Sonntag, 26. April 2026

.x steht für 10 | 07.07.2020 • 09.07.2020

X steht für 10.


Versehentlich ein paar Gramm Gras mitgewaschen. Erst hat die Maschine gechillt, jetzt frisst sie wie bekloppt Socken.


»Wo siehst du deine Zukunft?« »In deinen Augen.«


»Du musst zunehmen. Dein Körper braucht das, wenn du krank bist.« »Du musst abnehmen. Sonst wirst du krank.« Können Menschen nicht einfach die Fresse halten?


Ein Mann muss küssen können. Immer. Und vor allem überall.


Bin gerade in mich gegangen. Stelle fest: Hier muss dringend entrümpelt werden.


An alle übernächtigten Eltern: Ja! Es kommt der Tag, an dem ihr euer völlig verkatertes Kind mittags um zwölf aus dem Schlaf brüllen könnt.


Lasst niemals zu, dass Tränen das Bunt aus euren Augen waschen.


»Ich bin etwas Besonderes.« »Du bist selten dämlich.« »Selten?« »Eine Rarität.« »Etwas Besonderes!« Es kann so einfach sein.


Die Ankündigung von Taten sind auch nur Worte.


Wenn der innere Motor jault, sollte man vom Gas gehen oder in den nächsten Gang schalten.

Samstag, 25. April 2026

.x steht für 10 | 05.07.2020 • 07.07.2020

X steht für 10.


Der 3jährige: »Ich habe ein Fahrrad!« Ich: »Super!« Er: »Ich hab sogar eine Klingel.« Ich: »Toll!« Er: »Und einen Ständer!« Ich: »Ja. Das auch irgendwann.«


Ab und zu rolle ich die Augen nach innen und schaue irritiert auf das, was da schon wieder los ist.


»Weshalb ist Mama eigentlich so entspannt?« »Ich glaube, sie raucht unser Katzengras.«


Am lautesten knackt es ja im Herz, wenn die Gewissheit einrastet.




Wenn du bei einer Polizeikontrolle nach Alkohol und Drogen gefragt wirst, ist »Das reicht aber nicht für uns alle« nicht die beste Antwort.


Kein Weg ist so beschwerlich, so verzweigt und irreführend, zwingt so oft in die Knie, führt über so viele Höhen und Tiefen und lässt so viele auf der Strecke, wie der Weg zu sich selbst.


Der Kuss ist erst dann richtig gut, wenn die Klamotten schon auf dem Boden liegen, noch bevor er zu Ende ist.


Wie ich dachte, ich sei nun endlich so müde, dass ich schlafen kann, und dann feststellen muss: Es ist dieses andere Müde, das mich sowieso nicht schlafen lässt.


»Lass dich von links fotografieren. Das ist deine Schokoladenseite.« »Oh! Sehe ich da etwa besser aus?« »Nee. Aber du hast da Nutella an der Backe.«

Freitag, 24. April 2026

.x steht für 10 | 02.07.2020 • 04.07.2020

X steht für 10.


Müsste sich meine heutige Motivation über eine Pflanze definieren, wäre sie wohl Moos.


Ich will ja nicht nörgeln. Aber hätten Männer kleinere Hände, kämen sich meine Brüste auch nicht so winzig vor.


Wenn du akzeptierst, wer und wie du bist, und auch, dass manche das akzeptieren und manche eben nicht, dann ist's gut.


Wichtiger als der, dem du oben deine Briefmarkensammlung präsentieren darfst, ist doch der, dem du im Keller deine Leichen zeigen kannst.


Manchmal muss man loslassen, um nicht noch tiefer zu fallen.


Perfekt ist's nur mit kleinen Macken.


»Wie oft formulierst du den Tweet eigentlich noch um?« »So lange, bis er scheiße ist. Dann hau' ich ihn raus.«


Wer's nicht versucht, hat's nie gewollt.


Habt ihr schon mal über den irrationalen Schmerz nachgedacht, der durch emotionale Erschöpfung verursacht wird? Tut das nicht. Es macht müde.


Eigentlich will ich nur bei irgendwem aufn Arm, der die Fresse hält und mich schlafen lässt.

Donnerstag, 23. April 2026

.x steht für 10 | 28.06.2020 • 01.07.2020

X steht für 10.


Entfolgung nicht immer als Affront sehen, sondern als Tatsache, dass sich Interessen eben manchmal ändern.


Sich um jemanden sorgen, ist wohl eine der innigsten Formen der Zuneigung.


»Haben alle deine Tattoos eine Bedeutung?« »Ja.« »Auch die Initialen?« »Nee, also da waren die letzten Nudeln aus der Buchstabensuppe die Vorlage.«


Was man gerne mal vergisst: ›schon immer‹ bedeutet nicht zwangsläufig ›auf ewig‹.


»Wen willst du eigentlich beeindrucken?« »Mich. Nur mich. Denke, das reicht.«


Fav ist das Lob. Retweet die Umarmung dazu.


