2020

X steht für 10.


Jeder Mensch ist ein gutes Beispiel. Auch dafür, wie man nicht sein will.


Es war einmal ein kleines Licht, das auszog, die Dunkelheit zu finden. Es war nicht besonders mutig oder stark, aber es trug sein Leuchten im Rucksack und die Gewissheit im Herzen, dass das Schwarz einmal ein Bunt gewesen ist, das nur vergessen hatte, wo seine Farben sind.


Wenn ich ein Gemüse wäre, dann wäre ich eine Marzipankartoffel.


Es ist nicht Corona, das mich so unfassbar müde macht. Die Covidioten sind's.


Ich hab mit Jesus gesprochen. Er sagt, sein alter Herr sei über die Weihnachtsfeiertage im Homeoffice und ihr sollt mit euren Ärschen gefälligst auch zu Hause bleiben.


Ich will ja nicht angeben, aber ich brauche weder Homeoffice noch Weihnachten, um rapide Hüftspeck anzusetzen und abends angetüddelt auf dem Sofa rumzuhängen.


Ich bin fertig. Können wir jetzt bitte einfach vorspulen? Auf 2022 oder so? Danke.


Ich kann meine Dämonen pflegen, indem ich ihnen den Raum lasse, den sie beanspruchen, um zu wachsen. Oder ich kehre ihnen den Rücken zu und werde irgendwann feststellen, dass sie zwar immer noch da, aber eben nur eine Randerscheinung sind.


Ich brauche keine Mittelfinger. Ich kann ›Fick dich!‹ lächeln.


Ihr müsst schon ein bisschen mitmachen, wenn ich hier Toptweets schreiben soll.

Freitag, 12. Juni 2026

.x steht für 10 | 12.12.2020 • 15.12.2020

X steht für 10.


Auch in dunklen Seelen flackert ein Licht.


Es ist nicht egal, was das neue Jahr für mich bringt. Es ist nur sicher, dass ich das Beste daraus machen werde.


Es ist nicht sicher, was das neue Jahr für uns bringen wird. Es ist aber sicher, dass ich meinen Beitrag leisten werde, das Beste draus zu machen.


Verkaufsverbot, aber kein generelles Böllerverbot. An alle, die jetzt freudig ihre ollen Feuerwerkskörper aus dem Keller kramen, um es trotzdem krachen zu lassen: Schiebt sie euch bitte gepflegt in euren unvernünftigen, rücksichtslosen Arsch!


»Das Leben hinterlässt eben seine Spuren.« »Das sind Kopfkissenfalten in deinem Gesicht.«


Oft sind die Dinge, die am schwersten fallen, genau die Dinge, die am nötigsten sind.


Nach 2 Jahren habe ich heute eine besondere Freundin wiedergesehen. Sie ist derzeit in der Klinik: Essstörung, Depression, Borderline. Wir haben Gedanken ausgetauscht. Ernste, tiefe, sehr schwere Gedanken. Und wir haben gelacht. Ja. Vor allem haben wir viel miteinander gelacht.


Ich denke, wir geben der Wut zu viel Raum. So hat sie zu viel negative Macht über uns. Wut kann Antrieb sein. Für Veränderungen, für die uns der nötige Mut fehlt.


»Und welche Erfolge kannst du in deinem Job aufweisen?« »Heute? Es ist kurz vor zwei, das Büro brennt nicht und ich habe immer noch niemanden getötet.«


Liebes Dr. Sommer Team, wenn wir sagen, wir schenken uns nichts, dann schenke ich auch wirklich nichts. Bin ich überhaupt eine Frau?

Donnerstag, 11. Juni 2026

.x steht für 10 | 08.12.2020 • 11.12.2020

X steht für 10.


»Kein Problem, Muddern. Lass dir Zeit im Bad...« »Aaawww. Das ist lieb.« »...du musst dich schließlich restaurieren.« Kind zu verschenken.


