Sonntag, 10. Mai 2026

.x steht für 10 | 17.08.2020 • 21.08.2020

X steht für 10.


»Auf Twitter bist du lustiger.« »Auf Insta bist du hübscher.« »...«


Der 3-Jährige: »Tante? Darf ich zu dir?« Ich: »Gerne, mein Schatz.« Der 3-Jährige: »YEAH! Ich komme sofort!« Ich: »Die Kätzchen schlafen allerdings.« Der 3-Jährige: »Okay. Dann nicht.« Ohne die Kater bin ich wohl der uninteressanteste Mensch der Welt.


Vor lauter Lieben das Leben verpassen.


Immer wenn ich auf die Knie gehe, klatscht mir einer der Kater seinen Schwanz ins Gesicht. Aktueller Respektstatus: Katzennutte.


Immer nach vorne schauen. Was hinter uns liegt, haben wir schon gesehen.


Diese Nacht schreit nach Whisky, Schokolade und Ibu 800.


Gesund sollten sie sein: Der Körper. Der Geist. Die Seele. Die Liebe.


Manchmal war ein Ende schon so oft da, dass wir gar nicht merken, wenn es geblieben ist.


Retweeten ist ja wie Weitertratschen. Nur auf liebenswerte und anerkennende Weise.


Heute vor 3 Jahren erhielt ich die Nachricht ›tumor- und metastasenfrei‹. Ich trennte mich nach 30 Jahren und zog 10 Tage später in meine erste eigene Wohnung. Kopfüber in ein neues Leben. Ich habe Wasser geschluckt, bin untergegangen, aufgetaucht. Ich lernte, zu schwimmen.

Samstag, 9. Mai 2026

.x steht für 10 | 14.08.2020 • 17.08.2020

X steht für 10.


Ich würde ja gerne mal abschalten. Aber mir ist im Kopfkino der Knopf unter den Sitz gefallen.


Wir haben keinen Einfluss darauf, welche Erinnerungen wir sammeln. Aber wir haben in der Hand, wie viele schlechte Erinnerungen wir schaffen.


Da willst du ein Mal glücklich sein und dann macht der andere nicht mit.


Nach endlosen Monaten des Aufruhrs, gefühltem Gewinn und gelebten Niederlagen, des kräftezehrenden Stillstands und dem Kampf mit der Zeit, neben sich stehend gefangen in sich selbst, reicht ein Augenblick, ein Schritt. Und plötzlich ist alles im Wandel.


Manchmal ist Mut nur ein Gefühl, das stärker ist als der Verstand und eine Liebe, die größer ist als der Stolz.


Es gibt Menschen, die müssen Glücksmomente sammeln und eintuppern, um in schlechten Zeiten davon zu zehren. Ich gehöre zu der Sorte Menschen, die etwas chaotisch und unordentlich sind. In mir liegt immer irgendwo ein bisschen Glück rum.


Bin heute mit einem dicken Auge, einem blauen Fleck an der Schulter und einer Schramme am Bein aufgewacht. Das würde mir Rätsel aufgeben, hätte ich mir nicht gerade beim Reinigen des Katzenklos die Schaufel gegen die Lippe gedonnert, was erklärt, dass ich einfach nur doof bin.


Hört mir auf mit Parties! In meinem Alter bin ich ja schon froh, nach einer Familienfeier nicht im Krematorium aufzuwachen.


Ich will deinen Atem im Nacken, deinen Bauch in meinem Rücken, deine Hand auf meiner Brust und meine Beine mit deinen verschlungen. JA! AUCH BEI DIESEM WETTER!


Was wohl aus mir geworden wäre, wenn ich Liebesbriefe nicht immer korrigiert und mit den Worten ›Das üben wir nochmal‹ zurückgegeben hätte?

Freitag, 8. Mai 2026

.x steht für 10 | 12.08.2020 • 14.08.2020

X steht für 10.


»Und welche Erfolge kannst du in deinem Job aufweisen?« »Heute? Es ist halb eins und ich habe immer noch niemanden getötet.«


Manche Engel machen ›Miau‹.


Es gibt nichts mehr zu sagen. Aber ich würde dir gerne noch so viel erzählen.


Die Zeit ändert sich nicht. Aber die Zeit ändert uns.


Mit ein bisschen Konfetti in der Tasche ist man immer richtig angezogen.


Irgendwann ist es zu spät für zu früh.


[Raucherpause] Kollege: »Hast du mal Feuer?« Ich: [ziehe Feuerzeug aus dem BH] Kollege: »Huch! Das ist ganz warm!« Ich: »Natürlich. Ich bin alt, nicht tot.« Kollege: »Das macht allerdings Sinn.« [Feierabend]


Und was machen wir jetzt mit all den angebrochenen Erinnerungen?


Richtig interessant wird's ja erst, wenn von der Oberflächlichkeit der Lack abblättert.


Ich denke jedes Mal, dass sich jetzt tatsächlich etwas ändert. Ich bin aber auch doof.

Donnerstag, 7. Mai 2026

.x steht für 10 | 09.08.2020 • 12.08.2020

X steht für 10.


Glücksmomente konservieren und ins Leben investieren.


Heute vor drei Jahren traf der Krebs eine Entscheidung und schickte mich auf meinen Weg. Ich wusste nicht, wie ich ihn bewältigen sollte, nur dass. Ich hatte keine Sicherheit, nur einen unbedingten Lebenswillen. Ich hatte keinen Plan, nur ein Ziel. Ich bin angekommen.


Leute, die hinter ein Kompliment ein »Aber...« packen, sollten es doch besser gleich ganz bleiben lassen.


