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Dienstag, 1. Juli 2025

.alma | welcome to villa wunderbunt

Nanu? Wer ist denn da an der Tür?

Gestern um halb eins war sie endlich da. Nach langem Warten und leichtem Ärgern über die verzögerte Zustellung, hat Alma ihre Reise von Thorn, Polen, nach Seeheim unbeschadet überstanden.

Mit sichtbar viel Liebe ist Alma durch die sorgfältigen und gewissenhaften Hände von Izabela entstanden.

Willkommen in deinem neuen Zuhause, Alma. Willkommen in der Villa Wunderbunt. Schön, dass du endlich bei uns bist!

Ich habe es bereits bei Ida so gehandhabt: ihr Outfit wird der Jahreszeit anpasst .. auch wenn es mir ein wenig leid tat, Alma ihrer spätsommerlichen und wirklich unglaublich sorgfältigen und akkuraten Kleidung zu schälen und ihr ein hochsommerliches Outfit anzuziehen. Welches im übrigen viel zu groß, weil nämlich für eine andere Sorte Puppen mit gänzlich anderen Proportionen hergestellt worden ist. Was ich in der Aufregung meiner Vorfreude natürlich nicht beachtet oder gar realisiert habe. Nun denn, im Sommer mag man's ja eh eher luftig.


Wichtigster Teil meines Herzens bleibt mein viel zu früh verstorbener Paul. Diesen wundervollen Geist darf Alma als erstes kennenlernen.

Und nun?

Schau dich um, Alma. Fühle dich wohl. So wohl, wie ich mich schon jetzt mit dir fühle.

Vorerst nimmt Alma auf dem derzeit eher weniger benötigten Holzofen Platz. Auch, um vor den Zähnen und Krallen der Katzmänner in Sicherheit zu sein (denen ist nämlich damals Ida zum Opfer gefallen). Und nun hoffe ich, dass sie mich genauso durch meinen Blog begleitet wie ihre Vorgängerin. Mit ihr hat mir das Fotografieren nämlich nochmal mehr Spaß gemacht und zaubert mir auch heute noch ein Lächeln auf die Lippen.

Man mag von meiner "Adoption" halten, was man mag. Eine Studie ergab, dass rund fünfzig Prozent aller Erwachsenen ein Stofftier hat. Sie haben diese aus verschiedenen Gründen, oft ähnlich denen von Kindern. Stofftiere und Puppen dienen als Trostspender, zum Stressabbau oder zur Vermittlung von Geborgenheit. Oftmals erinnern sie an eine unbeschwertere Zeit oder bieten eine Verbindung zu positiven Erinnerungen. Zudem können sie als Übergangsobjekte fungieren und beim Umgang mit Stress oder Veränderungen helfen. Die Funktionen und der Gebrauch sind zahlreich. Ich persönlich schaue mir schöne und mit Liebe angefertigte Dinge einfach sehr, sehr gerne an, fühle mich wohl mit ihnen und binde sie daher auch gerne in meinen bildlich dargestellten Tagesablauf ein. Fertig.

Freitag, 28. März 2025


Auf leisen Pfoten kommen sie wie Boten der Stille, und sacht, ganz sacht, 
schleichen sie in unser Herz und besetzen es für immer mit aller Macht.

Eleonore Gualdi










Sonntag, 19. Januar 2025

.fotofragezeichen am sonntag | januar {3. runde}

Nach alter Manier sammelt Andrea wöchentlich die schönen Erlebnisse der vergangenen Woche, aber auch die Denkanstöße und Ärgernisse. Nach neuer Manier stellt sie allem voran noch zwei kleine Fragen, die wir mit der Kamera interpretieren. Hier sind die aktuellen Fragen und meine Antworten.

Was ist deine liebste Farbe in der Woche gewesen?

Eindeutig Blau. Denn das ist der zweite Farbsatz meiner Ripple Blanket. Leider hat sich die Decke aufgrund der Lichtverhältnisse nicht besonders gut fotografieren lassen .. entsprechend fern sind auch die Farben von der Realität. Aber: sie sind blau! Auch habe ich mich getraut, endlich mal den Schal zu tragen, den ich mir mit meinen beiden Freundinnen letztes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt gekauft habe. Hellblau trage ich ja eigentlich oft, aber um Kobaltblau habe ich immer einen großen Bogen gemacht.  





Was ist diese Woche schiefgelaufen?

