Samstag, 21. März 2026

.x steht für 10 | 31.01.2020 • 04.02.2020

X steht für 10.


Aus den Trümmern einer Welt, die zusammenbrach, neue Wege bauen. Und eine Mauer ums Herz.


Leben auf dem Land heißt auch, sich die Pizza vom Lieferdienst in die Lieblingkneipe bringen zu lassen.


Ich will ein Klingelschild mit dir.


Ich habe keine guten oder schlechten Tage. Ich habe nur bessere oder schlechtere.


Der Mensch ist, was er tut. Nicht, was er sagt.


Irgendwann kann man nichts mehr wegstecken, weil alle Taschen voll sind.


Manche Dinge müssen passieren, damit wir verstehen, was mit uns passiert.


Wo kann man sich eigentlich selbst aufgeben? Ich will weg von mir.


Schon erstaunlich, wie still ›Freunde‹ sich aus deinem Leben verabschieden, wenn du besser bist als sie. Oder es dir schlechter geht als ihnen.


Dear cancer, thank you for making me stop and listen and remember what's truly important. You can go now! [Verfasser leider unbekannt] Heute ist Weltkrebstag 🎗 Bitte achtet auf euch und geht zur Vorsorge.

Freitag, 20. März 2026

.x steht für 10 | 28.01.2020 • 30.01.2020

X steht für 10.


Lieblingskollege: »Du bist die Blume an meinem Revers.« »...« »Du bist der Käse auf meiner Pizza.« »...« »Du bist jeder Stern an meinem Himmel.« »...« »Du bist die Fistel...« Ich: »ALTAAAAAAA?« Er: »Endlich beachtest du mich.« Falls wer fragt, wie's im Büro war: SO!


Es ist nie die Liebe selbst, die schmerzt. Es ist das mit ihr Sein.


Eifersucht empfinden oft die Menschen, deren Selbstzweifel zu groß sind. Eifersucht empfinden aber auch die Menschen, deren Zweifel zu oft berechtigt waren.


Keine Tränen mehr im Tränenmeer.


Ich mag mich nicht, wenn ich bin wie ich bin, weil ich nicht sein kann, wie ich eigentlich wäre, könnte ich sein, wer ich bin.


Die Stille ist voller schreiender Gedanken.


Die Dunkelheit hat viele Farben.


»Wenn du dir Katzen anschaffst, kann ich nicht mehr zu dir nach Hause kommen. Ich mag Katzen nicht.« Tjanun. So muss eben jeder seine Prioritäten setzen.


Drei 14-Jährige bezeichnen eine Mitschülerin in der Bahn lautstark als ›Missgeburt‹, weil die nicht wie sie auf Fick-die-Welt-Gangster-Bitch macht. Ist das eine pubertäre Fehlzündung im Hirn oder geht das noch zu Lasten der Erziehung?


Vom Dürfen, aber nicht sollen. Vom Müssen, aber nicht wollen. Vom Mögen, aber nicht können. Leben ist ein fucking Modalverb!

Donnerstag, 19. März 2026

.x steht für 10 | 25.01.2020 • 28.01.2020

X steht für 10.


Ich hab mich irgendwo in deinen Gedanken verloren.


Zum Monatsende nur noch Restetwittern.


Habe geträumt, ich sitze nackt auf einer Wäscheleine, trällere Songs von Marianne Rosenberg und trinke Gin. Finde das komisch. Ich mag gar keinen Gin.


»Ich habe Post bekommen. Wenn ich heute in Rente gehe, bekomme ich monatlich 54 Euro.« »Rente? Du bist 23!« »Reicht für Netflix und Spotify.« Diese jugendliche Unbeschwertheit ist einfach erquicklich.


Omi sagt immer: »Wenn du weinen musst, setz dich in eine Ecke und lass alles raus. Das nimmt Gewicht von der Seele. Dann wischst du dir den Rotz von der Nase, stehst auf und gehst viel leichter aus dem Haus. Auch mit schwerem Gepäck.« Ich bin dann mal unterwegs...


Manche Tage sind nur hellere Nächte.


Man musst akzeptieren, wer man war, um zu respektieren, wer man ist.


Gefühle. Manchmal ein Feuerwerk. Manchmal nur Blindgänger.


Umarmungen wärmen das Innen von außen.


Ein Monk ist ein zutiefst missverstandenes Geschöpf, das unter anderem von der von ihm annähernd genauso genervten Umwelt genervt ist.

Mittwoch, 18. März 2026

.x steht für 10 | 22.01.2020 • 25.01.2020

X steht für 10.


Ich habe gar nicht so viel Nackenmuskeln wie ich den Kopf schütteln möchte.


Der Krebs hat mich nicht egoistisch gemacht. Er hat mir nur gezeigt, was mir im Leben zusteht und worauf ich verzichten kann.


Alle Gefühle gefühlt. Alle Gedanken gedacht. Und dann reicht ein Körnchen Emotion auf einer winzigen Synapse, um jede Wahrnehmung auf Werkseinstellung zurückzusetzen.


Früher musste ich auf mich alleine aufpassen. Später konnte ich auf mich alleine aufpassen. Und jetzt will ich auf mich alleine aufpassen.


»Weißt du noch, wie es wahr?« »Du meinst ›war‹.« »Nein.«


»Ich hätte echt nicht gedacht, dass Sie so nett sind.« »Wieso das denn?« »Weil Sie doch so viele Tattoos haben.« Aha. Okay. Zum Mitschreiben: Beim Tätowieren wird Farbe in die Haut hinein, nicht Freundlichkeit aus dem Charakter hinaus transportiert.


