Wichtiger als der, der am Morgen neben dir liegt, ist der, bei dem deine Gedanken aufwachen.
Früher haben wir subtile Botschaften ja auf Zettel geschrieben, Kügelchen daraus geformt und dem Empfänger unauffällig gegen die Stirn geschnipst.
Heute schreiben wir Tweets.
Die Dauer eines Wochenendes hängt von dem Menschen ab, mit dem du es verbringst.
Die Dauer einer Nacht übrigens auch.
»Ich sage nicht: ›Ich hab's dir ja gesagt‹.«
»Danke auch.«
»Ich hatte dich dahingehend informiert.«
Loslassen, was man liebt, bewusst in die Hände und Verantwortung eines anderen geben. Hoffend, dass er es beschützt und umsorgt.
Der Erzieherin das Kind, zum Beispiel.
Oder dem Junior das Auto.
Unterschätze nie die Dynamik einer untervögelten Frau.
›Herzlichen Glückwunsch!
Ihre Reise wurde erfolgreich storniert.‹
Aha. So also fühlt es sich an, wenn man sich das Herz rausreißt und applaudiert wird, weil man es in einem Stück geschafft hat.
Alles, was mich aufrecht hält, ist die Hoffnung auf den Tag, an dem ich endlich nicht mehr stark sein muss, an dem ich mich in Arme fallen lassen kann, die mich halten, und an jemanden, der dann da ist und sagt: »Jetzt ist es gut. Du hast es überstanden.«
Besuch von Papa.
Er deutet auf mein schwarzes Shirt:
»Mit Crème fraîche bekleckert oder Herrenbesuch?«
Leute? Mein Vater twittert doch?
Übereinander herfallen.
Miteinander wegfliegen.

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