Posts mit dem Label Depression werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Depression werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Oktober 2025

.eigentlich | schein und sein

Eigentlich wollte ich die vergangenen zwei Urlaubswochen auch nutzen, um mein Blog aus seinem Spätsommer-| Frühherbstschlaf zu wecken. Tatsächlich habe ich aber erst gestern die Fotos der vergangenen Wochen und Monate zusammengetragen, um sie zumindest schon einmal als Entwürfe abzulegen. 

Wie kommt's? Wie kommt es, dass meine anfängliche Motivation so sehr und schnell an Schwung verloren hat? Wo das Bloggen doch nicht nur als adäquater Ersatz für das mein Leben so beherrschende Twittern und ein back to the roots gedacht war?

Ich halte es nicht für angebracht, das Thema Zeit ins Spiel zu bringen .. auch wenn sie mir fürs Twittern selbst irgendwann oft ..und eigentlich.. fehlte. Vermeintlich fehlte. Faktisch wurde es mir den letzten zwei Jahren schhlicht zu viel. Sowohl zeitkritisch als auch vornehmlich emotional. 

Fürs Bloggen fehlte mir plötzlich die Muse. Lieber verbrachte ich die Feierabende auf dem Sofa mit Ohrenlesen und Häkeln als vorm PC. Ist ja auch nicht das Schlechteste. Mir stand schließlich nicht mehr der Sinn danach, mein Tun in die breite Masse hinauszuschreien. Mein Blog ist mein Kämmerchen, in das selten bis nie ein Blick geworfen wird und ..vor allem.. aus dem ich nur ab und zu mal rauszuschauen brauche. So wie es gedacht war. Ein Schutzraum.

Warum also mein Fernbleiben? Nachvollziehbar, dass ich nach Feierabend keinen Drang mehr hatte, schon wieder vor einem Bildschirm zu sitzen. Im Job war es in den vergangenen Monaten aufgrund immer wiederkehrender Vertretungswochen anstrengend. Dazu kommt eine wachsende Aversion gegen soziale Medien, vordergründig WhatsApp. Durch jede noch so kleine und belanglose Nachricht fühlte ich mich gestresst, bedrängt. 

Zu spät erkannte ich die Phase, die mich jeden Tag mehr umfasste und dieses Mal weit länger anhielt als ich es aus der Vergangenheit kenne. Das Internet beschreibt es sehr gut:

Eine funktionale oder hochfunktionale Depression beschreibt eine Form der Depression, bei der Betroffene nach außen hin weiterhin leistungsfähig sind und ihren Alltag meistern, während sie innerlich unter depressiven Symptomen wie Erschöpfung, Leere oder Anspannung leiden. Der Begriff ist keine offizielle Diagnose, wird aber oft für Depressionen verwendet, die lange unerkannt bleiben, da die Symptome im Verborgenen wirken und die Betroffenen eine Fassade der Zufriedenheit aufrechterhalten. 

Merkmale einer funktionalen Depression

Äußerliche Fassade: Betroffene gehen zur Arbeit, erfüllen familiäre und soziale Verpflichtungen und wirken nach außen hin stabil, erfolgreich und engagiert. 

Innere Belastung: Hinter dieser Fassade verbergen sich jedoch typische depressive Symptome, die sie oft nicht äußern können. 

Diskrepanz: Es besteht ein starker Kontrast zwischen dem äußeren Verhalten und dem inneren Zustand, was zu einem Gefühl des „Doppellebens“ führt. 

Unsichtbarkeit: Diese Form der Depression ist oft schwer zu erkennen, sowohl für die Betroffenen selbst als auch für ihr Umfeld, da die Symptome nicht so offensichtlich sind wie bei einer klassischen Depression. 