Ich habe Schnupfen und fühle mich richtig, richtig elend. Vermutlich wächst mir gerade ein Penis.


Da kann es noch so fest schlafen: Sobald du denkst: ›So eine Scheiße kann mir nie passieren‹, wacht das Leben auf und sagt: »Doch!«


Ich bin jetzt ›Für so'n Scheiß ist mir meine Restlebenszeit zu kostbar‹ Jahre alt.


Es gibt Dinge, die sollte man leben, nicht nur haben: Glück, Liebe, Zufriedenheit. Es gibt Dinge, die sollte man nicht leben, wenn man sie hat: Wut, Angst, Unzufriedenheit.

Dienstag, 17. März 2026

.x steht für 10 | 18.01.2020 • 21.01.2020

X steht für 10.


Du hast mir die Flügel gebrochen. Du warst der Wind unter ihnen.


Account-Regel N° 1: Kaum sonst irgendwo bin ich so offen wie hier. Selten bin ich persönlicher. Wer mir also unter einen emotionalen Tweet eine dämliche Reply rotzt, wird geblockt.


Ich gehe jetzt zu einer Taufe. Auch wenn ich als Atheistin diesem Sakrament nichts abgewinnen kann, bedeutet es mir sehr viel, weil der drei Monate alte Täufling noch vor sieben Wochen um sein Leben kämpfen musste.


Es gibt Dinge, die verzeiht das Herz nicht.


Die Nacht ist still und dunkelgrau. Der Kopf ist bunt und singt Helau! Ein Schlafgedicht.


Zu sich selbst findet man nur allein.


Ich habe mein Vertrauen nicht verloren. Es wurde mir genommen.




Ich habe keine Dämonen mehr. Ich habe nur noch die Realität.


Es ist seltener so, dass es zwei Vollidioten gibt, die sich lieben, aber es nicht hinbekommen. Es ist viel öfter so, dass es zwei Vollidioten gibt, die sich lieben, aber einer es verkackt.

Montag, 16. März 2026

.x steht für 10 | 15.01.2020 • 18.01.2020

X steht für 10.


Oft lernt man durch eine Niederlage mehr als durch einen Sieg. Warum also verzagen?


Wieso sagt man ›Es ist nur Twitter‹, wenn es doch Menschen sind, die hinter den Worten stehen? Gedacht, gefühlt, geteilt? Wir sind hier keine NPCs in einem Onlinespiel.


Ich mache mein Lebensglück niemals von einem anderen Menschen abhängig. Ich wünsche mir nur, dass er dazu beiträgt.


Ich stecke Menschen nicht in Schubladen. Für die eine Kategorie habe ich Tupperdosen, für die andere Gefrierbeutel.


Dieses ›Man gewöhnt sich an alles‹, ne? Ist übrigens gelogen!


Solange ein Herz sehnt, hofft der Mensch.


Manche Dinge wusste man schon vorher. Sie brauchten nur länger, um im Bewusstsein anzukommen. Das sind die Dinge, die tiefer gehen und sich fester setzen als jede andere Erkenntnis.


Keine Enttäuschung, keine Lüge, kein Betrug wiegt so schwer wie der Verrat.


Dich mag ich. Bei dir halte ich auch mal die Klappe.


Wenn man eine Wahl hat und bewusst und wissentlich die falsche trifft, dann ist das eine Entscheidung, deren Konsequenz einem voraussichtlich nicht gefallen wird. Sollte eigentlich jedem klar sein.

Sonntag, 15. März 2026

.x steht für 10 | 11.01.2020 • 14.01.2020

X steht für 10.


Der Grat zwischen Rücksichtnahme und Selbstaufgabe ist ein ganz schmaler.


Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es. [Christian Morgenstern]


Emotionale Selbstfürsorge. So wichtig.


Ich stehe bei offenem Fenster auf dem Stepper, esse Mandarinen und trinke Trauben. Das mit dem Vorsatz ›gesünder leben‹ nehme ich echt verdammt ernst.


Voll Bock auf Lippen wund küssen.


›Wer keine blöden Replies will, darf eben nicht twittern.‹ Hmhm. Und wer keinen Furz riechen will, darf eben nicht atmen. Merkt ihr selber, ne?


Ich spreche mit meinen Söhnen (22 u. 23) über mein Testament und die Patientenverfügung. Ein ernstes, aber unumgängliches Gespräch. Zum Abschluss versprechen sie: »Mach dir keine Sorgen, Muddern. Wenn du stirbst, finden wir alle 7 Dragon Balls für dich.« Ich liebe sie dafür.


Optimisten trifft eine Enttäuschung zwar härter, sie hält dafür aber nicht so lange an. Ich bin gerne Optimist.


Ich habe mich scheiden lassen und wieder meinen Mädchennamen angenommen. Oder anders ausgedrückt: Ich habe mich auf Werkseinstellung zurückgesetzt.


Ich wohne im Souterrain. Um auf meine Terrasse zu gelangen, klettert man durch ein schmales Fenster. Der Junior müht sich sichtlich ab. Ich kommentiere liebevoll: »ALTAAA! DURCH DEN GEBURTSKANAL BIST DU SCHNELLER GESCHOSSEN!« Meine Kinder lieben die mütterlich direkte Art.