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Sonntag, 25. Januar 2026

.wochenrückblick | kw vier • 9zehnter bis 5undzwanzigster erster 6undzwanzig

Mein letzter Wochenrückblick kam eine halbe Woche zu spät. Ich hoffe, mit diesem schaffe ich es mal rechtzeitig. Zeit. Zeit ist aktuell etwas Unberechenbares für mich. Ich hetze mich den Tag über ab, denke: "Jetzt hast du nur noch zwei Stunden, bis du wieder ins Bett musst. Meh!" Dann bin ich endlich auf dem Sofa, schaue während des Vormichhinstrickens auf die Uhr und denke: "What? Noch so viel Zeit?" Es ist irgendwie komisch gerade...

Unter schlechtesten Lichtbedingungen mache ich ein paar Fotos, die ich letzten Wochenrückblick schon angekündigt habe. Das Tablett für den Esstisch (an dem weitaus mehr gearbeitet und gebastelt als gegessen wird) ist jetzt fertig. Die Buchstaben habe ich bewusst so angeordnet und festgeklebt. Der Hase ist ein bisschen früh, aber der Frühling kommt ja nun mal als nächstes. Mag ich sehr. Sowohl das Tablett als auch den Frühling.


Die selbstgebastelte Silikonform habe ich ein wenig modifiziert, will heißen: eingeschnitten, damit ich vor allem das Horn leichter aus der Form bekommen. Das ist mir ja beim ersten Versuch ..ohne Schnitt.. an der Spitze abgebrochen. Jetzt bin ich zufrieden, es ist nur hier und da ein bisschen was abzuschleifen, damit es hübscher aussieht und auf dem kleinen Teller angebracht werden kann. Das Horn selbst will ich noch bemalen. 


Ich habe das so ähnlich schon immer mal wieder gesehen und dachte mir, aus den "Resten" könnte ich ja auch was machen. Ich verschwende ungern, egal was. Also habe ich die letzten Tropfen Gießmasse immer in kleine Formen gegeben und diese gesammelt. Man wirft ja auch nicht gerne weg, was irgendwie noch gebraucht werden kann, ne? 

Beim Aufstellen hat's noch gepasst. Beim Kleben habe ich dann aber doch eine kleine Lücke verursacht. Ich überlege noch, wie ich die kaschieren und wie beabsichtigt aussehen lassen könnte. Bis dahin wird der Kerzenhalter im Wohnzimmer schon rege genutzt. Und ja, ich weiß wie anti Insta die letzten Fotos aussehen. Ist mir aber egal. Ich bleibe eh lieber authentisch und im echten Leben.





Freitag war ich im Homeoffice; ich hatte am Vormittag einen Zahnarzttermin. Ich gehe gerne zum Zahnarzt, liebe den Geruch dort. Allerdings ..stellten wir mit Entsetzen fest.. war zuletzt im April 2023 dort. Wo ist die Zeit geblieben? Nichtsdestotrotz war meine Zahnärztin überaus zufrieden (die Ultraschallzahnbürste, die ich seit zwei Jahren benutze hält also, was sie verspricht). Allerdings macht das Alter auch nicht vor meinem Gebiss Halt. Die Zahnfleischtaschen müssen behandelt werden. Zudem habe ich vor fünfundzwanzig Jahren aufgrund einer Wurzelbehandlung einen unteren Backenzahn verloren .. der direkt darüber liegende Backenzahn hat also keinen Widerstand mehr und senkt sich allmählich. Ein Implantat nebst Knochenaufbau würde mich 3.500 Euro kosten, ansonsten fällt er irgendwann aus. Zwar lege ich größten Wert auf gepflegte Zähne und ein schönes Gebiss, aber diesen Betrag werde ich wohl nicht aufbringen können.

Emil war ja schon immer mein kleiner Prinz. Jakob nenne ich inzwischen Jakob Keckermann, weil er nicht miaut, sondern keckert. Und Anton? Er hat sich wahrlich seinen Zweitnamen verdient: Paulemann. Tatsächlich ist er vom Wesen ein Spiegelbild meines geliebten Paulchens. Beömmeln könnte ich mich ja, wenn er auf dem Rücken liegt und mit den riesigen Pfötchen in der Luft milchtritt, wenn ich ihm den Bauch kraule. Gestern Abend war Treteln auf meinem Bauch angesagt.














Ernsthaft: Anton stand kurz davor, sich auf Jakob drauf zu legen, wäre dieser nicht so stur neben mir liegengeblieben. 

Und heute? 

Ich habe gestern viel zu lange geschlafen .. halb neun ist für mich lange. Ich war den ganzen Tag schlapp. Mehr als Staubsaugen, trocken Feudeln und Wäsche machen war irgendwie nicht drin .. und das war okay für mich. Ich möchte mehr von dem machen, was ich machen möchte und nicht, was ich glaube, machen zu müssen. Und so werde ich es auch heute handhaben. Meine to do Liste ist proppenvoll. Vielleicht erledige ich einiges davon. Vielleicht aber auch nicht.

