Montag, 4. Mai 2026

.x steht für 10 | 30.07.2020 • 02.08.2020

X steht für 10.


Ein Retweet ist wie ein freundlicher Knuff in die Seite, begleitet von einem geraunten: »Geiler hätte ich es auch nicht sagen können.«


»Was setzt du deinem ›schwarzen Hund‹ entgegen?« »Meine weißen Katzen.«


Ich bin für mehr Purzelbäume und Haha-Momente im Leben.


Ich bin zu bunt, um der Schatten einer Vergangenheit zu sein.


Es ist die Stille, die am lautesten spricht.


Um einen Teufelskreis zu durchbrechen, muss man aufhören, mit seinen Dämonen zu tanzen.


Vielleicht bricht meine Welt gar nicht auseinander, sondern schickt nur einen Reparaturauftrag?


Manchmal, wenn du denkst ›Beschissener kann's jetzt ja wenigstens nicht mehr werden‹, kommt das Leben mit seiner hässlichen Fratze um die Ecke und sagt mit zuckersüßer Stimme: »Ach! Was ich noch vergessen hatte...«


Am lückenlosesten archivieren Frauen ja, wenn sie sauer sind.


Ich hasse den Menschen, der ich bin, wenn ich nicht der Mensch bin, der ich bin.

Sonntag, 3. Mai 2026

.x steht für 10 | 28.07.2020 • 30.07.2020

X steht für 10.


Insummnia. Die Mücke im Schlafzimmer.


Jeder hat doch diesen einen Twitterer, über dessen Ava er morgens leckt und seufzt: ›Meins!‹ Oder?


»ICH BRAUCHE EINE NEUE TASTATUR!« »Ja, und? Deswegen brauchst du doch nicht so zu schreien!« »ICH SCHREIE NICHT! DIE FESTSTELLTASTE KLEMMT.«


Schlimmer als jede Sucht nach Alkohol, Nikotin und Drogen, ist die nach einem Menschen.


Zwischen den gelebten Tagen liegen die gefühlten Jahre und verzerren die Dimensionen.


[früher] »Ich habe euch etwas mitgebracht.« Die Kinder: »Juhuuu! Was ist in der Tüte?« [heute] »Ich habe euch etwas mitgebracht.« Die Katzen: »Juhuuu! Eine Tüte!« Es wird so viel einfacher. Und billiger.


Während andere konsequent ihren Weg gehen, stehe ich am Straßenrand und finde meine Landkarte nicht mehr.


Während andere ihre Fassade aufrechterhalten, bricht meine Welt Stück für Stück auseinander.


Gefühle richten mehr Schaden an als Worte. Denn sie sind deren Urheber.


»Spieglein, Spieglein an der Wa..« »Na? Gestern vergessen, abzuschminken?« »Ich war überhaupt nicht...« »Ich weiß.« »Arschloch!«

Samstag, 2. Mai 2026

.x steht für 10 | 24.07.2020 • 27.07.2020

X steht für 10.


All you need is love and two cats.


Ich packe zu wie ein Mann. Manchmal auch wie zwei. Aktuelles Resultat: Eine zerkratzte Wange, Abschürfungen an Rücken und Bein, Prellungen an Armen und Händen, zwei Platzwunden am Kopf und ein blauer Daumen. Ich bin nicht ungeschickt. Manchmal nur ein Schussel.


Es fällt schwer, neue Wege zu gehen, solange man noch in den alten Schuhen steckt.


Ich war mir selbst immer genug. Dann kamst du und hast mir gezeigt, was Einsamkeit heißt.


Nur ein Mal so gleichgültig sein wie der Kater, der sich ins Katzenklo hockt und völlig entspannt kackt, während ich es gerade saubermache.


Der Vorteil einer XXL Gefriertruhe ist, dass man immer etwas darin findet, das man schon fast vergessen hatte. Heute gibt es Velociraptor.


Im Augenblick versuche ich nur, mein Leben im Gleichgewicht zu halten, damit bei der nächsten Erschütterung die Gefühle nicht überschwappen.


Erst am Ende einer Geschichte weiß man, wie viel Wahrheit in ihren Worten steckte.


Todesursache: Beim Gähnen die Maske verschluckt.


Wenn das Leben dir sagt: »Du hast zwar alles getan. Aber es hat trotzdem nicht gereicht«, dann antworte ihm: »Es hat zwar nicht gereicht. Aber wenigstens habe ich alles getan.«

Freitag, 1. Mai 2026

.x steht für 10 | 21.07.2020 • 24.07.2020

X steht für 10.


Ob Menschen, die dir sagen: »Mach es mir bitte nicht so schwer«, eigentlich wissen, dass sie damit ihre eigene Last auf dich abwälzen?


Ach, guck! Den Gefühlen geht's wie mir: Die sind auch müde und können nicht schlafen.


»Ich habe mich verändert.« »Gar nicht! Du bist immer noch voll nett!« Nett. Offensichtlich meine herausragendste und auch scheinbar einzige Charaktereigenschaft.


Auf einer Skala von ›ganz gut geschlafen‹ bis ›wieder mal die ganze Nacht wach - inklusive einstündigem Wadenkrampf‹: Wie verballert seid ihr heute Morgen?


Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen, um sich ans Vergessen zu erinnern.


