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Freitag, 3. Oktober 2025

.eigentlich | schein und sein

Eigentlich wollte ich die vergangenen zwei Urlaubswochen auch nutzen, um mein Blog aus seinem Spätsommer-| Frühherbstschlaf zu wecken. Tatsächlich habe ich aber erst gestern die Fotos der vergangenen Wochen und Monate zusammengetragen, um sie zumindest schon einmal als Entwürfe abzulegen. 

Wie kommt's? Wie kommt es, dass meine anfängliche Motivation so sehr und schnell an Schwung verloren hat? Wo das Bloggen doch nicht nur als adäquater Ersatz für das mein Leben so beherrschende Twittern und ein back to the roots gedacht war?

Ich halte es nicht für angebracht, das Thema Zeit ins Spiel zu bringen .. auch wenn sie mir fürs Twittern selbst irgendwann oft ..und eigentlich.. fehlte. Vermeintlich fehlte. Faktisch wurde es mir den letzten zwei Jahren schhlicht zu viel. Sowohl zeitkritisch als auch vornehmlich emotional. 

Fürs Bloggen fehlte mir plötzlich die Muse. Lieber verbrachte ich die Feierabende auf dem Sofa mit Ohrenlesen und Häkeln als vorm PC. Ist ja auch nicht das Schlechteste. Mir stand schließlich nicht mehr der Sinn danach, mein Tun in die breite Masse hinauszuschreien. Mein Blog ist mein Kämmerchen, in das selten bis nie ein Blick geworfen wird und ..vor allem.. aus dem ich nur ab und zu mal rauszuschauen brauche. So wie es gedacht war. Ein Schutzraum.

Warum also mein Fernbleiben? Nachvollziehbar, dass ich nach Feierabend keinen Drang mehr hatte, schon wieder vor einem Bildschirm zu sitzen. Im Job war es in den vergangenen Monaten aufgrund immer wiederkehrender Vertretungswochen anstrengend. Dazu kommt eine wachsende Aversion gegen soziale Medien, vordergründig WhatsApp. Durch jede noch so kleine und belanglose Nachricht fühlte ich mich gestresst, bedrängt. 

Zu spät erkannte ich die Phase, die mich jeden Tag mehr umfasste und dieses Mal weit länger anhielt als ich es aus der Vergangenheit kenne. Das Internet beschreibt es sehr gut:

Eine funktionale oder hochfunktionale Depression beschreibt eine Form der Depression, bei der Betroffene nach außen hin weiterhin leistungsfähig sind und ihren Alltag meistern, während sie innerlich unter depressiven Symptomen wie Erschöpfung, Leere oder Anspannung leiden. Der Begriff ist keine offizielle Diagnose, wird aber oft für Depressionen verwendet, die lange unerkannt bleiben, da die Symptome im Verborgenen wirken und die Betroffenen eine Fassade der Zufriedenheit aufrechterhalten. 

Merkmale einer funktionalen Depression

Äußerliche Fassade: Betroffene gehen zur Arbeit, erfüllen familiäre und soziale Verpflichtungen und wirken nach außen hin stabil, erfolgreich und engagiert. 

Innere Belastung: Hinter dieser Fassade verbergen sich jedoch typische depressive Symptome, die sie oft nicht äußern können. 

Diskrepanz: Es besteht ein starker Kontrast zwischen dem äußeren Verhalten und dem inneren Zustand, was zu einem Gefühl des „Doppellebens“ führt. 

Unsichtbarkeit: Diese Form der Depression ist oft schwer zu erkennen, sowohl für die Betroffenen selbst als auch für ihr Umfeld, da die Symptome nicht so offensichtlich sind wie bei einer klassischen Depression. 

Typische Symptome 

Emotionale Erschöpfung trotz äußerer Aktivität
Innere Leere oder Gefühllosigkeit
Perfektionismus und hoher Leistungsdruck
Konzentrations- oder Schlafprobleme
Grübeln und Gedankenkarusselle
Gefühl der Entfremdung von sich selbst oder anderen
Körperliche Beschwerden wie Verspannungen oder Magenprobleme

Sei's drum. Ich bin durch. Und tatsächlich möchte ich mich auch gar nicht mehr weiter mit dem Thema beschäftigen. Es kommt und geht wie eine Erkältung. Fertig. Zumindest für mich.

