Dienstag, 24. März 2026

.x steht für 10 | 12.02.2020 • 16.02.2020

X steht für 10.


Sich verlassen können. Auf etwas. Auf jemanden. Das nenne ich Wertschätzung und Respekt.


[im Büro] »Herr Sittich hat angerufen.« »Wie ist denn sein Vorname?« »Weiß ich nicht. Warum?« »Willi wäre toll.« »Wa…? Nein! Bitte sag's nicht!« »WILLISITTICH! Bwahahahaha!« Falls ihr euch fragt, wie es heute mit meiner Arbeitsmoral steht.


Sagen. Statt Spekulieren. Fragen. Statt Interpretieren. [aus der Reihe ›Kommunikation leicht gemacht‹]


Es gibt Wünsche, die schmerzen. So sehr, dass sie im Verborgenen liegen. So tief, dass du sie schon vergessen hattest. Und doch reicht ein kleiner Funke und sie sind wieder präsent.


Mein inneres Kind ist gerade in der Pubertät.


[im Büro] Zum Geburtstag des Kollegen blasen wir 40 Ballons auf. Kollegin: »Die sehen aus wie Kondome!« Mir entwischen zwei beim Zusammenknoten und flattern orientierungslos durchs Zimmer. Ich: »Guck. Genau so bin ich zu meinen Kindern gekommen.«


Am ehrlichsten ist man, wenn man gar nicht erst über Wahrheit nachdenken muss.


Manche Dinge zeigen erst im Nachspüren ihre wahre Gestalt.


Nie ist jemand da, wenn man mal wieder völlig unterknutscht ist.


Ängste sind Steine, die man sich selbst in den Weg legt.

Montag, 23. März 2026

.x steht für 10 | 07.02.2020 • 12.02.2020

X steht für 10.


Ich koche jetzt zum ersten Mal ein komplett veganes Menü. Bin schon gespannt, bei welchem Pizzaservice wir nachher bestellen.


Manchmal lässt sich weder wissen, ahnen, noch fühlen, ob etwas richtig oder falsch ist. Manchmal kann man es nur wagen, erfahren und dann spüren.


Manche Geschichten schaffen's eben nicht über den Prolog hinaus.


Es ist wichtig, sich, wenn man zerbrochen ist, mit ganz besonderer Sorgfalt wieder zusammenzusetzen, damit nur Narben und keine offenen Wunden bleiben.


Erst wenn man losgelassen hat, spürt man, dass man sein Leben wieder selbst in der Hand hat.


Wie sie alle entfolgen, wenn ich ein Selfie poste. Selber hässlich, ey.


Die Dinge, bei denen du die meiste Hilfe nötig hättest, sind die Dinge, die du am Ende doch mit dir allein ausmachst.


Wer teilt dieses Jahr eigentlich die Valentinspaarungen ein?


Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Wenn an der Tür ›DRÜCKEN‹ steht, ziehe ich erstmal.


Deinen Selbstwert findest du oft erst dann wieder, wenn du mit dem Gesicht voran am Boden liegst.

Sonntag, 22. März 2026

.x steht für 10 | 04.02.2020 • 07.02.2020

X steht für 10.


Irgendwann wird das, wovon du glaubtest, drüber zu stehen, unter dir zusammenbrechen.


Passt auf, wem ihr euer Leuchten schenkt. Er könnte es zum Strahlen bringen. So hell wollt ihr nie wieder für jemand anderen sein.


Die Angst gehört den Zweiflern.


Die Autokorrektur schlägt mir statt ›Sitzung‹ ›Sitzdildo‹ vor, und... JA, VERDAMMT! ICH ÜBERLEGE NOCH.


Angst ist nicht die Abwesenheit von Liebe. Angst ist die Anwesenheit von zu viel Liebe.


»Wir könnten schon viel leichter sein«, sagte der Verstand zur Seele. »Tut mir leid, dass ich so schwer bin«, flüsterte das Herz.


»Da liegt ein Vielleicht rum. Gehört das irgendwem?« »Mir ganz sicher nicht.«


Aufgrund einer Hormontherapie bei Brustkrebs produziert mein Körper nur noch so viele weibliche Hormone wie der eines Mannes. Das erklärt schon mal das ›Mimimimi‹ bei meiner letzten Erkältung.


Manchmal ist Twitter wie ein Tattoo: Viele kleine Nadelstiche, die sichtbar unter der Haut bleiben.


Die Interpretation spricht viele Sprachen.

Samstag, 21. März 2026

.x steht für 10 | 31.01.2020 • 04.02.2020

X steht für 10.


Aus den Trümmern einer Welt, die zusammenbrach, neue Wege bauen. Und eine Mauer ums Herz.


Leben auf dem Land heißt auch, sich die Pizza vom Lieferdienst in die Lieblingkneipe bringen zu lassen.


Ich will ein Klingelschild mit dir.


Ich habe keine guten oder schlechten Tage. Ich habe nur bessere oder schlechtere.


Der Mensch ist, was er tut. Nicht, was er sagt.


Irgendwann kann man nichts mehr wegstecken, weil alle Taschen voll sind.


Manche Dinge müssen passieren, damit wir verstehen, was mit uns passiert.


Wo kann man sich eigentlich selbst aufgeben? Ich will weg von mir.


