Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. Januar 2026

.dies und das | nachholbedarf • 5und20

Liebes Tagebuch,
du... was? Ich soll dich nicht mehr Tage- sondern Monatsbuch nennen? Aha.

Nun denn.

Mein letzter aktiver Post liegt tatsächlich bereits zwei Monate zurück. Ich werde jedoch nicht anfangen, mich vor mir selbst zu rechtfertigen. Das tue ich viel zu oft und versage überwiegend kläglich. Weil ich es meist nicht nur hinterher besser weiß, sondern auch just in dem Moment, wenn ich den Fehler begehe. Ebenfalls ein Grund, weshalb Scheitern in meinem Lebenslauf steht.

Aber ich arbeite an mir. Arbeite daran, nicht jeden Rückschritt als ein Scheitern zu betrachten. Ich muss nicht perfekt sein. Nicht für andere und auch nicht für mich. Auch wenn meinem inneren Monk bei diesem Gedanken die Haare zu Berge stehen. Meine Neujahrsvorsätze waren schon am ersten Tag des Jahres hinüber. Darüber ärgere ich mich noch, verzweifle aber nicht mehr daran.

Bevor man Neues beginnt, sollte man zwecks besserer Organisation Altes abgeschlossen haben. Ich schaue nun also zurück auf den Rest des alten Jahres.

Der Himmel über Kranichstein am 5. November. Hübsch, ne? Ich gehe wirklich gerne arbeiten und habe ein richtig tolles Team. Aber im letzten Jahr fiel es mir an manchen Tagen wirklich schwer, morgens um 4 Uhr aus dem Bett zu kommen. Zum Jahresende hin hatte ich immer öfter am Abend vor einem Bürotag Bauchschmerzen und Durchfall. Das hat mich weniger nachdenklich gemacht als es vielleicht sollte, ist jedoch schon wieder "abgeschrieben", da diese Unpässlichkeit inzwischen nicht mehr besteht. War also vermutlich nur der Stress und mein persönlicher Horror vor Weihnachten.


Nach wie vor ist Freitag regelmäßig Omatag. Schön ist es, wenn ich so zeitig Feierabend habe, dass ich die Mäuse aus der Krippe und dem Kindergarten abholen kann. Vor allem die große Maus freut sich dann immer so irrsinnig, dass mir das Herz überläuft vor Liebe. Ich genieße die Zeit sososo sehr! Am 7. November war ursprünglich ein Vater-Kind-Nachmittag vom Frauen- und Familienzentrum Szenenwechsel geplant, an dem Dennis mit den Jungs teilnehmen wollte, sich jedoch spontan entschlossen hat, das angedachte Marshmallow-Grillen zu Hause selbst zu machen, damit Oma dabei sein konnte. Voll lieb!



Am 8. November stand Mamas 75. Geburtstag an. Für sie eine irrsinnnige Belastung. Nicht wegen des Alters, sondern wegen der Feier an sich. Lieblingstantchen und ich haben sie tatkräftig unterstützt, das Essen wurde geliefert, und so konnte Mama wohl das erste Mal in ihrem Leben ihren Geburtstag genießen und hatte wirklich Freude daran.

Das Steckperlenbild hat meine Patentochter mit ihren beiden Kindern gebastelt. Ich find's wirklich supersupersuperschön!

Obwohl ich eine echte Frostbeule bin .. sieht man von den wechseljahresbedingten Hitzewallungen ab .. halte ich es auf meinem Sofa, in meine Decke gewickelt und mit einem der Kater als Wärmeflasche auf den Beinen locker bis 19 Grad aus. Allerdings kühlt irgendwann halt auch das Gemäuer anhaltend ab und meine alten Fenster sind undicht. Um Heizkosten zu sparen, kam also Anfang November der Ofen wieder zum Einsatz. Die Katzen genießen das Feuer mehr als ich ... aber sie müssen sich ja auch nicht ums Saubermachen und Holz nachlegen kümmern. 





In der Stadt ist die Weihnachtszeit auch angekommen. Hier schert man sich scheinbar weniger um die Stromkosten als ich. Foto: mein Blick aufs Luisencenter, wenn ich morgens auf meine Anschlussbahn wartete.