Fand es stets unangenehm, wenn mir jemand zu dicht auf die Pelle rückte. Aber jetzt finde ich die Anstands- und Rücksichtslosigkeit richtig scheiße. Bat eine Dame, den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten. Sie: »WARUM?« Die Frage ist die Antwort auf das, was gerade passiert.


Wie ich eben Weihnachtsgeschenke einpacken wollte und feststellte, dass ich noch kein Geschenkpapier gekauft habe. Und keine Geschenke.


Freak, wer noch nie einen Pups mit »Oops!« kommentiert hat.


[Rückruf beim Kollegen] »Du hattest angerufen.« »Ja. War ganz enttäuscht, dass du nicht abgenommen hast.« »Ich bin auch enttäuscht, dass ich nicht abgenommen habe, sondern zu.« »...« »...« »...« »...« »BWAHAHAHAHA! Das war die Denksportaufgabe für Beamte, ne?« 2020 gibt alles.


Nennt mich alt, aber ich weiß noch den Wert eines Geschenkes zu schätzen, der sich nicht in Geld messen lässt.




Immer wenn jemand zu mir sagt: »Jetzt entspann dich doch einfach mal«, bekommt mein Monk Wundstarrkrampf.




»Schlaf schön.« »Geht nicht.« »Warum?« »Ich bin auch wach hässlich.«

Mittwoch, 10. Juni 2026

.x steht für 10 | 01.12.2020 • 07.12.2020

X steht für 10.


Kennt ihr sie noch? Diese Tränen aus Freude und Rührung? Die schmecken nach Weihnachten!


Ich bin gerade so besinnlich. Ich könnte jemanden mit einer bunt blinkenden Lichterkette erdrosseln, während ich ›Stille Nacht‹ singe.


Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und ›Ach, scheiß drauf!‹ zu denken.


Wenn mich noch ein Nikolaus fragt, ob ich seinen Sack anfassen möchte, hat sich das mit meiner Vorliebe für bärtige Männer aber sowas von erledigt.


Also, wenn's Weihachten nichts wird: Ich bin auch bereit für ein Silvesterwunder.


»Und was wünschst du dir zu Weihnachten?« »Mehr Mittelfinger.«


Was wäre, würden wir die Energie, die wir darauf verwenden, uns über die Einschränkungen zu beschweren, einfach nutzen, um den Zauber der stillen Zeit auf uns wirken zu lassen, zu entschleunigen und uns bewusst der Besinnlichkeit hinzugeben? Richtig. Immer noch Weihnachten.


Wenn mit ›am Arsch der Welt‹ der meines Katers gemeint ist, dann wohne ich wohl da.


Zuneigung wird in Aufmerksamkeit und Interesse gemessen.


»Verdammt! Der Lack ist ab.« »Fingernägel?« »Nee. Eher so das Gesamtpaket.«

Dienstag, 9. Juni 2026

.x steht für 10 | 26.11.2020 • 01.12.2020

X steht für 10.


Du bist der Punkt auf meinem Komma.


Seid gut zu euch selbst. Manchmal sind wir alles, was uns bleibt.


Ich kam, sah und dachte: ›Ach du scheiße!‹


Sich für einen Menschen entscheiden ist fast so, als würde man ihm die Hand zu einem Tanz reichen, zu dem die Musik der Ewigkeit spielt.


Ich kann mir keinen Psychiater leisten. Deshalb bin ich hier.


»Nimm's mir nicht übel, Kind. Aber dein Tiramisu fällt schon unter Sterbehilfe.« »Nimm's mir nicht übel, Papa. Aber das ist Chili.«


Nach dem Urlaub fühlen sich Skinny Jeans ja auch immer ein bisschen wie Thromboseprophylaxestrümpfe an.


»Iff hab die Ffnauffe voll!« »Du hast eine ganze Tafel Schokolade im Mund!« »FFNAU-FFE!«


Ich bin sämtliche Szenarien durchgegangen. Sie enden alle mit uns.


»Du darfst dich niemals unter Wert verkaufen.« »Wie hoch, schätzt du, wäre denn mein Preis?« »Unbezahlbar.«