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Sonntag, 13. Juli 2025

.x steht für 10 | 30.12.2017 • 31.12.2017

X steht für 10.


»Wie läuft‘s in der Liebe?« »Rückwärts.« »Aber endlich mal eine Richtung.«


Wochenende in der Reha: Bademäntel flattern sanft um thrombosebestrumpfte Beine, Adiletten klappern melodisch über die Klinikflure, man röchelt sich verheißungsvoll zu. Es ist alles sehr romantisch.


Danke, 2017, für die Scheiße, die du mir ans Bein gebunden hast. Ich hab‘ Gold daraus gemacht.


Ich habe mich mit der Frau unterhalten, die sonst mit niemandem hier spricht. Ich könnte nun eine Karriere als Kommunikationstrainerin anstreben. Ich kann aber auch einfach nur glücklich sein, dass sie sich mir geöffnet hat.


Ich hoffe, du weißt, was du mit mir tust.


Auf konsequente Ignoranz folgt radikale Akzeptanz.


Ich enttäusche euch nur ungern. Aber nächstes Jahr werde ich auch nicht besser.


Ich hoffe, ihr habt eure Kalender noch nicht zum Altpapier gepackt. Die könnt ihr nämlich 2023 nochmal benutzen. Nur mal so.


Silvester in der Rehaklinik. Ich habe Angst, um Mitternacht nach draußen zu gehen und von angetüdelten Omis in die Wangen gekniffen zu werden.


Und wo bleibt jetzt mein Silvesterkuss?

Samstag, 12. Juli 2025

.x steht für 10 | 27.12.2017 • 29.12.2017

X steht für 10.


Sei still und küss‘ mir die Antwort auf die Haut.


Zwischen ›Bloß noch eine Praline‹ und ›Boah, ist mir jetzt schlecht‹ liegt ja oft auch nur ein Atemzug.


Man hat mir jetzt Schlaftabletten verordnet. Aber ich glaube, die Dinger wirken gar ni


Wenn du dich für gewöhnlich und unbedeutend hältst und dir jemand sagt: »Du warst meine erste große Liebe.« Dieser kleine Moment. Kann schon was.


Beim Training der Adduktoren und Abduktoren im Bereich der Oberschenkel hat sich herausgestellt, dass ich die Beine viel leichter zusammen als auseinander bekomme. Meine Eltern können, unter tugendhaftem Aspekt gesehen, verdammt stolz auf mich sein.


Auf meinem Grabstein wird mal stehen: ›WAR JA WIEDER KLAR!‹


Wenn alles nun so wäre, wie es hätte sein sollen, aber nicht mehr sein kann, weil es dazwischen anders war. Das klassische ›dumm gelaufen‹.


Zuneigung bedeutet, auch Unangenehmes auszusprechen. Zuneigung bedeutet, deswegen nicht an ihr zu zweifeln.


Bei manchen Verkehrsteilnehmern weißte ja auch sofort: Die kriegen nicht mal ‚nen Einkaufswagen eingeparkt.


Hoffnung bremst Verstehen aus. Immer.

Freitag, 11. Juli 2025

.x steht für 10 | 25.12.2017 • 27.12.2017

X steht für 10.


Ich bin nur eine Illusion von meinem Traummann entfernt.


So. Ich wäre dann jetzt bereit für 2018.


»Warum bist du eigentlich noch Single?« »Weil ich einfach zu nett bin, du Ficker!«


Wenn wir mal nicht reden wollen, können wir ja einfach knutschen.


»Sehen wir uns um zehn?« »Letzte Kippe für heute?« »Genau. Nur noch ein Mal Hose anziehen, dann ins Bett.« Der twittert doch?


Ich lass‘ das mit den Emotionen und mach‘ nur noch in Hormonen.


Ich habe nur einen guten Vorsatz 2018: Leben.


Manchmal denke ich, meine Gedanken sind schlauer als ich.


Verlangen erreicht Stellen, da kommt nicht mal Schokolade hin.


»Ich brauche keine Silvesterböller. Ich hab' doch dich. Du...« »...bist der Knaller?« »...hast den größten Knall.« Und jetzt möchte ich bitte über die nachlassende Qualität von Komplimenten sprechen.

Donnerstag, 10. Juli 2025

.x steht für 10 | 22.12.2017 • 25.12.2017

X steht für 10.


Geht achtsam miteinander um, damit aus Weihnachten nicht Weinnachten wird.


Eine Sache abhaken, aber den Zettel mit den Randnotizen weiterhin in der Hosentasche tragen. Ist ja auch nur so semi rational.


Weihnachten in der onkologischen Reha-Klinik verbringen zu können, ist auf paradoxe Weise bereits ein Geschenk.


Omis und Opis sind wie kleine Kinder: Saugen jede Information wie ein Schwamm auf und fragen dir Löcher in den Bauch.


Ich ignoriere nicht. Ich teile meine Aufmerksamkeit nur effizient ein.


Nackenküsse haben verdammt viel Macht.