Typische Symptome 

Emotionale Erschöpfung trotz äußerer Aktivität
Innere Leere oder Gefühllosigkeit
Perfektionismus und hoher Leistungsdruck
Konzentrations- oder Schlafprobleme
Grübeln und Gedankenkarusselle
Gefühl der Entfremdung von sich selbst oder anderen
Körperliche Beschwerden wie Verspannungen oder Magenprobleme

Sei's drum. Ich bin durch. Und tatsächlich möchte ich mich auch gar nicht mehr weiter mit dem Thema beschäftigen. Es kommt und geht wie eine Erkältung. Fertig. Zumindest für mich.

Schön ist, dass ich sehr, sehr viel gehört habe. Alle "Das Lied von Eis und Feuer" Bände, zum Beispiel. Danach habe ich meinen Urlaub genutzt, um alle Staffeln von "Game of Thrones" zu schauen. Und gehäkelt. Auch relativ viel. Und ich bin aktuell täglich auf dem Stepper. Oft über eine Stunde. Meinem Bauchfett ist das egal und auch das Gewicht fällt nicht ins Gewicht. Jedenfalls nicht dessen Verlust. Aber das ist ein anderes Thema, das mich derzeit weniger als erwartet berührt. Denn ich fühle mich fit. Und gut. Und das allein zählt gerade. Für mich.

Nun springe ich unter die Dusche und mache mich danach auf den Weg zu den Enkelmäusen. Wir möchten heute das Kürbis-Café besuchen. Und vielleicht zücke ich da tatsächlich mal das Handy und mache ein paar Aufnahmen. Und am Abend habe ich dann vielleicht auch mal wieder Muse genug, um den einen oder anderen Post nachzuholen.

Dienstag, 20. Mai 2025

.daily may | 00014

Die Wolken im Kopf ziehen sich immer mehr zu. Mir fehlt die Kraft, alle Gedanken, die meine Synapsen überschatten und mehr und mehr beherrschen, aufzuschreiben.

Immerhin bin ich noch in der Lage, mich zu freuen. Über das Geschenk, das mir Dennis und Laura zu Muttertag gemacht haben. Und auf das Fotoshooting mit ihnen und den Enkelmäusen, für das meine Schwiegertochter schon gleich einen Termin vereinbart hat. Das macht mein Herz froh.

Die Blümchen, die Tantchen erbeten hat, habe ich auch fertig. Ich persönlich mag die flachen Blüten nicht so gerne. Aber sie findet sie perfekt und hat sich gefreut. Das ist das einzige, das zählt.

Übrigens: Nur eine Sekunde, nachdem dieser Schnappschuss entstanden ist, hat Emil die Katze rausgelassen und die Häkelblumen mit einem einzigen, gezielten Pfotenschlag vom Balken gepfeffert. Tze.

minus12 ✪ Ich bin die Meisterin der Selbstsabotage. Und es ist mir egal. Irgendwie. Gerade.

Ohrenkino ✪ Auch heute Abend wieder Das Kalendermädchen. Weiter.

Morgen ✪ Ich muss mir noch Rezepte raussuchen und einen Einkaufszettel schreiben. Die weltbeste Beste hat am Samstag Geburtstag und zur Grillparty geladen. Ich möchte dazu selbstgemochtes Brot, selbstgemachte Dips und noch irgendwas mit Tofu mitbringen.

Kommt alle her zu mir,
die ihr euch abmüht
und unter eurer Last leidet!
Ich werde euch Ruhe geben.
Matthäus 11,28

Ach! Der improvisierte Sonnenschutz für den Tischteich ist da. Ich finde, es schaut ganz nett aus. Sogar das Katzengras hat noch Platz darunter.


Ich schleppe mich jetzt mal unter die Dusche und dann will ich nur noch aufs Sofa .. ein paar Gänseblümchen häkeln und zeitig ins Bett. Wenn's nach mir ginge, würde ich mich jetzt schon schlafen legen, um nicht permanent vor einem Tränenausbruch zu stehen.