Diese Menschen, die dir unverblümt sagen, dass du bescheuert bist. Dir auch die Dinge sagen, die weh tun. Nicht, um zu verletzen, sondern weil sie dich lieben. Weil dein Wohl ihnen am Herzen liegt. Die nennt man Freunde.


Schiebt ruhig mir die Schuld in die Schuhe. Ich laufe barfuß.


Und dann muss man sich am Abend auch mal selbst ein High Five geben. Nur so. Und weil man einen weiteren Tag überstanden hat.


Der Moment, in dem man sich eingesteht, seine Grenze erreicht zu haben, ist oft der Moment, in dem man realisiert, dass man sie schon längst überschritten hat.


Solange Titten mehr Favs bekommen als Worte, ist und bleibt Twitter ein Puff.


Twitter ist wie eine Fleischtheke. Irgendeine Wurst ist immer beleidigt.


Beim Messerablecken beinahe die Mandeln entfernt. Deep kann ich.

Mittwoch, 6. Mai 2026

.x steht für 10 | 05.08.2020 • 09.08.2020

X steht für 10.


Ich will Sehnsucht, die gestillt wird. Ich will Tränen, die gelacht sind. Ich will Liebe, die einzigartig ist. Ich will Hoffnung, die erfüllt wird. Ich will Träume, die gelebt werden. Ich will Leben.


»Mist! Ich bekomme die Fesseln nicht mehr auf.« »Orrr. Leck mich doch am Arsch!« »JA WIE DENN?«


Zuhause ist, wo der BH in die Ecke fliegt. Punkt.


Ich habe in meinem Leben genug Scheiße durchgemacht, um zu einer selbstständigen Frau zu werden, die verdammt gut allein auf sich aufpassen kann. Trotzdem will ich einen Mann, der mich beschützt. Weil er es will. Nicht, weil er glaubt, dass er es muss.


Als die Skepsis verteilt wurde, saß ich mit Rotkäppchen im Wald und habe die Bären gefüttert, die mir aufgebunden wurden.


Manche hungern nach Leben und werden niemals wirklich satt, weil sie so viele schlechte Gefühle in sich hineinstopfen, dass ihnen von den guten übel wird.


Das Argument: »Hör auf, in meine große Fußzehe zu beißen, ich beiße doch auch nicht in deine!« zieht beim Kater überhaupt nicht. Komisch.


Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich schlafen gehe, bevor ich betrunken Dummheiten mache.


Ich bin dann mal weg bis ich wieder da bin.


I want someone to look at me and think: ›She's my happy ending.‹

Dienstag, 5. Mai 2026

.x steht für 10 | 02.08.2020 • 05.08.2020

X steht für 10.


»Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.« »Ffdimmd niffd!«


Wut ist die Summe aller Enttäuschungen.


Irgendwann werde ich sie wiederfinden. Die Ruhe in mir. Um Gedanken zu sortieren. Wahrnehmungen zu nuancieren. Und Emotionen zu dekomponieren. Danach kann ich zufrieden auf die Ordnung blicken. Die Buntstifte rausholen. Und eine Zukunft malen.


Halb drei Uhr nachts. Wieder mal schlaflos. Der Kater kommt zum Kuscheln unter die Bettdecke, leckt erst über meinen Bauch und zähnekneift mich dann ins Kinn. Er hat mir auf charmante Art gesagt, dass ich zu dick bin, ne?


Beim Küssen muss man leise sein, damit die Seelen miteinander flüstern können.


[auf einem Parkplatz] Aus meinem Autoradio spielt gerade Rammsteins ›Deutschland‹ aus. Zwei Passantinen: »Was erwartest du auch von einer Tätowierten?« [Bedřich Smetanas ›Die Moldau‹ klingt an] »...« »...« »Ähm. Naja. Das jetzt nicht.«


Es gibt Dinge, die weiß man längst, aber lässt den Gedanken nicht zu, weil man vor dem Gefühl zurückschreckt.


Die, die immer noch ständig ihre Maske zu Hause vergessen, sind bestimmt auch die, die sehr, sehr spät der Windel entwöhnt waren.


Die Größe eines Wortes wird in seiner Umsetzung gemessen.


[in der Bäckerei] Kunde zieht zum Sprechen jedes Mal die Maske unters Kinn. Ich weise darauf hin, dass sie gerade dann wegen der Aerosole über Mund und Nase bleiben muss. »Ich hab die sonst immer auf!« Nun gut. Dann schütze eben nur dich und scheiß auf alle anderen. Covidiot!

Montag, 4. Mai 2026

.x steht für 10 | 30.07.2020 • 02.08.2020

X steht für 10.


Ein Retweet ist wie ein freundlicher Knuff in die Seite, begleitet von einem geraunten: »Geiler hätte ich es auch nicht sagen können.«


»Was setzt du deinem ›schwarzen Hund‹ entgegen?« »Meine weißen Katzen.«


Ich bin für mehr Purzelbäume und Haha-Momente im Leben.


Ich bin zu bunt, um der Schatten einer Vergangenheit zu sein.


Es ist die Stille, die am lautesten spricht.


Um einen Teufelskreis zu durchbrechen, muss man aufhören, mit seinen Dämonen zu tanzen.


Vielleicht bricht meine Welt gar nicht auseinander, sondern schickt nur einen Reparaturauftrag?


Manchmal, wenn du denkst ›Beschissener kann's jetzt ja wenigstens nicht mehr werden‹, kommt das Leben mit seiner hässlichen Fratze um die Ecke und sagt mit zuckersüßer Stimme: »Ach! Was ich noch vergessen hatte...«


Am lückenlosesten archivieren Frauen ja, wenn sie sauer sind.


Ich hasse den Menschen, der ich bin, wenn ich nicht der Mensch bin, der ich bin.