Dienstag, 13. Januar 2026

.dies und das | nachholbedarf • 5und20

Liebes Tagebuch,
du... was? Ich soll dich nicht mehr Tage- sondern Monatsbuch nennen? Aha.

Nun denn.

Mein letzter aktiver Post liegt tatsächlich bereits zwei Monate zurück. Ich werde jedoch nicht anfangen, mich vor mir selbst zu rechtfertigen. Das tue ich viel zu oft und versage überwiegend kläglich. Weil ich es meist nicht nur hinterher besser weiß, sondern auch just in dem Moment, wenn ich den Fehler begehe. Ebenfalls ein Grund, weshalb Scheitern in meinem Lebenslauf steht.

Aber ich arbeite an mir. Arbeite daran, nicht jeden Rückschritt als ein Scheitern zu betrachten. Ich muss nicht perfekt sein. Nicht für andere und auch nicht für mich. Auch wenn meinem inneren Monk bei diesem Gedanken die Haare zu Berge stehen. Meine Neujahrsvorsätze waren schon am ersten Tag des Jahres hinüber. Darüber ärgere ich mich noch, verzweifle aber nicht mehr daran.

Bevor man Neues beginnt, sollte man zwecks besserer Organisation Altes abgeschlossen haben. Ich schaue nun also zurück auf den Rest des alten Jahres.

Der Himmel über Kranichstein am 5. November. Hübsch, ne? Ich gehe wirklich gerne arbeiten und habe ein richtig tolles Team. Aber im letzten Jahr fiel es mir an manchen Tagen wirklich schwer, morgens um 4 Uhr aus dem Bett zu kommen. Zum Jahresende hin hatte ich immer öfter am Abend vor einem Bürotag Bauchschmerzen und Durchfall. Das hat mich weniger nachdenklich gemacht als es vielleicht sollte, ist jedoch schon wieder "abgeschrieben", da diese Unpässlichkeit inzwischen nicht mehr besteht. War also vermutlich nur der Stress und mein persönlicher Horror vor Weihnachten.


Nach wie vor ist Freitag regelmäßig Omatag. Schön ist es, wenn ich so zeitig Feierabend habe, dass ich die Mäuse aus der Krippe und dem Kindergarten abholen kann. Vor allem die große Maus freut sich dann immer so irrsinnig, dass mir das Herz überläuft vor Liebe. Ich genieße die Zeit sososo sehr! Am 7. November war ursprünglich ein Vater-Kind-Nachmittag vom Frauen- und Familienzentrum Szenenwechsel geplant, an dem Dennis mit den Jungs teilnehmen wollte, sich jedoch spontan entschlossen hat, das angedachte Marshmallow-Grillen zu Hause selbst zu machen, damit Oma dabei sein konnte. Voll lieb!



Am 8. November stand Mamas 75. Geburtstag an. Für sie eine irrsinnnige Belastung. Nicht wegen des Alters, sondern wegen der Feier an sich. Lieblingstantchen und ich haben sie tatkräftig unterstützt, das Essen wurde geliefert, und so konnte Mama wohl das erste Mal in ihrem Leben ihren Geburtstag genießen und hatte wirklich Freude daran.

Das Steckperlenbild hat meine Patentochter mit ihren beiden Kindern gebastelt. Ich find's wirklich supersupersuperschön!

Obwohl ich eine echte Frostbeule bin .. sieht man von den wechseljahresbedingten Hitzewallungen ab .. halte ich es auf meinem Sofa, in meine Decke gewickelt und mit einem der Kater als Wärmeflasche auf den Beinen locker bis 19 Grad aus. Allerdings kühlt irgendwann halt auch das Gemäuer anhaltend ab und meine alten Fenster sind undicht. Um Heizkosten zu sparen, kam also Anfang November der Ofen wieder zum Einsatz. Die Katzen genießen das Feuer mehr als ich ... aber sie müssen sich ja auch nicht ums Saubermachen und Holz nachlegen kümmern. 





In der Stadt ist die Weihnachtszeit auch angekommen. Hier schert man sich scheinbar weniger um die Stromkosten als ich. Foto: mein Blick aufs Luisencenter, wenn ich morgens auf meine Anschlussbahn wartete.

Ich probiere ja ganz gerne mal rum. Und so habe ich mit am 20. November am Klecksen beim Gießen versucht. Zwar ist es gelungen, aber nicht ganz, wie ich es mir vorgestellt habe und nicht so so mein Geschmack. Das nächste Mal versuche ich es vielleicht mit Neonfarben.






Unsere Auszubildende sprach am 29. November in der Mittagspause die Serie Stranger Things an. Da gab es ja gerade die Figuren in den kinder JOY. Ich hatte 2019 man in die Serie reingeschaut; sie hatte mich damals nicht abgeholt. Meine Fruendin Agnes schwärmte allerdings auch davon, meine Schwiegertochter bezeichnet sie als die beste Serie ever. 