Sonntag, 18. Mai 2025

.daily may | 00012

Ein Sonntag, wie sich's für einen Sonntag gebührt. Außer der Bügelwäsche und Bad putzen lagen heute keine Verpflichtungen für mich vor. Im Gegenteil. Am Mittag kam mein Babba vorbei .. natürlich wieder mit der Tasche voller Schokotoffees. Er wollte noch ein paar Songs auf seiner Spotify Playlist haben und Tschüss vor seiner Urlaubswoche in der Türkei sagen. Ich habe Angst. Seine Krebserkrankung war nicht ohne, erst recht nicht in seinem Alter. Die letzte Chemo liegt kaum ein halbes Jahr zurück. Und es ist keine 18 Tage her, dass er erneut zusammengebrochen ist. Und nun ist er ohne Mama unterwegs. Ich kann und darf ihm die Reise nicht verbieten. Aber ich kann und darf ihm sagen, dass ich mir große Sorgen um ihn mache, auch wenn ich ihm eine fantastische Zeit wünsche.

Ach, so! Und neben Schokotoffees für mich hatte Babba heute auch noch Spielzeug für die Katzmänner dabei: Spielzeug von JOOP! Das haben sie natürlich nicht gekauft, da hätte ich meinen Eltern nämlich den Vogel gezeigt. Aber sowas von. Es wurde ihnen von Freunden weitergegeben und ist jetzt bei mir gelandet.




Mir wäre es ja gar nicht aufgefallen .. zieht Anton sich ja immer um die Mittagszeit für sein Schläfchen irgendwohin zurück, wo man ihn kaum findet oder erwartet und lässt die Welt einfach die Welt sein. Hätte Jakob nicht an der Schranktür gekratzt, hätte ich diese auch so schnell nicht wieder geöffnet. Und siehe da: ein Anton! Der guckt nur ganz verschlafen, gähnt, dreht sich um und schläft weiter. Gänzlich unbeeindruckt von der Tatsache, dass er bereits seit Stunden im Kleiderschrank eingeschlossen war. 


minus12 ✪ Immer noch Waagenverweigerungsmodus.

Ohrenkino ✪ Immer noch Die Einladung.

Morgen ✪ Ich plane einen frühen Feierabend, da ich am späten Nachmittag einen Impftermin habe. Für alle drei Jungs. Na, das wird ein Spaß. Meeeh!

Daisy Granny ✪ Nachreichung Foto Stand gestern Abend:

Psyche ✪ Die grauen Wolken im Kopf lassen es immer mal wieder regnen. Ich schiebe diese Phasen auf die Hormone bzw. darauf, dass das Rotklee eben nicht mehr so gut wirkt wie noch bis vor zwei Wochen. Ich will den schwarzen Hund nicht wieder in meinem Leben haben. Ich will, dass es einfach nur der Trübsinn einer Menopausenphase ist.

Denn also hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
auf dass alle, die an ihn glauben,
nicht verloren werden,
sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3, 16

.elternabend | sebastian fitzek

Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!)

Niemand auf der Welt entgeht dem "Charme" eines Elternabends!

Ein lebenskluger und hinreißend komischer Roman im Stil von Sebastian Fitzeks Nr. 1-Bestseller Der erste letzte Tag.

Der Kleinkriminelle Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem

©2023 Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG. (P)2023 Audible GmbH

Autor: Sebastian Fitzek

Gesprochen von: Simon Jäger

Spieldauer:  5 Std. und 48 Min. (ungekürzt)

Veröffentlicht: 26.04.2023

Kategorie: Comedy & Humor

Sprache: Deutsch

Anbieter: Audible Studios

Da mit Kein Thriller (auch wenn der Titel nach Horror klingt!) untertitelt, stehe ich kurz davor, Herrn Fitzek wegen heimtückischen, versuchten Mordes anzuklagen, weil ich mich ab der ersten Minute über fünfeinhalb Stunden beinahe zu Tode gelacht habe. Jeder Satz explodierte in Komik und ich wurde schon lange nicht mehr dermaßen langanhaltend unterhalten. Die Themen Depression und Suizid waren so in die Geschichte integriert, dass sie ..nachvollziehbarerweise.. kein brüllendes Gelächter verursachten, jedoch auch nicht ins Lächerliche gezogen wurden. Im Gegenteil: Nicht wenige Aussagen gingen mir ..als Betroffene.. tatsächlich unter die Haut.

