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Freitag, 30. Mai 2025

.daily may | 00021

Freitag ist Omatag. Und da ich frei habe, haben wir die Zeit auf den Vormittag gelegt. Getroffen haben wir uns um kurz vor neun in der Krabbelgruppe des Frauen- und Familienzentrums SzenenWechsel in Jugenheim. Dort gibt es eine Kinderkrippe, die ihre Türen an den betreuungsfreien Tagen für die Krabbelgruppe öffnet. Es war so wunderbares Wetter, dass die Gruppe ..zu der es immer Kaffee und Tee sowie mitgebrachte Leckereien gibt.. heute im Freien stattfand. Herrlich!


Wir verabschiedeten uns etwas früher, da meine Schwiegertochter noch zu einem Vorstellungsgespräch musste. Ich ging also noch mit Dennis und den Enkelmäusen nach Hause. Die kleine Maus wurde schlafen gelegt und dann zeigte mir mein Junior stolz seine neue Feuerstelle. Die wurde auch gleich genutzt, um ein paar Marshmallows zu rösten. Die große Maus ist gerade in einer Autonomiephase und trug selbstredend seinen Teil beim Feuermachen bei.






Ich bin ..was ich meiner Mama aber niemals sagen würde.. tatsächlich ein bisschen geschlaucht von gestern. Daher habe ich mich um halb zwei verabschiedet. Beim Warten auf die Bahn fiel mir erneut die wirklich überall im Landkreis zum Ausdruck gebrachte Fußballvereinsliebe zu den 98ern auf.

Bevor ich allerdings nach Hause fuhr, bin ich noch in den Rewe reingehuscht. Neben vielen ungesunden Kalorien habe ich noch meine vegane Lielingswurst und eine mir noch nicht bekannte Sorte meines Lieblingskäses gekauft. Mein Mittag|Abendessen sah dann so aus:

minus12  Gewicht heute: 61,1 kg.

Ohrenkino  Noch 3 Stunden Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär.

Morgen  Budenzauber.

Daisy Granny  25 Gänseblümchenvierecke.

Ich gebe euch ein neues Gebot:
Liebt einander!
Ihr sollt einander lieben,
wie ich euch geliebt habe.
Johannes 13,24 

Geplant, weil schon rausgewachsen, und nötig, weil von gestern ziemlich ramponiert, habe ich heute zum ersten Mal die Manikos von meinen Nägeln gemacht. Eine etwas pappige Angelegenheit. Aber scheinbar konnte ich durch den Remover auch die Reste des Nagelstudiogels runterbekommen. Ich habe meine Nägel jetzt erstmal mit Nagelöl versorgt und hoffe, sie überstehen den morgigen Budenzauber. Mal sehen, ob ich dann morgen Abend oder erst Sonntagfrüh neue Geltips draufmache. Tatsächlich sehen die Nägel weniger schlimm aus als erwartet. Was mich vermuten lässt, dass die Maniko Geltips tatsächlich überaus nagelschonend sind. 

Freitag, 16. Mai 2025

.3freundinnenausflug | heiligenberg • teil 2

Und weiter geht's...

Wir kommen am Laubengang an. Leider nicht wirklich sichtbar im Bild [rechts] ist das Rehhäuschen.

Das Rehhäuschen wurde von Prinz Alexander gebaut und gehörte zu einem sich am Hang Richtung Balkhäuser Tal erstreckenden Wildgatter. Nachdem das Häuschen vor einigen Jahren mutwillig angezündet wurde, konnte es im Jahr 2014 mit Hilfe des Hessen Forst wieder auf­gebaut werden. Quelle: Stiftung Heiligenberg Jugenheim

Der Laubengang zog sich unterhalb der Schlossterrasse in Richtung Klosterruine hin. Er wurde kurz nach 1830 vom Gärtner der Großherzogin Wilhelmine angelegt und bestand ursprünglich aus Haseln und Hainbuchen. Der Volksmund bezeichnete den Laubengang später als Liebespfad. Heute endet der 2014 wieder hergerichtete Gang am Rehhäuschen. Quelle: Stiftung Heiligenberg Jugenheim