Schon erstaunlich, wie still ›Freunde‹ sich aus deinem Leben verabschieden, wenn du besser bist als sie. Oder es dir schlechter geht als ihnen.


Dear cancer, thank you for making me stop and listen and remember what's truly important. You can go now! [Verfasser leider unbekannt] Heute ist Weltkrebstag 🎗 Bitte achtet auf euch und geht zur Vorsorge.

Freitag, 20. März 2026

.x steht für 10 | 28.01.2020 • 30.01.2020

X steht für 10.


Lieblingskollege: »Du bist die Blume an meinem Revers.« »...« »Du bist der Käse auf meiner Pizza.« »...« »Du bist jeder Stern an meinem Himmel.« »...« »Du bist die Fistel...« Ich: »ALTAAAAAAA?« Er: »Endlich beachtest du mich.« Falls wer fragt, wie's im Büro war: SO!


Es ist nie die Liebe selbst, die schmerzt. Es ist das mit ihr Sein.


Eifersucht empfinden oft die Menschen, deren Selbstzweifel zu groß sind. Eifersucht empfinden aber auch die Menschen, deren Zweifel zu oft berechtigt waren.


Keine Tränen mehr im Tränenmeer.


Ich mag mich nicht, wenn ich bin wie ich bin, weil ich nicht sein kann, wie ich eigentlich wäre, könnte ich sein, wer ich bin.


Die Stille ist voller schreiender Gedanken.


Die Dunkelheit hat viele Farben.


»Wenn du dir Katzen anschaffst, kann ich nicht mehr zu dir nach Hause kommen. Ich mag Katzen nicht.« Tjanun. So muss eben jeder seine Prioritäten setzen.


Drei 14-Jährige bezeichnen eine Mitschülerin in der Bahn lautstark als ›Missgeburt‹, weil die nicht wie sie auf Fick-die-Welt-Gangster-Bitch macht. Ist das eine pubertäre Fehlzündung im Hirn oder geht das noch zu Lasten der Erziehung?


Vom Dürfen, aber nicht sollen. Vom Müssen, aber nicht wollen. Vom Mögen, aber nicht können. Leben ist ein fucking Modalverb!

Donnerstag, 19. März 2026

.x steht für 10 | 25.01.2020 • 28.01.2020

X steht für 10.


Ich hab mich irgendwo in deinen Gedanken verloren.


Zum Monatsende nur noch Restetwittern.


Habe geträumt, ich sitze nackt auf einer Wäscheleine, trällere Songs von Marianne Rosenberg und trinke Gin. Finde das komisch. Ich mag gar keinen Gin.


»Ich habe Post bekommen. Wenn ich heute in Rente gehe, bekomme ich monatlich 54 Euro.« »Rente? Du bist 23!« »Reicht für Netflix und Spotify.« Diese jugendliche Unbeschwertheit ist einfach erquicklich.


Omi sagt immer: »Wenn du weinen musst, setz dich in eine Ecke und lass alles raus. Das nimmt Gewicht von der Seele. Dann wischst du dir den Rotz von der Nase, stehst auf und gehst viel leichter aus dem Haus. Auch mit schwerem Gepäck.« Ich bin dann mal unterwegs...


Manche Tage sind nur hellere Nächte.


Man musst akzeptieren, wer man war, um zu respektieren, wer man ist.


Gefühle. Manchmal ein Feuerwerk. Manchmal nur Blindgänger.


Umarmungen wärmen das Innen von außen.


Ein Monk ist ein zutiefst missverstandenes Geschöpf, das unter anderem von der von ihm annähernd genauso genervten Umwelt genervt ist.

Mittwoch, 18. März 2026

.x steht für 10 | 22.01.2020 • 25.01.2020

X steht für 10.


Ich habe gar nicht so viel Nackenmuskeln wie ich den Kopf schütteln möchte.


Der Krebs hat mich nicht egoistisch gemacht. Er hat mir nur gezeigt, was mir im Leben zusteht und worauf ich verzichten kann.


Alle Gefühle gefühlt. Alle Gedanken gedacht. Und dann reicht ein Körnchen Emotion auf einer winzigen Synapse, um jede Wahrnehmung auf Werkseinstellung zurückzusetzen.


Früher musste ich auf mich alleine aufpassen. Später konnte ich auf mich alleine aufpassen. Und jetzt will ich auf mich alleine aufpassen.


»Weißt du noch, wie es wahr?« »Du meinst ›war‹.« »Nein.«


»Ich hätte echt nicht gedacht, dass Sie so nett sind.« »Wieso das denn?« »Weil Sie doch so viele Tattoos haben.« Aha. Okay. Zum Mitschreiben: Beim Tätowieren wird Farbe in die Haut hinein, nicht Freundlichkeit aus dem Charakter hinaus transportiert.


Ich habe Schnupfen und fühle mich richtig, richtig elend. Vermutlich wächst mir gerade ein Penis.


Da kann es noch so fest schlafen: Sobald du denkst: ›So eine Scheiße kann mir nie passieren‹, wacht das Leben auf und sagt: »Doch!«


Ich bin jetzt ›Für so'n Scheiß ist mir meine Restlebenszeit zu kostbar‹ Jahre alt.


Es gibt Dinge, die sollte man leben, nicht nur haben: Glück, Liebe, Zufriedenheit. Es gibt Dinge, die sollte man nicht leben, wenn man sie hat: Wut, Angst, Unzufriedenheit.