Keine Frage: Es ist wirklich eine sowohl herausragend abenteuerliche als auch sehr berührende Geschichte mit unfassbar gutem Witz, die mit weniger als 5 Sterne gar nicht bewertet werden könnte. Dennoch ist es Simon Jäger, der den Elternabend mit seiner Interpretation zu einem Meisterwerk macht und jeden Charakter auf seine einmalige Art zum Leben erweckt und weshalb ich dieser Story gerne 6 Sterne geben würde. Ein Feuerwerk für die Ohren.

Mittwoch, 26. März 2025

.was ich nie gesagt habe | susanne abel

Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie

Die Fortsetzung von Stay away from Gretchen.

Tom Monderath ist frisch verliebt, und glücklich. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren, und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Toms Freundin Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind kämpfte Konrad im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 1940er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird...

Der ungeduldig erwartete neue Roman der Bestsellerautorin, eingelesen von Sprecherin Vera Teltz, die für ihre Interpretation von Stay away from Gretchen bereits auf begeisterte Hörerstimmen stieß.

©2022 dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (P)2022 Hörbuch Hamburg HHV GmbH

Autor: Susanne Abel

Gesprochen von: Vera Teltz

Serie: Die Gretchen-Reihe 2

Spieldauer:  15 Std. und 30 Min. (ungekürzt)

Veröffentlicht: 15.06.2022

Kategorie: Literatur & Belletristik

Sprache: Deutsch

Anbieter: HörbucHHamburg HHV GmbH

Nicht selten stehe ich Fortsetzungen ein wenig kritisch gegenüber. Doch wie ich hier meine Begeisterung gegenüber des ersten Teils noch toppen soll, ist mir schlicht schleierhaft. 

Die Geschichte ist vom ersten bis zum letzten Wort genial. Erneut meisterhaft in Sprachtempo, Stimmung, Dialekt sowie Akzent und Tonlage von Vera Teltz vorgetragen. Das Hörerlebnis wird zum oscarreifen Kopfkino. 

Eine fesselnde Geschichte, tief berührend, liebevoll, bewegend, spannend, humorvoll, emotional und sehr gut recherchiert. Ich liebe jeden einzelnen Protagonisten, der mir in diesem Buch wie ein*e alte*r Bekannte*r gegenübersteht, fieberte und fühlte mit ihnen, empfand Freude, Skepsis, Mitgefühl, Bestürzung, Scham über die schrecklichen Taten der Vergangenheit und Verständnis den Menschen gegenüber, die nun in der Gegenwart damit umzugehen gezwungen sind.

Dieses Buch ist ein Meistermeisterwerk der Autorin Susanne Abel. Dennoch empfehle ich, unbedingt den ersten Teil zu lesen, bevor man im zweiten versinkt.

.stay away from gretchen | susanne abel

Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe

Eine große Liebe in dunklen Zeiten. 

Eine junge Frau, ein afroamerikanischer GI und das Geheimnis einer verbotenen Liebe.

Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Was anfangs ärgerlich für sein scheinbar so perfektes Leben ist, wird unerwartet zu einem Geschenk. Nach und nach erzählt Greta aus ihrem Leben - von ihrer Kindheit in Ostpreußen, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter, der Sehnsucht nach dem verschollenen Vater und ihren Erfolgen auf dem Schwarzmarkt in Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen. Es geht auch um sein eigenes Glück.