»Was hast du denn auf Twitter verloren?« »Mein Vertrauen.«


Wenn ich deine Farbe wäre, wie würde sie aussehen? Wenn ich deine Melodie wäre, wie würde sie klingen? Wenn ich dein Duft wäre, wonach würde er riechen? Wenn ich dein Sinn wäre, wonach würde er schmecken? Wenn ich deine Zeit wäre, welche Form hätte sie?


Die Lebensmittel im Bürokühlschrank haben Namen. Einige von ihnen winken inzwischen schon höflich, wenn ich sie grüße. Andere sind zu faul.


Trauer fragt nicht. Sie ist einfach da. Im Fühlen. Denken. Handeln. Trauer ist individuell. Man ignoriert sie. Oder man verliert sich in ihrer Dunkelheit, um dort Licht zu finden. Bitte urteilt niemals leichtfertig darüber, wie jemand trauert. Es ist seine Trauer. Nicht eure.


Oft - um mich selbst zu schützen - wandele ich Trauer, Schmerz und Enttäuschung in Wut um. Dann bin ich jedes Mal wütend, traurig und enttäuscht, weil ich nicht in der Lage war, mich diesen Gefühlen zu stellen.

Donnerstag, 30. April 2026

.x steht für 10 | 18.07.2020 • 21.07.2020

X steht für 10.


Beim wöchentlichen Einkaufen ziehe ich ja immer einen Ehering an, damit alle denken, ich kaufe die drei Kisten Bier für meinen Kerl.


Dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und seinen Selbstwert zu schätzen.


Ich glaube fest daran, dass es irgendwo auf der Welt diesen einen Menschen gibt, dem man alles wert ist. Trotzdem.


Der Moment, • wenn dein Papa zu Besuch ist, • dich fragt, wie dein Wochenende war, • du »ganz entspannt« antwortest • und er »dachte ich mir« sagt. Das ist der Moment, in dem dir wieder einfällt, dass dein Womanizer noch im Badezimmer liegt.


Loslassen beginnt im Kopf und endet im Herzen.


Wer seinen Tiefpunkt erreicht hat, fällt immerhin nicht mehr.


»Ich hab Muffins für euch dabei.« »Oh. Hattest du Geburtstag?« »Nee. Biotonne war voll.« Kollegen glücklich machen? Kann ich!


Was die Seele satt hat und der Geist nicht mehr verdaut, kotzt der Körper eben aus.


2015 [98 kg] : »Nimm ab! Du wirst krank.« 2020 [53 kg] : »Nimm zu! Das ist krank.« STOPP! Nimm dir das Recht, dich wohlzufühlen. Das ist das einzige Gewicht, das zählt.


Schlussendlich legen immer Taten den Wert aller Worte fest.

Mittwoch, 29. April 2026

.x steht für 10 | 14.07.2020 • 18.07.2020

X steht für 10.


Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und sich zu fragen, ob das alles gerade wirklich passiert.


Klar. Sex ist geil. Aber wurdet ihr schon mal in den Schlaf geschnurrt?


Ich bin heute ein wenig unmotiviert und ehrlich erleichtert, dass Atmen immer noch ein Reflex ist.


Manche gehen mit meiner Geduld um, als hätten sie dafür eine Flatrate.


Manchmal ist die Leere im Kopf nur ein Übermaß an Gedanken.


Das Schicksal wird sich schon was dabei gedacht haben, als es uns hier zusammengewürfelt hat.


Für weniger vielleicht und mehr viel leichter.


Als ich die Twitter App installiert habe, dachte ich, das hat was mit Vögeln zu tun. Und jetzt weiß ich auch nicht.


Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es eben immer noch scheiße.


Und plötzlich ist alles, was mal zählte, nichts mehr wert, weil der Preis zu hoch ist. Leben ist eine harte Währung.

Dienstag, 28. April 2026

.x steht für 10 | 11.07.2020 • 14.07.2020

X steht für 10.


Die schlimmste Form von Aufmerksamkeit, die man mir entgegenbringen kann, ist die aus purem Pflichtgefühl.


Im Nachhinein war es von vornherein klar.


Die Sehnsucht legt sich über mich und trägt meine Gedanken durch die Nacht.


Ich hab ja gehört, es gibt Vollidioten [auch ich], die durchs Fenster auf ihre Terrasse klettern, sich von der Katze aussperren lassen und dann wegen des Sicherheitsnetzes dort festsitzen.


Was wir nicht ändern, ändert uns und alles, was uns nah ist.


»Frieda, du kannst die Hand vom Schaltknauf nehmen. DER BLEIBT HART!« Ich hasse Beifahrer.


Wenn der Satz »Wir müssen reden« fällt, ist meistens schon alles gesagt.


Zwischen ›gepflegt einen an der Waffel haben‹ und ›angebrannte Crêpes‹ liegen ja auch Welten.


Gehe für Mama und mich einkaufen und habe 3 Pakete Klopapier und 6 Küchenrollen im Einkaufswagen. Kunde hinter mir: »Ey! Corona ist vorbei!« Ich: »Ach, wirklich? Dann haben wir's ja geschafft. Endlich nicht mehr mit Palmenblättern den Arsch abwischen, ne?« Leute...


Bei Facebook lernt man Bekannte kennen. Bei Twitter auch ein bisschen sich selbst.