Schön ist, dass ich sehr, sehr viel gehört habe. Alle "Das Lied von Eis und Feuer" Bände, zum Beispiel. Danach habe ich meinen Urlaub genutzt, um alle Staffeln von "Game of Thrones" zu schauen. Und gehäkelt. Auch relativ viel. Und ich bin aktuell täglich auf dem Stepper. Oft über eine Stunde. Meinem Bauchfett ist das egal und auch das Gewicht fällt nicht ins Gewicht. Jedenfalls nicht dessen Verlust. Aber das ist ein anderes Thema, das mich derzeit weniger als erwartet berührt. Denn ich fühle mich fit. Und gut. Und das allein zählt gerade. Für mich.

Nun springe ich unter die Dusche und mache mich danach auf den Weg zu den Enkelmäusen. Wir möchten heute das Kürbis-Café besuchen. Und vielleicht zücke ich da tatsächlich mal das Handy und mache ein paar Aufnahmen. Und am Abend habe ich dann vielleicht auch mal wieder Muse genug, um den einen oder anderen Post nachzuholen.

Donnerstag, 24. Juli 2025

.in der villa wunderbunt | 19.07.2025

Augenblicklich ..übrigens ein Begriff, der sich in meinem Fall bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus dehnen lässt.. steht mein privater Alltag ganz im Zeichen der Vernachlässigung. Seit Wochen kein daily post mehr. Pläne, Vorsätze, Wünsche - an nichts kann ich festhalten. Alles rinnt mir durch die Finger. Dem stehe ich mit Verärgerung und Gleichgültigkeit gleichermaßen entgegen. Es ist eine Zeit, in der ich mich gerne verkriechen möchte. Nicht sehen, nichts hören. Nicht gesehen und nicht gehört werden. Von niemandem. Nicht mehr ausschließlich den Erwartungen gemäß anderer an mich funktionieren müssen. Nur eine Weile. Eine Wohltat. Eine Unmöglichkeit. Tjanun.

Nun denn. Ausgenommen von diesem Ichwillniemandensehenundhören-Gefühl sind tatsächlich nur meine Katzmänner. Nicht, dass diese keine Ansprüche an mich stellen oder Erwartungen haben. Aber von ihnen schlägt mir wenigstens nur die für Katzen typische Ignoranz entgegen, wenn ich ihre Wünsche nicht erfülle. Demnach keine Reaktion, die mich schmerzt, weil ihr Herz selbst in diesen Augenblicken aufrichtig für mich schlägt.

Anton. Die Flachflunder. Es sah schon ziemlich witzig aus, wie er so dalag. Überhaupt ist er der unangefochtene Kasper dieses Haushalts.

Mein Miniteich. Nicht so hübsch wie erwartet, aber hübsch genug, um meinen Augen immer noch große Freude zu bereiten. Bei besserer Pflege hätte er sich sicher auch besser entwickelt. Geht also ebenfalls auf meine Kappe.



Neben der Biomülltonnenplünderei ..ich schüttele nur noch grinsend den Kopf.. machte Anton sich letzten Samstag nun auch noch über das schmutzige Geschirr her. Mag allerdings ausschließlich daran liegen, dass sich in einer Dose zuvor Lachs befunden hatte. Das riecht natürlich.


Ich befinde mich derzeit in einer Lethargie, die sich vorrangig auf emotionaler Ebene wiederspiegelt. Mein Geist ist des Nachdenkens und Grübelns, des Verstehenwollens müde und drückt dies in steten Heulkrämpfen aus. Wenn ich alleine bin, versteht sich. Für mein Umfeld lächle ich. Natürlich.