Schloss Heiligenberg erhebt sich etwa 120 m über Jugenheim auf einem vorgelagerten Hügel des Odenwaldes. Im Jahr 1827 erwarb dort Wilhelmine von Baden, die Ehefrau des Erbgroßherzogs Ludwig II., das Hofgut des damaligen Finanzministers Konrad von Hofmann und plante den Ausbau zu ihrem Sommersitz.  Vier Jahre später gestaltete der Darmstädter Hofbaumeister Georg Moller das Gut zu einem Schloss um, wie es heute bis auf spätere geringe Umbauten erhalten ist. Wilhelmine, seit 1830 Großherzogin von Hessen und bei Rhein, verlebte mit ihren Kindern Alexander und Marie herrliche Sommermonate auf Schloss Heiligenberg, allerdings nur wenige Jahre, da Wilhelmine schon 1836, 48-jährig, starb. Marie heiratete im Jahre 1841 den Zarewitsch Alexander II. von Russland, den späteren Zaren. Ihr Bruder Alexander hatte sie an den Zarenhof in St. Petersburg begleitet und machte Karriere im russischen Heer. Am Hofe verliebte er sich in Maries Kammerzofe Julie von Hauke, die er im Jahre 1851 in Breslau ehelichte, worauf er unehrenhaft vom Zar entlassen worden war. Beide verlebten seit Ende der 1850er Jahre die Sommermonate auf Schloss Heiligenberg, wo in der Folgezeit Zar Alexander, mit Gattin Marie und riesigem Gefolge mehrmals zu Gast waren. Ludwig III. Großherzog von Hessen und bei Rhein, der oft im benachbarten Schloss Seeheim weilte, erhob die bürgerliche Julie 1858 zur Prinzessin von Battenberg. Mit ihrem Ehemann, Alexander von Hessen und bei Rhein, schrieb sie einige Kapitel europäischer Geschichte. So war der älteste Sohn, Ludwig von Battenberg (Mountbatten) Großadmiral der englischen Flotte; dessen Enkel ist Prinz Philipp, der Gemahl von Elisabeth II, Königin von Großbritannien. Zudem bestanden verwandtschaftliche Beziehungen zum europäischen Hochadel (Schweden, Spanien, u.a.). Quelle: Gemeinde Seeheim-Jugenheim



Immer wieder fasziniert bin ich von den drei Mammutbäumen. Mammutbäume (Sequoioideae) sind eine Unterfamilie der Pflanzenfamilie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Diese Unterfamilie umfasst rezent nur drei monotypische Gattungen, das heißt, sie bestehen je aus einer lebenden Art. Fossil sind allerdings zahlreiche weitere Arten überliefert.


Das Russenhaus beherbergte während der Zarenbesuche die mitgereisten Bediensteten des Hofes. Bei der aufwändigen, denkmalgerechten Restaurierung in den Jahren 2013/2014 wurde das bestens erhaltene Fachwerk im oberen Giebelteil freigelegt und mit dem originalen Farbton versehen. Vor der Renovierung (Foto links) war das Russenhaus ein unansehnliches Gebäude, jetzt ist in dem schmucken Haus ein Dokumentations- und Informa­tionszentrum untergebracht. Quelle: Stiftung Heiligenberg Jugenheim

Im Badehäuschen zogen sich die Badegäste um, bevor sie sich im ovalen Bassin erfrischten. Der „Swimmingpool“ war wahrscheinlich der erste überhaupt entlang der Bergstraße. Er wurde für die Familie des Zaren gebaut. Zwischen dem Bassin und dem Badehäuschen befinden sich zwei Hundegräber mit noch gut lesbaren Inschriften: „Meinem treuen Begleiter Fox, geschenkt von Alexander II. von Russland, 10. April 1888“ und „Meinem 14-jährigen treuen Freund Mylord, 29. August 1872“.