Ich. Ich bin schiefgelaufen. Mal wieder. Und das gewaltig. Als Mensch, der Ordnung und Regelmäßigkeit liebt, ist es mir immer wieder ein Graus und ein Rätsel, wie ich so sehr die Kontrolle verlieren kann ..die Kontrolle über mich selbst.. wenn es ums Essen geht. Wobei man bei dem, was ich dann veranstalte, schon nicht mehr von Essen sprechen kann. Es ein maßloses Gelage ohne Sinn und Verstand, von dem ich hinterher selten weiß, wie es begann, und es erst endet, wenn mir schlecht ist oder ich Bauchschmerzen habe. Die Waage zeigt mir, was ich beim Treppenlaufen oder ganz allgemein im Alltag spüre: Zu viel! Hier muss ich unbedingt die Kontrolle über meine Kontrolle wiedererlangen.

Ich hoffe, ich habe mit meinen Fotos die Eintrittskarte zu den Fotofragezeichen erhalten und komme jetzt zum altbekannten Wochenrückblick.

Was gab es Schönes und weniger Schönes in der Woche?

Was es weniger Schönes in dieser Woche gab, hat sich auch in dieser Woche schon wieder aufgelöst. Da waren beispielsweise meine Sparkassenapp und die App, die ich fürs Einloggen auf den Server im Homeoffice benötige. Die lagen brach, weil ich nach der Synchronisierung des neuen Smartphones das alte direkt ..weil es so praktisch und einfach ist.. auf Werkeinstellung habe zurücksetzen lassen. Beide Apps auf dem alten Smartphone hätte ich benötigt, um sie auf dem neuen zu aktivieren. Nun denn. Zwei Briefe der Sparkasse und eine eMail unserer IT abgewartet und ZACK! funktioniert beides wieder einwandfrei.

Unschön und schön zugleich war auch die Arbeitsüberlastung. Da ist zum einen das noch volle Postfach meines Teams. Zum anderen war da aber auch das erschreckend überfüllte Postfach eines anderen Teams, was weitreichende Folgen hatte. Und so griffen wir eben diesem Team unter die Arme, ich blieb jeden Tag ein bisschen länger und Freitag lang im Büro und ZACK! haben wir das Postfach Freitagnachmittag auf Null gesetzt. Die verantwortliche Kollegin bedankte sich mit einem glücklichen "Du Maschine!" bei mir und ich freute mich wirklich sehr. Ich mag es, wenn Stress etwas Gutes hervorbringt.

Zeit ist ohnehin gerade mein Thema. Sie rennt und ich hechele hinter ihr her. Dadurch lerne ich jedoch auch, dass eben nicht immer alles nach meinem gewohnten und stets eisern verteidigten Plan laufen kann, sondern ich eben auch einfach mal laufen oder liegen lassen muss. 

Am besten zeigen mir das auch meine beiden Enkel, die ich gestern ..wegen Krankheit meinerseits.. nach einer herzgefühlten Ewigkeit endlich wieder sehen konnte. Ihr Lachen, ihre Zuneigung, ihre Nähe ließ mich meine quengelnde to do-Liste für ein paar Stunden völlig vergessen.


Und auch der heutige Tag mit meiner weltbesten Besten und einer lieben Freundin steht ..völlig ohne schlechtes Gewissen.. und der dem Motto me time. Bilder davon reiche ich dann gegebenenfalls noch nach.

In diesem Sinn danke ich Andrea für die wunderbare Aktion und wünsche allen, die hier vorbeilesen sollten, einen herrlich entspannten Sonntag.

Sonntag, 15. Dezember 2024

.daisy grey | tadaaaa! [03.06.2024]

Guten Morgen mit tadaaaa! Die Daisy Grey ist schon seit ein paar Tagen fertig und inzwischen auf das Sofa meiner Eltern gewandert. Davor habe ich aber noch ein paar Fotos von ihr machen können. Und hier sind sie:


Gemessen habe ich sie leider nicht, aber die Bilder zeigen, wie winzig sie geworden ist. Allerdings: was habe ich bei 6 mal 6 Quadraten auch anderes erwartet?








Die Anleitung für die Gänseblümchen findet ihr übrigens hier und die Anleitung einer Variante, wie man die Grannys verbinden kann, habe ich hier gepostet.




Die Umrandung habe ich frei Schnauze und in Teilen nach Erinnerung an die und gemäß der Umrandung einer Tasche von Lucy gehäkelt.




Ich wünsche euch allen einen guten Start in eine angenehme und zur Abwechslung mal wieder volle, weil feiertagsfreie Woche.

Freitag, 13. Dezember 2024

.sonntagsschätzchen | eins [18.02.2024]

Bei Andrea bin ich auf ganz bezaubernde Aktion gestoßen, bei der ich künftig regelmäßig mitmachen möchte, zählt sie für mich doch in die Kategorie des geistigen Seelestreichelns.