Sonntag, 13. Juli 2025

.daily july | 00058

Schau an: mein letzter daily post liegt schon eine Woche zurück. Da mir Zeit und vor allem Muse zum Bloggen fehl(t)en, ganz zu schweigen davon, dass ich am Abend das Apfelbuch kaum mehr öffne, weil ich ohnehin nichts gescheit lesen kann (abends verschwimmen die Buchstaben völlig), kommen einige Dinge im nun noch knapper bemessenen Feierabend schlicht zu kurz. SEV ..Schienenersatzverkehr.. heißt das böse Wort. Statt 1 Stunde bin ich morgens nun aufgrund Gleisarbeiten während der kompletten Sommerferien morgens mehr als 1 und 20 Minuten und abends ..mein Bus verpasst nicht nur gerne meinen Anschluss, sondern auch gleich den Anschluss an meinen Anschluss.. im besten Fall 1 Stunde und 10 Minuten unterwegs. Im schlechtesten Fall ..wie am Montag.. fast 2 Stunden. Dafür darf ich aber 10 Minuten früher aus dem Haus, also schon kurz vor, statt kurz nach fünf. Ich sehe mir also nach, dass ich nach Feierabend wirklich nicht mehr viel mache oder erledige und gestehe mir auch zu, trotz der Unabänderlichkeit auf Zeit etwas genervt davon zu sein, dass man Menschen, die sich sonst auf zwei Wagons in der Straßenbahn verteilen (und selbst da nicht jede:r einen Sitzplatz hat) in einen kleinen Bus quetscht, wo bereits nach der Hälfte der Fahrtzeit allmählich alle Luft weggeatmet ist. Asthmatiker mit Heuschnupfen wie ich haben da ihren Spaß dran. Nicht.

Nun denn. Ich hatte gestern meinen 56. Geburtstag. Nicht nur organisatorisch eine Herausforderung, sondern mehr emotional, weil ich nicht alle Familienmitglieder gemeinsam an einen Tisch bekommen kann. Ich hatte also Gefühlsstress und habe mir den Tag irgendwie einfach weggewünscht. Aber wie das mit Wünschen so ist: sie finden vor dem Schicksal und manchmal eben auch den Menschen, die wir lieben, nicht immer Erfüllung. Damit kenne ich mich ja nun aus.

Da sowohl Lieblingstantchen als auch Lieblingsonkel Samstagvormittag arbeiten mussten, verbrachte ich mit meinen Eltern nur zu dritt, statt zu fünft den Vormittag. Sie kamen zum Frühstück. Wie von ihnen gewünscht, habe ich das ganz einfach gehalten.



(Foto Anton: von Mama)

Ich habe mich so sehr gefreut, dass wir lange zusammen saßen, gefrühstückt und viel gequasselt haben. Die Katzmänner waren auch glücklich. Vor allem Jakob, der ja total in meinen Babba verliebt ist .. was auf Gegenseitigkeit beruht, obwohl Babba es von Jakobs Ankunft war, der sich nachdrücklich gegen eine dritte Katze ausgesprochen hatte. 

Nachdem meine Eltern sich verabschiedet hatten, räumte ich das Geschirr in die Maschine und deckte für die Kinder und Kinderkinder. Den Kuchen (Zitronen Cheesecake nach einem ZauberMix Rezept) hatte ich schon am Vorabend gebacken, die Konfetti Muffins am frühen Morgen.



Alle Kinder waren da und wir haben viel gelacht und hatten riesigen Spaß. Die große Enkelmaus bestand darauf, noch länger zu bleiben (hat er auch) und wollte sogar bei mir übernachten. Es wäre das erste Mal über Nacht gewesen. Aber ich hatte noch eine abendliche Verabredung mit dem kleinen Helden und seiner Verlobten. Sie und Christopher haben mich nämlich für den Abend zum All You Can Eat beim Japaner eingeladen. Was mich riesig gefreut hat. Nicht nur wegen des leckeren Essens, vor allem nämlich wegen der gemeinsamen Zeit. 





Dennis und L schenkten mir ..trotz des bereits so teuren Shootings zu Muttertag.. ein großartiges Buch mit einem wunderschönen, metallenen Lesezeichen. Darin werde ich hoffentlich schon bald lesen können.


Meine Freundin Leni aus Bayern schickte mir ein zauberhaftes Päckchen mit so liebevollen Wünschen. Das zauberhafte Kuscheltier Ella, welches ich bereits als Schaukelpferd für die Enkelmäuse besitze, und ganz wundervolle Frida Khalo Vasen. Ich bewundere Frida Khalo ja schon lange.



Neben der Einladung zum Japaner haben Christopher und L mir noch eine weitere Pokémon Tasse geschenkt. Ganz meiner Leidenschaft zu den kleinen Monstern und Kaffee folgend. Gestern haben Dennis und Christopher und ich auch noch einmal unserem Plan gefestigt, ab und an gemeinsam auf die Taschenmonsterjagd zu gehen. Nun hat uns auch wieder alle drei das Pokémonfieber gepackt. Wie damals, als das Spiel bzw. die App am 13. Juli 2016 in Deutschland erschienen ist. 

