Dienstag, 5. Mai 2026

.x steht für 10 | 02.08.2020 • 05.08.2020

X steht für 10.


»Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.« »Ffdimmd niffd!«


Wut ist die Summe aller Enttäuschungen.


Irgendwann werde ich sie wiederfinden. Die Ruhe in mir. Um Gedanken zu sortieren. Wahrnehmungen zu nuancieren. Und Emotionen zu dekomponieren. Danach kann ich zufrieden auf die Ordnung blicken. Die Buntstifte rausholen. Und eine Zukunft malen.


Halb drei Uhr nachts. Wieder mal schlaflos. Der Kater kommt zum Kuscheln unter die Bettdecke, leckt erst über meinen Bauch und zähnekneift mich dann ins Kinn. Er hat mir auf charmante Art gesagt, dass ich zu dick bin, ne?


Beim Küssen muss man leise sein, damit die Seelen miteinander flüstern können.


[auf einem Parkplatz] Aus meinem Autoradio spielt gerade Rammsteins ›Deutschland‹ aus. Zwei Passantinen: »Was erwartest du auch von einer Tätowierten?« [Bedřich Smetanas ›Die Moldau‹ klingt an] »...« »...« »Ähm. Naja. Das jetzt nicht.«


Es gibt Dinge, die weiß man längst, aber lässt den Gedanken nicht zu, weil man vor dem Gefühl zurückschreckt.


Die, die immer noch ständig ihre Maske zu Hause vergessen, sind bestimmt auch die, die sehr, sehr spät der Windel entwöhnt waren.


Die Größe eines Wortes wird in seiner Umsetzung gemessen.


[in der Bäckerei] Kunde zieht zum Sprechen jedes Mal die Maske unters Kinn. Ich weise darauf hin, dass sie gerade dann wegen der Aerosole über Mund und Nase bleiben muss. »Ich hab die sonst immer auf!« Nun gut. Dann schütze eben nur dich und scheiß auf alle anderen. Covidiot!

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