Immer wenn jemand zu mir sagt: »Mach' dir keinen Kopf!«, denke ich: ›Ich hab' doch eh schon einen - auch wenn mir ein anderer lieber wäre.‹


Statt sich ständig drüber auszulassen, was gerade scheiße ist, öfter mal sagen, was man schön findet. Muffelprävention leicht gemacht.


»Du tust mir gut.« Nicht nur denken, auch mal sagen. Das tut zwei Menschen gut.


Angst ist nur so groß wie der Raum, den du ihr lässt.

Mittwoch, 22. April 2026

.x steht für 10 | 25.06.2020 • 28.06.2020

X steht für 10.


[ˈtantə ˈfʁiːda] @dietantefrieda  25. Juni 2020
»Was hast du auf dem Herzen?« »Acht Pfoten.«


Wer mich unter Tränen zum Lachen bringt, den mag ich.


Und dann wären da noch all die Tweets, die nun nicht mehr geschrieben werden, weil wieder ein Kater auf meiner Hand eingeschlafen ist.


»Wissen Sie...« [klemmt die Zigarette lässig zwischen die Finger] »Ich bin ganz cool.« [verbrennt sich an der Glut] [heult wie ein Mädchen]


Röcke sind zum Hochschieben da.


Mit 18k Followern musst du besser aufpassen, was du so twitterst. Falsch. Was ich muss, ist genauso authentisch bleiben wie mit 18 Followern.


»Wie verhütest du?« »Ich trage einen FCB-Fan-Schlüppi.«


Ich wünschte, mein Bauch wäre so flach wie die Witze, die manche hier zwecks Anmache unter einen Tweet rotzen.


Manche Menschen machen glücklich, ohne dass sie es merken. Und das ist manchmal gut so.


Ich bin so alt, ich wurde noch von Dr. Sommer und Erika Berger aufgeklärt.

Dienstag, 21. April 2026

.x steht für 10 | 22.06.2020 • 25.06.2020

X steht für 10.


Ich bin ja für viel mehr • Kokolores • Mumpitz • Firlefanz • Tohuwabohu • Schabernack • Sapperlot • Halligalli • Schlingel • Kauderwelsch • Larifari • Schisslaweng • Techtelmechtel in unserem Sprachgebrauch.


Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen, Whisky zu trinken und Brownies zu essen.


Drei Jahre nach der ersten Krebsdiagnose bin ich wirklich tiefenentspannt. Aber dieser kurze Moment, wenn der Arzt bei der Untersuchung die Stirn runzelt, entlockt mir immer noch ein nervöses Augenzucken.


Es gibt Tweets, die würde ich auch dann noch mehrfach retweeten, wenn sie kostenpflichtig wären.


Natürlich kann man seit Wochen nur drei Stunden pro Nacht schlafen und sieht trotzdem noch aus wie der junge Morgen. Nur eben ich nicht.


»Guten Morgen.« »Warum?« »Warum nicht?« Berechtigte Frage.


»Voll schön deine Tattoos.« »Danke.« »Du bist ein richtiges Kunstwerk!« »Ruine mit Graffiti trifft's wohl eher.«


Ich will nicht auf den Arm. Ich will auf den Schoß. Nackt.


»Bist du nicht ein bisschen zu alt für so einen Blödsinn?« »Bist du nicht ein bisschen zu schmerzempfindlich für so eine Frage?«


Noch 374 Minuten bis Flauschalarm ♡²

Montag, 20. April 2026

.x steht für 10 | 18.06.2020 • 21.06.2020

X steht für 10.


Ich: »Gerade bräuchte ich wirklich ganz dringend…« Leben: »Umarme dich selbst und hör auf, zu nerven.« Ich: »Na, gut.« [schulterzuckend ab]


Mein Leben lang habe ich die Erwartungen anderer erfüllt. Bis mir bewusst wurde, dass der einzige Mensch, dem ich es Recht machen muss, der Mensch ist, den ich sehe, wenn ich in den Spiegel schaue.


Nicht nur immer werden. Endlich auch mal sein.


Mal nicht nach sich suchen, wenn man sich verloren hat, sondern einfach warten, ob man von selbst den Weg zu sich zurückfindet.


Was hier gerade passiert, macht mich sprachlos. Ich hoffe, euch ist bewusst, dass ihr der Dreck seid, durch den ihr andere zieht.


Ich stelle mir gerade vor, wie ein paar von uns in hundert oder zweihundert Jahren unter ›Zitate, Aphorismen, Lebensweisheiten‹ geführt werden: »Penis!« @ xy [1969-2070], Philosoph und Twitterer


Alles beginnt und endet mit einer Vorstellung.


Stimmungsschwankungen erreichen Stellen, da kommt ein »Hä? Was ist los?« gar nicht hin.




Der Moment, in dem sich Himmel und Hölle auftun, du einen frostigen Schweißausbruch bekommst und atemlos hyperventilierst. Das ist der Moment, wenn deine Mutter sagt: »Ich weiß. Ich kenne deinen Twitter-Account.«