Wieder einmal haben wir ein Brautpaar gesehen, das sich hier in diesem Durchgang ..ich habe keine Ahnung, ob dieser mit Blauregen überdachte Bau einen eigenen Namen hat.. hat fotografieren lassen.








Nachdem ich mich mit der iPhone Kamera fertig ausgetobt habe, knurrt uns allmählich der Magen. Im Schloss waren leider alle Plätze belegt, sodass wir auf ein Restaurant im Ortskern ausgewichten sind. Ergo geht's denselben Weg wieder zurück. Und natürlich wieder an der Bergkirche vorbei.

Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich die Zeit mit meinen Freundinnen und die Ausflüge genießen. In Kombination ist das echt unschlagbar.

.3freundinnenausflug | heiligenberg • teil 1

Letzten Samstag machten die weltbeste Beste, Simönchen und ich uns bei allerherrlichstem Wetter auf den Weg zum Goldenen Kreuz. Der  etwa halbstündige Aufstieg führt über die Louis-Mountbatten-Straße, benannt nach dem Onkel Prinz Philips, dem Ehemann der britischen Königin Elisabeth II. 1979 wurde Louis Montbatten, zusammen mit drei anderen Personen, Opfer eines Bombenattentats, das ein Mitglied der Provisional Irish Republican Army (IRA) verübte.



Zuerst kommen wir an dem halbrunden Gefallenendenkmal aus Feldsteinen vorbei. Auf den drei mittig angebrachten Tafeln sind die Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges eingelassen, auf den beiden äußeren Nischen Tafeln mit den Namen der Gefallenen des 2. Weltkrieges.

Weiter die Straßen entlang kommen wir zur gotischen Bergkirche, in der auch immer wieder Minigottesdienste abgehalten werden, von denen ich einen auch schon mit den Enkelmäusen besucht habe.

Wikipedia erklärt zur Jugenheimer Bergkirche: Unter Einbeziehung eines Vorgängerbaus von 1263 wurde um das Jahr 1480 eine kleine Saalkirche mit quadratischem Chor, Sakristei und Turm erbaut. Von 1851 bis 1856 wurde diese Kirche erweitert, in die Symmetrie gebracht und mit einem halbrund geschlossenen Chor mit vorgelagerter Sakristei (mit Zugang zur Kanzel) und Fürstenloge versehen. Im Jahre 1575 wurde der Turm um ein Stockwerk erhöht und mit einem spitzen eingeknickten Helm bekrönt. Innen hat der schlichte Saalbau eine flache Balkendecke; die an zwei Seiten umlaufende L-förmige Holzempore wurde im Jahre 1855 erneuert. Die Kanzel aus dem Jahr 1751 ist ein achteckiger kassettierter Kubus auf einer Holzsäule und besitzt eine kleine rundbogige Öffnung neben dem Triumphbogen mit Zugang zur Sakristei. Die Brüstung des Verbindungspodestes ist mit dem Kubus verbunden, wodurch die eigentümliche Kanzelform entstand. Das Kruzifix im Triumphbogen wurde im Jahre 1739 von dem Bildhauer Eckhardt aus Darmstadt geschnitzt.



Dann geht's weiter Richtung Schloss. 

Die das Schloss umgebende Parkanlage wird erst seit wenigen Jahren wieder landschaftsgärtnerisch betreut. Die Stiftung Heiligenberg Jugenheim hat ein Parkpflegewerk erstellen lassen, das sukzessiv umgesetzt wird. Noch immer kann der Besucher die stattliche Weihrauchzeder (Calocedrus) vor dem Hauptgebäude oder den Mammutbaum (Sequoioideae) am Teich kaum übersehen; auch andere bis heute exotische Pflanzen kann das geübte Auge auf dem Heiligenberg erkennen. Stück für Stück wird im Umfeld die ehemalige Parkgestaltung wieder sichtbar. Der ursprüngliche Park überspannte eine viel größere Fläche als heute erkennbar, war viel offener gestaltet und ging fließend in die ihn umgebende Landschaft der nördlichen Bergstraße über. Quelle: Wikipedia