©2021 dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (P)2021 Hörbuch Hamburg HHV GmbH

Autor: Susanne Abel

Gesprochen von: Vera Teltz

Serie: Die Gretchen-Reihe 1

Spieldauer:  14 Std. und 4 Min. (ungekürzt)

Veröffentlicht: 18.03.2021

Kategorie: Literatur & Belletristik

Sprache: Deutsch

Anbieter: HörbucHHamburg HHV GmbH

Bei diesem Buch gehen mir echt die Superlative aus. Fesselnd, emotional, humor-und gefühlvoll, spannend, berührend. Ich mag die Stimme und Vortragsweise von Vera Teltz schon seit ewigen Zeiten und vielen anderen Hörbüchern und sie war das i-Tüpfelchen auf dieser durch und durch hinreißenden schriftstellerischen Meisterleistung, die unter die Haut geht.

Die perfekte Mischung aus Liebe, Familie, Geschichte und gesellschaftlicher Kritik. Zu keinem Zeitpunkt war die Erzählung über mehrere Generationen hinweg zäh oder gar langweilig. 

Die Protagonisten wuchsen mir schnell ans Herz. Ich fieberte mit, ich weinte, ich lachte und trauerte. Die schrecklichen Geschehnisse und gesellschaftlichen Verhältnisse während des Zweiten Weltkriegs und der Besetzung bis hin in die Gegenwart berührten mich ebenso wie Gretchens Erkrankung und Toms Umgang damit.

Sprachlich ist der Roman auf einem solch großartigen Niveau, dass es jede*n Leser*in mitnimmt, das Gefühl gibt, als Zuschauer mitten in der Geschichte zu stehen.

Sonntag, 15. Dezember 2024

.sonntagsschätzchen | 3zehn [19.05.2024]

Bei Andrea bin ich auf eine bezaubernde Aktion gestoßen, zählt sie für mich doch in die Kategorie des geistigen Seelestreichelns.

Laut Andrea sind Sonntagsschätzchen Lieblinge und Glücksmomente aus der jeweils vergangenen Woche. Man möchte sie noch einmal betrachten, wertschätzen, darüber erzählen, zeigen und sich daran erfreuen. Im Grund ist es genau das, was ich in seiner Gesamtheit mit Bloggen beabsichtige. Wie Andrea es auf den Punkt bringt, sind es doch die kleinen Dinge und Momente, die Lichtstrahlen ins Grau des Alltags werfen.

Guten Mittag. Wieder ist es ruhig auf sämtlichen Kanälen. Ruhiger als es sein sollte .. und mir immer noch zu "laut". Zu viel. Leider steht meine Psyche dem Wetter gerade wieder in nichts nach: grau. Und wieder kämpfe ich dagegen an. Wie treffend da mein neues Projekt ist: Daisy Grey. Bei trübem Licht und Regen habe ich versucht, wenigstens ein paar Bilder für die heutigen Schätzchen zu machen {Fotos der beiden Omatage, die selbstverständlich ebenfalls zu meinen Glücksmomenten zählen, habe ich nicht bzw. keine, die ich ins Netz stellen kann .. da waren am Freitag der gemeinsame Besuch in einem Altenheim und am Samstag auf einem Volksfest}.

Ich habe mich durchs Netz gesurft und versucht, schlau zu machen und dann einfach losgelegt. Und siehe da: es funktioniert. Sogar ganz so wie gedacht. Das ist ein Gefühl, das ich konserviere und einsetze, um dem Schwarzen Hund mit vorgerecktem Kinn entgegenzutreten.




Ich denke darüber nach, ein Tutorial zu erstellen. Auch wenn hier kaum jemand liest, bleibt es dann doch wenigstens ein Erinnermich, sollte ich in tausend Monden, oder so, wieder eine Daisydecke häkeln wollen und nicht mehr wissen, wie genau ich sie zustande bringe. 



Ich werde mich jetzt erst einmal auf eine Stunde Sport konzentrieren und dann aufs Sofa zurückziehen, um weiter Gänseblümchen zu produzieren.

Man muss mit seinen Gedanken
nur bei dem sein,
was gerade jetzt zu tun ist.

Mark Aurel

Allen, die hier reingelesen haben, wünsche ich ein entspanntes, sonniges Pfingstwochenende.