Meine künftige Schwiegertochter brachte mir zudem noch einen Blumenstrauß mit. Ich habe mich gefreut, schaue ich mir Blumen doch so gerne an. Dennoch mag ich sie lieber "lebend", also noch in der Erde. Nichtsdestotrotz: voll lieb!



Das schönste Geschenk war das Leinwandherz, das die große Enkelmaus selbst ausgesucht und gemeinsam mit der kleinen Enkelmaus mit Farbe betupft hat, um es mir zum Geburtstag zu schenken. Ich suche noch nach einem geeigneten Ehrenplatz. Enkelgeschenke sind die besondersten Geschenke.


Mama und Babba haben mir zudem auch ein Kleid geschenkt, das ich heute Morgen gleich gewaschen habe und das jetzt schon auf der Leine zum Trocknen hängt. 

Ja. Mir war dieser Tag ein Grauen. Um so mehr freue ich mich im Nachhinein, dass es trotz aller Umstände ein so schöner und wundervoller Tag wurde. 

Heute kommt der Große vorbei. Reden. Über die Vergangenheit. Auch das bereitete mir die ganze Woche Bauchschmerzen und Übelkeit. Wie alles, von dem ich nicht weiß, was auf mich zukommt, oder mit welchem ich schon schlechte Erfahrungen gemacht habe. Aber auch hier hat sich inzwischen Entspannung eingestellt. Ganz nach Reinhold Niebuhrs Gelassenheitsgebet: 

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Seit Tagen habe ich Honoré de Balzacs Worte im Kopf:

Das Herz einer Mutter ist ein Abgrund, in dessen Tiefe man immer eines findet: Bereitschaft zum Verzeihen.

to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen

Nächste Woche ✪ Die Woche des Schleppens mit verlängerten Arbeitswegzeiten und mehrfachen Umstiegen beginnt. Morgen schleppe ich also die alte Krücke von Rechner nebst Kabelei, das ich noch im Homeoffice nutze, ins Büro. Denn am Dienstag ist Teamsitzung, da habe ich morgens Blechkuchen und Muffins anlässlich meines Geburtstags im Gepäck. Mittwoch sind A und B das erste Mal wieder gemeinsam im Büro .. da bringe ich Bs Geschenk mit, die einen Tag vor mir Geburtstag hatte. Donnerstag kann ich ..sofern mit dem Austausch und der Einrichtung des Laptops alles glatt läuft.. hoffentlich im Homeoffice arbeiten. Freitag arbeite ich ..trotz eigentlichem Homeofficetag.. im Büro, weil A, B und ich endlich As Geschenk vom letztjährigen Geburtstag einlösen: Die eat the world Tour in Bessungen.

Macht euch keine Sorgen!
Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten,
Sagt ihm, was euch fehlt,
und dankt ihm!
Philipper 4,6 

Sonntag, 6. Juli 2025

.daily july | 00057

Meine heutige Botschaft aus dem Glas. Wenn es doch so einfach wäre...

Darum kann ich mir heute jedoch keine Gedanken machen, denn die mache ich mir gerade um Anton. Mein kleines Bärchen hat Durchfall, Erbrechen und hängt durch. Ich habe ihm Traubenzucker in Wasser aufgelöst und ein wenig mit dem Finger eingeflößt. Diesen Tipp bekam ich für solche Fälle mal vom Tierarzt meines Vertrauens und habe damit auch schon einige Male gute Erfahrungen gemacht. Ich bete, dass es auch dieses Mal hilft.

Gestern Abend konnte ich die Umrandung für die Miniresteripple fertigstellen. Mama habe ich die Bilder geschickt und sie gefällt ihr. 


Mit der endgültigen Fertigstellung der Miniresteripple ist jetzt der Weg fürs nächste Projekt frei. Eine zweifarbige Ripple Blanket. Für mich. Die Farben orientieren sich an einem T-Shirt meiner großen Enkelmaus, als sie noch eine kleine Enkelmaus war. Sie wird also eine Ripple Aaron sein. 

to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen

Morgen ✪ Erster Arbeitstag nach drei Wochen Urlaub. Ich bin gespannt, was mich im Büro erwartet. An Arbeit, an spontanen Neuerungen.