Sex macht erst richtig Spaß, wenn er auf der gleichen Wahrnehmungsebene stattfindet.


Wenn ich sage, dass ich einen der geilsten Heiligabende überhaupt hatte, bewerft ihr mich dann nur mit Kartoffelsalat und Würstchen? Oder foltert ihr mich gleich mit eurer Verwandtschaft?


Ich lausche beim Frühstück höflich den detaillierten Schilderungen über Inkontinenz und anhaltender Flatulenz nach einer OP. Und euer Weihnachtsmorgen so?


»Mhm. Riech' mal! Da grillt jemand.« »Nee. Da brennt nur ein Mülleimer.« Ich, olfaktorischer Klappspaten.

Mittwoch, 9. Juli 2025

.x steht für 10 | 21.12.2017 • 22.12.2017

X steht für 10.


Was nützen tausend Gemeinsamkeiten, wenn‘s an elementarer Stelle nicht passt?


So als unbelecktes Dorfkind bist du mit den zahlreichen Facetten menschlicher Naturelle hier auf Twitter ja auch erstmal überfordert.


Alexa hat angerufen. Mein Sofa vermisst mich.


Am angreifbarsten bin ich, wenn man mich für besonders stark hält.


[erschreckt, weil sich das Smartphone nicht in der Jackentasche befindet, läuft erfolglos Weg ab, wehklagt über einsetzende Panikattacke] »Bist du bescheuert? Du telefonierst gerade mit mir!« »Ja, aber...« »MIT DEINEM SMARTPHONE!« Die Reha bekommt mir. Offensichtlich. Nicht.


Morgens um 6 in der onkologischen Reha: Pankreas, Mamma, Zervix und Basaliom treffen sich im Raucherpavillon.


»Deine Schwangerschaft war ja ein harter Ritt.« »Das war ihre Entstehung auch.«


Immer dann, wenn ich mir selbst nicht genug bin, werde ich mir zu viel.


Ein Mann soll aufmerksam sein, verständnisvoll, aufrichtig. Er soll reden und zuhören können und dich im richtigen Moment mit einem Kuss zum Schweigen oder Lachen bringen. Eine romantische Drecksau. Jungs, ich verstehe, dass ihr permanent überfordert seid.


Manchmal schlägt das Herz ganz leise lauter, damit die Vernunft es nicht hört.

Dienstag, 8. Juli 2025

.x steht für 10 | 19.12.2017 • 21.12.2017

X steht für 10.


»Du bist schuld, dass ich...« ist der Beginn der Verleugnung eigener Unzulänglichkeiten.


Für einen Kurschatten muss man ja auch erstmal in der Sonne stehen.


Ich bin jetzt im ›Komm du erst mal in mein Alter!‹-Alter.


›Bleib wie du bist‹ kann entweder ein schönes Kompliment sein oder ein Ausdruck der Angst vor einer möglichen Abkehr.


Nur ein Mal für jemanden der rosa Diamant sein, nicht nur Zirkon.


Ich bin aus dem Bett gefallen. Und jetzt fühle ich mich wie ein Kind, das von seiner Mutter verstoßen wurde.


Ich bereue es nicht. Ich ärgere mich nur über die verschwendete Aufmerksamkeit und Zuneigung. Und dass ich doof war.


Noch zwei Trainingseinheiten an der Beinpresse und der nächste Mann, der... Moment. Ich komm' nochmal rein.


Immer, wenn jemand sagt: »Ich mache Yoga ja lieber alleine, da kann ich einfach besser entspannen«, denke ich: ›Ach, guck‘. Der muss auch pupsen.‹


Für irgendjemanden ist das, was du an dir selbst für falsch hältst, genau richtig.

Montag, 7. Juli 2025

.x steht für 10 | 18.12.2017 • 19.12.2017

X steht für 10.




Wenn Menschen wüssten, wie hässlich ihre Lügen sie machen, wären sie nicht so eitel.


»So. Koffer für 3 Wochen Reha ist gepackt. Hoffe, ich hab‘ nichts vergessen.« »Himmel! Ist der schwer! Wie viele Klamotten hast du denn dabei?« »Klam...? Was? VERDAMMT!«


Erstaunlich, wie kreativ manche Menschen in ihrer Argumentation werden, wenn ihnen die Unabänderlichkeit einer Situation bewusst wird.


Spiele bitte nur mit Niveau. Niemals mit Gefühlen.


Manchmal verbirgt der prachtvollste Penis nur das erbärmlichste Würstchen.


Ich erwarte immer nur, was ich selbst zu geben bereit bin. Offensichtlich bin ich was für anspruchsvolle Menschen.


»Ich liebe dich!« »Das ist jetzt blöd für dich.«


»Jetzt hab‘ ich mich verwirrt.« Ich immer, nachdem ich jemandem etwas plausibel erklären wollte.


Es geht in Reha. Damit lebe ich den Traum eines jeden Twitterers: Den ganzen Tag in Jogginghose verbringen!