Laut Andrea sind Sonntagsschätzchen Lieblinge und Glücksmomente aus der jeweils vergangenen Woche. Man möchte sie noch einmal betrachten, wertschätzen, darüber erzählen, zeigen und sich daran erfreuen. Im Grund ist es genau das, was ich in seiner Gesamtheit mit meinem Blog beabsichtige. Wie Andrea es auf den Punkt bringt, sind es doch die kleinen Dinge und Momente, die Lichtstrahlen ins Grau des Alltags werfen. 

Geplant hatte ich mittels meines Erinnermichs MontagsMacher, zwei Wollstränge zu wickeln, die ich sehr liebe und aus denen zur Abwechslung mal Socken für mich selbst werden sollen. Das habe ich diese Woche dann auch gemacht und freue mich nun, jederzeit mit Stricken anfangen zu können.



Gelesen habe ich unter anderem eines der großartigsten Bücher, die ich kenne. Achtsam morden sind drei Genres in einem: Psychologie, Krimi und Komödie. Das Buch ist in der Tat legendär und hatte mich von der ersten bis zur letzten Minute unterhalten und auf eine Weise berührt, die ich noch weiter verfolgen möchte.



Gemerkt habe ich mir aus dem Buch das folgende Zitat: 

Wenn Sie vor einer Tür stehen und warten, 
stehen Sie vor einer Tür und warten. 
Wenn Sie sich mit Ihrer Frau streiten, 
streiten Sie sich mit Ihrer Frau. 
Das ist Achtsamkeit. 
Wenn Sie vor einer Tür stehen und warten 
und die Wartezeit dazu nutzen, 
sich in Gedanken zusätzlich mit Ihrer Frau zu streiten 
– dann ist das nicht Achtsamkeit. 
Dann ist das einfach nur blöde. 

Jochen Breitner
Entschleunigt auf der Überholspur
Achtsamkeit für Führungskräfte

Geregnet hat es in dieser Woche ziemlich oft. Zugegeben mag ich das Wetter lieber trocken. Aber zum einen hat's dann keine Pfützen, in denen sich die Natur spiegelt. Zum anderen pausierte der Schauer jedesmal, wenn ich von der Straßenbahnhaltestelle kam oder eben zu jener ging. Das ist doch Grund genug zur Freude, oder?



Gepostet habe ich habe ich ein weiteres ...allerdings auch letztes... Tutorial aus meinem alten Blog, in das ich inzwischen immer wieder schaue. Mir wird dann jedes Mal so nostalgisch ums Herz. Ich mag das. Sehr.



Gesehen habe ich den Langen Ludwig endlich mal wieder bei Tageslicht. Jeden Wochentag begegnen wir uns morgens an der Straßenbahnhaltestelle, abends nur im Vorbeifahren. Am Montag habe ich aber früher Feierabend gemacht und ihn unter dem Wolkenhimmel geknipst. Derzeit ist es immer noch stockfinster, wenn ich zur Arbeit fahre. Und schon wieder, wenn ich nach Hause fahre. Aber das darf so. Wir haben Winter. Und dem folgt ja bekanntlich der Frühling. Erkenntnismoment in Vorfreude.



Getroffen habe ich mich endlich wieder mit meiner weltbesten Besten. Wir sind seit fast einem halben Jahrhundert beste Freundinnen und haben täglich Kontakt. Aber die Gemeinsamzeit in persona hat schließlich einen nochmal höheren Wert. Freundschaft ist Liebe ohne undsoweiterundsofortblabla. Aber Freundschaft ist so viel mehr. Freundschaft ist Mitleiden, Mitfreuen, Mitfühlen, ist der Spiegel unserer selbst. 



Gewogen habe ich mich. Und gefreut. Obgleich mir bewusst ist, dass die ersten Gramme immer schnell purzeln, bevor die gefühlt ewigen Stillstände einsetzen und es nur noch langsam vorangeht mit dem Abnehmen. Ich habe mich gefreut, weil es ja nichts besser macht, wenn ich mich ärgere. Ist doch so, oder?



[auf dem Foto: mein innig geliebter und aufgrund eines Herzfehlers viel zu früh verstobener Paul]

Bekanntlich führt das Schicksal manchmal Menschen zusammen, die sonst nie zueinander gefunden hätten. Und schwerste Schicksalsschläge bringen manchmal Menschen wieder zusammen, die sich verloren hatten. Ich erlaube mir in all meiner Trauer ein Mü leiser Freude im Herzen.