Freut euch zu jeder Zeit,
dass ihr zum Herrn gehört.
Und noch einmal will ich es sagen:
Freut euch!
Philipper 4,4 

Samstag, 5. Juli 2025

.daily july | 00056

Ich habe in der Nacht kein Auge zugemacht, Gedanken hielten mich wach. Und so bin ich um halb eins noch einmal aufgestanden und habe sie niedergeschrieben. In einem nicht öffentlichen Medium. Damit sie auch woanders sind und damit vielleicht weniger Raum in meinem Kopf einnehmen. Hat nur so semi geklappt; ich blieb trotzdem noch sehr lange unruhig wach. Sowohl mein physischer als auch mein psychischer Zustand heute Morgen stehen im Verhältnis zu gestern Nacht.

Heute haben die weltbeste Beste, S und ich einen Ausflug aufs Alsbacher Schloss geplant. Soweit ich erfahren habe, gibt es dort keine geeignete Gastro; wir werden also schauen, wo wir landen werden. Wertfrei gesagt, steht mir gerade nicht der Sinn nach Ablenkung, selbst wenn es mir sicher gut tun wird. Ich hoffe nur, auch ich kann den beiden gut tun.

Meine Freundinnen A und B schenkten mir vor über eineinhalb Jahren dieses Glas mit Glücksbotschaften. Ich hatte es all die Zeit nicht angerührt. Heute war es mir ein starkes Bedürfnis. 


Um kurz nach elf mache ich mich erneut mit der Bahn auf den Weg nach Bickenbach, wo Alex und S mich einsammeln und wir gemeinsam aufs Alsbacher Schloss fahren.

Das Alsbacher Schloss ist verhältnismäßig klein und unverhältnismäßig ungepflegt. Nach einem entsprechend und ungewollt kurzen Rundgang fahren wir schließlich weiter auf Schloss Auerbach. Eines der schönsten in unserer Umgebung.

Auf dem Auerbacher Schloss kann man zwar gut essen, heute jedoch nur eine geschlossene Gesellschaft. Und so kehren wir nach einem ausgedehnten Rundgang auf dem Rückweg in die Alte Dorfmühle ein. Wir haben uns wieder ganz wunderbar ausgetauscht, über schöne und lustige Dinge und Probleme gequatscht. Meines habe ich jedoch nicht angesprochen. Ich mag gerade nicht darüber reden.

to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen.

Minirippleblanket ✪ nachträgliche Umrandung in Arbeit.

Gott aber kann viel mehr tun,
als wir jemals von ihm erbitten
oder uns auch nur vorstellen können.
So groß ist seine Kraft,
die in uns wirkt.
Epheser 3,20 

Freitag, 4. Juli 2025

.daily july | 00055 {neunzehnter urlaubstag}

Die Miniresteripple ist gestern Abend fertig, heute Morgen gleich mit Alma von mir fotografiert und die Bilder an Mama geschickt worden. Ich habe zwar schon mit dem nächsten Projekt begonnen, aber Mama wünscht sich nun doch noch eine Umrandung. Daran werde ich mich dann also heute Abend machen.

Um halb eins mache ich mich auf den Weg nach Bickenbach. Dass ich noch Urlaub habe, wollen wir nutzen, um gemeinsam die große Enkelmaus vom Kindergarten abzuholen. 

Dreck im Gesicht und Sand in Schuhen, Taschen und wasweißichnochüberall - so sieht ein glückliches Waldkindergartenkind aus. Wir machen auf dem Rückweg wieder Halt beim Eiscafé.

Es gibt Dinge, die begreife ich einfach nicht. Die sind für mich auf moralischer und emotionaler Ebene schlicht nicht nachvollziehbar. Vielleicht auch deswegen, weil ich es nicht an die sich zwangsläufig daraus ergebene Oberflächlichkeit und Berechnung glauben will, Und doch muss ich sie akzeptieren. Selbst wenn es mir das Herz bricht, das eigentlich vor Glück tanzen sollte.  

to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen

Miniriresteppleblanket ✪ Fertig! Dachte ich...