Also gab ich Eleven & Co. eine zweite Chance. Und was soll ich sagen? Nun hat die Mystery-Science-Fiction-Serie, in der eine Gruppe Kinder und Teenager in der fiktiven Stadt Hawkins, Indiana, gegen übernatürliche Bedrohungen aus einer alternativen Dimension namens „Upside Down“ kämpfen, nachdem ein Portal geöffnet wurde, was zu Entführungen und dem Erwachen von Mädchen mit telekinetischen Kräften führt, die gemeinsam mit Freunden und Erwachsenen das Böse bekämpfen und ihre tiefen Bindungen dabei auf die Probe stellen,  mich nicht nur abgeholt .. ich bin angekommen! 

Aktuell (Anfang Januar 2026) schaue ich die komplette Serie zum zehnten Mal. Und die Katzmänner schauen mit.

Am 30. November war ich im Gießrausch, habe ein bisschen rumprobiert (Kerzen aus Keramik) und einige kleine Geschenke für Weihnachten gegossen.

Wie zum Beispiel einen Capybara für Agnes und einen Bully für Bina. Die Ärmsten werden ja ständig von mir mit Selbstgemachtem beschenkt. Da muss man halt durch, wenn man mit mir befreundet ist.


Blöderweise habe ich die Geschenke, die ich wirklich gut fand, nicht fotografiert. Das kommt schon eine Weile zu kurz. Ich zücke das Smartphone nur noch selten, wenn es nicht zwingend notwendig ist.

Hier habe ich nur zwei "Tischgeschenke" ... für Mama und Babba und für Thesi und Ritchi, die am zweiten Weihnachtsfeiertag bei mir zum Essen waren.


Weil's gerade an sämtlichen Ecken in meiner Wohnung hapert und Ritchi immer so schnell zwecks Reparatur zur Stelle ist, hat er noch ein kleines Gießgeschenk bekommen, über das er sich tatsächlich ganz irre gefreut hat.

Weihnachtsmärkte. Ich hasse Weihnachtsmärkte. Gehe aber dennoch immer mit, wenn man mich darum bittet. Am 18. Dezember haben wir uns mit einem befreundeten Team in Darmstadt getroffen und hatten nichtsdestotrotz einen wirklich schönen Abend. Fotos: mein Blick an der Haltestelle Luisenplatz beim Warten auf meine Bahn.


Meine Mama bat mich, ihr beim Baum schmücken zu helfen. Das erste Mal überhaupt. Denn eigentlich macht sie das schon immer alleine. Weil sie es so möchte. Dieses Jahr das anders und hat so viel Spaß gemacht, dass Mama das nun jedes Jahr so machen möchte. Am 21. Dezember stand ihr schmuckes Bäumchen dann.




Von einer lieben Nachbar bekamen meine Eltern einen selbst gefilzten Bobtail mit Engel geschenkt. Ist das nicht unglaublich lieb? Das Kunstwerk sieht übrigens noch viel, viel schöner aus als es auf dem Foto wirkt.

Rührend finde ich, dass Mama immer noch die Krippe aufstellt, die ich meinen Eltern von meinem ersten Weihnachtsgeld in der Ausbildung im Jahr 1986 gekauft habe. 


Anders als in den Jahren zuvor war ich am ersten Weihnachtsfeiertag nicht bei meinen Eltern, sondern mit ihnen gemeinsam beim großen Familienessen auf der Kuralpe. So hatte Mama wenigstens ein bisschen Ruhe...

...schließlich brachte sie zum Essen bei mir die Braten mit und ich kümmerte mich lediglich um Salat, Nachtisch und die selbstgemachten Klöße. Beinähe hätte ich meinen Eltern sowie Thesi und Ritchi nur Katze serviert.

Am 27. Dezember waren meine Kinder zum Essen bei mir. Für die Verlobten Christopher und Lara gab es ein Liebesdinotischgeschenk .. die beiden lieben Dinos! Für Dennis und Laura, beide sehr gläubig, ein entsprechendes.


Katzenkloppe gab es am selben Abend auch noch. Manchmal sorge ich mich, dass Jakob, der Kleinste, gemobbt würde. Emil kann ihn einfach nicht ausstehen. Immer noch nicht. Der Kleine macht's ihm das aber auch leicht. Anton ist da eher die Schweiz. 



Die letzte "Pflicht" des Jahres 2025 war am 28. Dezember das Musical Pretty Woman in der Alten Oper Frankfurt. Der Besuch von Musicals ist inzwischen zu einer Tradition bei meiner Mama, dem Lieblingstantchen und meiner Patentochter geworden. Thesi konnte zum ersten Mal krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. 

Wir haben beschlossen, unsere Musicalbesuche künftig auf eine andere als die stressige Vor- und Nachweihnachtszeit zu legen. Mir ist es Recht. Ich habe Gründe, weshalb ich Weihnachten inzwischen nicht mehr ausstehen kann. Der emotionale Stress ist weit höher als der organisatorische und schlägt sich nicht nur aufs Gemüt, sondern auch die körperliche Gesundheit nieder. Weniger ist da sehr viel mehr.

So. Damit hätte ich nun auch oder immerhin einen Teil (ein paar einzelne Beiträge habe ich noch) 2025 abgehakt. So was mag ich. Abhaken. Erledigt haben. Etwas, das sich wohl nie ändern wird. Und warum auch?