Die Klosterruine Heiligenberg (in Urkunden nach 1413 auch Lorscher Kloster auf dem heiligen Berge genannt) ist der Überrest eines hochmittelalterlichen Nonnenklosters auf dem Heiligenberg bei Jugenheim. Das Kloster wurde spätestens Mitte des 13. Jahrhunderts von den Herren von Bickenbach gegründet, die zwischen Wurzelbach im Osten und Gernsheim am Rhein, mit dem späteren Jugenheim und der Mutterkirche Bickenbach im Zentrum ihr erstes Herrschaftsgebiet aufbauten und zuerst vom Weilerhügel bei Hähnlein (heute Alsbach-Hähnlein) aus, nach 1241 über ihre Burg Bickenbach (heute Schloss Alsbach genannt) kontrollierten. Das 1413 dem Kloster Lorsch übereignete Kloster ist noch bis um 1550 urkundlich belegt; ab diesem Zeitraum wurde das damals kurpfälzische Kloster reformiert und wahrscheinlich ab 1556 als Teil der in diesem Jahr säkularisierten Domäne Lorsch weiterbetrieben. Spätestens im Dreißigjährigen Krieg wurde es zur Ruine. Seine Weinberge wurden, wie die Erwähnung eines Kelterhauses des Klosterbetriebes Lorsch 1632, und, nach anderen Quellen belegt, auch nach dem Dreißigjährigen Krieg bis ins 18. Jh. bewirtschaftet. Das heutige Erscheinungsbild stammt in wesentlichen Teilen von einem partiellen Wiederaufbau 1831 als romantische Ruine unter Einbeziehung historischer Mauerreste, den Großherzogin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein veranlasst hatte. Auch die Weinberge ließ sie wieder instand setzen. Die Klosterruine ist Teil des hessischen Kulturdenkmals Gesamtanlage Heiligenberg. Quelle: Wikipedia.





Der Kreuzgarten mit der Gedächtniskapelle ist die letzte Ruhestätte der battenbergischen Stammeltern, Prinz Alexander von Hessen und bei Rhein und Prinzessin Julie von Battenberg. Die beiden ruhen in einer Gruft vor dem Goldenen Kreuz. Auf der Grabstätte befindet sich außerdem ein Gedenkstein für deren Enkel Louis, Earl Mountbatten of Burma, der 1979 einem Attentat der IRA zum Opfer fiel. Quelle: Stiftung Heiligenberg Jugenheim 

Direkten Zugang hat man nicht. Soweit wir wissen, ist dieser nur einmal im Jahr für Besucher offen. Also habe ich durch die Umzäunung fotografiert.

Das 1866 eingeweihte Goldene Kreuz wurde nach dem Tod von Großherzogin Wilhelmine (1836) von ihren überlebenden Kindern errichtet. Es erinnert an den Lieblingsplatz der Großherzogin, wo sie den herrlichen Blick über die Rheinebene genoss. Das gusseiserne Kreuz ist rund acht Meter hoch und 3,50 Meter breit. Gestaltet wurde das Kreuz von dem Darmstädter Künstler Johann Baptist Scholl. Das Wahrzeichen Jugenheims und des Heiligenbergs wurde 1998 neu vergoldet. Quelle: Stiftung Heiligenberg Jugenheim

Das Mausoleum, heute besser als Gedächtniskapelle bezeichnet, diente ursprünglich als Grablege für Prinz Alexander und seine Frau Prinzessin Julie. Heute befinden sich hier zwei Reliefplatten für die beiden früh verstorbenen Söhne des Paares, Fürst Alexander und Prinz Heinrich von Battenberg. Quelle: Stiftung Heiligenberg Jugenheim








Nach diesem Halbrundgang machen wir uns auf den Weg zurück Richtung Schloss.


to be continued...