Nichts ist mir unmöglich,
weil der, der bei mir ist,
mich stark macht.
Philipper 4,13 

Donnerstag, 3. Juli 2025

.daily july | 00054 {achtzehnter urlaubstag}

Den vorletzten Urlaubstag atme ich erstmal auf und durch und lasse die Frische der Nacht noch eine ganze Weile durch die Wohnung ziehen. Es tut gut, auch im Freien mal wieder atmen zu können. Die hitzebedingten Ozonhochwerte und mein chronisches Asthma sind keine so tolle Kombi. 

Auch nutze ich die Zeit der geöffneten Türen und Fenster und damit das Morgenlicht, endlich die Ripple FIUD♡ zu fotografieren.

Danach bringe ich jede Sorte Müll raus, sauge gründlich durch, kämme die Kater und bleibe auch sonst in dem Urlaubsmodus, der nach zwei Wochen Putzen und Räumen nun eine letzte Woche Faulsein absolut rechtfertigt.

Das Handy eh gerade in der Hand, mache ich Bilder vom gestern zusammengebauten Nachttisch, der mir nun sowohl als neuer Beistelltisch zum Lesesessel als auch als Stauraum für Almas Kleidung und im Zweifel ab und an auch Alma selbst dienen soll. Das kleine Büchlein hat schon über 100 Jahre auf dem Buckel gehörte Oma Schoemer. Sie war nicht meine Oma und eine etwas garstige Frau, die im Haus meiner Großeltern lebten. Wie genau die Verwandtschaftsverhältnisse waren, müsste ich mal meine Mama fragen. Oma Schoemer war halt einfach schon immer da.



to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen

Miniresteripple ✪ Stand: Farbe 5 von 7.

Es ist kurz nach halb sieben und ich bin bei der letzten Farbe angekommen. Ich bin also zuversichtlich, die Miniresteripple heute fertig häkeln zu können.

Morgen ✪ Omatag. Und wie schon letzten Freitag, werde ich zeitig nach Bickenbach fahren und gemeinsam mit Dennis, L und I A vom Kindergarten abholen. Danach steht auch wieder Eisessen an. Und danach vermutlich Planschen im Garten. Ich freu mich schon wieder sehr. 

Meine Gnade
ist alles, was du brauchst!
Denn gerade wenn du schwach bist,
wirkt meine Kraft ganz besonders in dir.
2. Korinther 12,9 

Mittwoch, 2. Juli 2025

.daily july | 00053 {siebzehnter urlaubstag}

In der Stille und der Zeit, in der die Wohnung noch nicht auf 27 Grad hochgeheizt ist, mache ich meine Fuß- und Fingernägel wieder tageslichttauglich. Gerade die Fingernägel haben während meiner Putz- und Räumaktion schwer gelitten. Die Schäden durch das alte Gelzeugs sind erst zu einem Drittel rausgewachsen. Ich brauche also noch etwas Geduld, bis ich meine Nägel wieder als gesund bezeichnen kann.

Ich bin den ganzen Morgen bis zum Nachmittag damit beschäftigt, die Tweet-Posts vorzubereiten und habe das komplette Jahr 2018 abgeschlossen. In keinem anderen bin ich in so rasantem Tempo emotional dermaßen hoch geflogen und tief gefallen. Diese Gefühle im Rückblick noch einmal so deutlich zu sehen und in Teilen zu spüren, verpasst mir ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln.

Dazwischen telefoniere ich wieder lange mit Mama. Babba kommt am Sonntag zum Haare schneiden vorbei.

Früher als erwartet trifft auch der Nachttisch ein, in dem ich Almas Kleidung und Alma selbst verstauen will, wenn ich nicht zu Hause bin, um sie vor dem Spieltrieb der Katzmänner zu schützen. Ich hatte ihn in weiß bestellt. Nun ja.


Am Abend erreicht mich eine WhatsApp von Christopher, der sich nach der Gestaltung meines Geburtstags übernächsten Samstag erkundigt. Ich möge mir doch bitte ab 19 Uhr freihalten, mich zum draußen sitzen können bekleiden und Hunger auf Asiatisch mitbringen. Wie sehr ich mich schon jetzt auf die Zeit mit meinem Jüngsten und seiner Verlobten freue!

Als ich um 22 Uhr ins Bett gehen will und dazu alle Fenster und Balkontüren aufreiße, beginnt das Gewitterchen. Ohne viel Getöse und noch weniger Regen. Aber immerhin strömt endlich mal etwas kühlere Luft in die Villa Wunderbunt. Ich bleibe eine Weile draußen sitzen, beobachte das Schauspiel am Himmel und genieße den Wind.

to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Maniküre, Pediküre, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen

Minirippleblanket ✪ Stand Farbe 5 von 7.

Wir werden oft bedroht,
doch die Menschen
können uns nie in die Enge treiben.
Nicht selten haben wir
mit Zweifeln zu kämpfen,
aber wir verzweifeln nie.
2. Korinther 4,8 

Dienstag, 1. Juli 2025

.daily july | 00052 {sechzehnter urlaubstag}

Es ist halb zehn und ich habe ..bis aufs Bügeln, an das ich mich jetzt gleich mache.. alles, was ich heute erledigen wollte, erledigt. Danach bleibt mir noch Zeit, um weitere Tweet-Posts und Entwürfe für die Hörbuchrezensionen vorzubereiten und zu schreiben.

Gestern konnte ich die Ripple FIUD♡ fertigstellen. Sie wartet jetzt in einer Tasche auf den geeigneten Zeitpunkt, fotografiert zu werden. Dieser Tage muss ich morgens nach dem Lüften viel zu früh wieder alle Rollläden schließen, um der schon oder immer noch warmen Luft nicht zu viel Einlass in die Wohnung zu gewähren. Damit schließe ich nur leider auch das Tageslicht aus, das ich fürs Fotografieren brauche. Hmpf.

Immerhin konnte ich mit der Miniresteripple beginnen, um die mich meine Mama gebeten hat, und kam gestern schon zu Farbe 2 von 7.

Sowohl die Katzmänner als auch ich sind heute platt. Keine Frage: die Temperaturen und mein Körper sind einfach nicht mehr kompatibel. Das war bis vor zwei Jahren auch anders. Zudem huste und schnoddere ich, was das Zeug hält. Ich habe Gliederschmerzen und Wackelpudding im Kopf. Bäh!

Ein Ereignis, das ich als über die Maßen glücklich bezeichnen möchte, ereignet sich am frühen Nachmittag. Ich habe während meiner Putz- und Aufräumaktion ja jede Menge Dinge aussortiert und in die Verschenkekiste vor dem Haus gepackt. Das meiste, ohne weiter darüber nachzudenken. Ist wie mit einem Pflaster, das man besser schnell abzieht, bevor man es sich noch anders überlegen kann. Darunter war auch eine vermeintlich leere Geldbörse. Diese fand Gefallen und zügig eine neue Besitzerin. Eben diese klingelt heute an meiner Tür. Sie schildert mir in gebrochenem Deutsch, dass sie die Börse am Wochenende entnommen hatte und heute einräumen wollte. Sie entschuldigt sich mehrfach für ihr Deutsch, da sie noch nicht  lange in Deutschland sei, und hält mir daher kurzerhand die geöffnete Börse hin. Darin befindet sich meine noch bis Anfang 2028 gültige Kreditkarte. Diese habe ich noch kein einziges Mal benutzt, was keine Entschuldigung für meine grenzenlose Nachlässigkeit und Dummheit ist, jedoch der Grund, dieser wildfremden Frau unendlich dankbar für ihre Ehrlichkeit und völlig selbstlosen Hilfe zu sein. Sie hat sich schließlich noch einmal auf den Weg zu mir gemacht und mir die Karte zurückgebracht. Ich bin echt glücklich und erleichtert, nicht durch meine Dummheit in Schwierigkeiten gekommen zu sein, und grenzenlos dankbar, dass es so gute, anständige und ehrliche Menschen wie diese Frau gibt! Wegen der Kreditkarte und überhaupt.

to do ✪ Ablage, Socken fotografieren, Maniküre, Pediküre, Shop auffüllen, Tweets vorbereiten, Türen abspülen, Jeanstasche nähen, Waschmaschine reinigen, Trockner reinigen

Ripple FIUD♡ ✪ Fertig!

Miniresteripple ✪ Stand gestern: Farbe 2 von 7.

Ich bin überzeugt,
dass weder Tod noch Leben
uns von der Liebe Gottes trennen kann,
die er uns durch Jesus Christus schenkt.
Römer 8,38-39