Ich probiere ja ganz gerne mal rum. Und so habe ich mit am 20. November am Klecksen beim Gießen versucht. Zwar ist es gelungen, aber nicht ganz, wie ich es mir vorgestellt habe und nicht so so mein Geschmack. Das nächste Mal versuche ich es vielleicht mit Neonfarben.






Unsere Auszubildende sprach am 29. November in der Mittagspause die Serie Stranger Things an. Da gab es ja gerade die Figuren in den kinder JOY. Ich hatte 2019 man in die Serie reingeschaut; sie hatte mich damals nicht abgeholt. Meine Fruendin Agnes schwärmte allerdings auch davon, meine Schwiegertochter bezeichnet sie als die beste Serie ever. 

Also gab ich Eleven & Co. eine zweite Chance. Und was soll ich sagen? Nun hat die Mystery-Science-Fiction-Serie, in der eine Gruppe Kinder und Teenager in der fiktiven Stadt Hawkins, Indiana, gegen übernatürliche Bedrohungen aus einer alternativen Dimension namens „Upside Down“ kämpfen, nachdem ein Portal geöffnet wurde, was zu Entführungen und dem Erwachen von Mädchen mit telekinetischen Kräften führt, die gemeinsam mit Freunden und Erwachsenen das Böse bekämpfen und ihre tiefen Bindungen dabei auf die Probe stellen,  mich nicht nur abgeholt .. ich bin angekommen! 

Aktuell (Anfang Januar 2026) schaue ich die komplette Serie zum zehnten Mal. Und die Katzmänner schauen mit.

Am 30. November war ich im Gießrausch, habe ein bisschen rumprobiert (Kerzen aus Keramik) und einige kleine Geschenke für Weihnachten gegossen.

Wie zum Beispiel einen Capybara für Agnes und einen Bully für Bina. Die Ärmsten werden ja ständig von mir mit Selbstgemachtem beschenkt. Da muss man halt durch, wenn man mit mir befreundet ist.


Blöderweise habe ich die Geschenke, die ich wirklich gut fand, nicht fotografiert. Das kommt schon eine Weile zu kurz. Ich zücke das Smartphone nur noch selten, wenn es nicht zwingend notwendig ist.

Hier habe ich nur zwei "Tischgeschenke" ... für Mama und Babba und für Thesi und Ritchi, die am zweiten Weihnachtsfeiertag bei mir zum Essen waren.


Weil's gerade an sämtlichen Ecken in meiner Wohnung hapert und Ritchi immer so schnell zwecks Reparatur zur Stelle ist, hat er noch ein kleines Gießgeschenk bekommen, über das er sich tatsächlich ganz irre gefreut hat.

Weihnachtsmärkte. Ich hasse Weihnachtsmärkte. Gehe aber dennoch immer mit, wenn man mich darum bittet. Am 18. Dezember haben wir uns mit einem befreundeten Team in Darmstadt getroffen und hatten nichtsdestotrotz einen wirklich schönen Abend. Fotos: mein Blick an der Haltestelle Luisenplatz beim Warten auf meine Bahn.


Meine Mama bat mich, ihr beim Baum schmücken zu helfen. Das erste Mal überhaupt. Denn eigentlich macht sie das schon immer alleine. Weil sie es so möchte. Dieses Jahr das anders und hat so viel Spaß gemacht, dass Mama das nun jedes Jahr so machen möchte. Am 21. Dezember stand ihr schmuckes Bäumchen dann.




Von einer lieben Nachbar bekamen meine Eltern einen selbst gefilzten Bobtail mit Engel geschenkt. Ist das nicht unglaublich lieb? Das Kunstwerk sieht übrigens noch viel, viel schöner aus als es auf dem Foto wirkt.

Rührend finde ich, dass Mama immer noch die Krippe aufstellt, die ich meinen Eltern von meinem ersten Weihnachtsgeld in der Ausbildung im Jahr 1986 gekauft habe. 


Anders als in den Jahren zuvor war ich am ersten Weihnachtsfeiertag nicht bei meinen Eltern, sondern mit ihnen gemeinsam beim großen Familienessen auf der Kuralpe. So hatte Mama wenigstens ein bisschen Ruhe...

...schließlich brachte sie zum Essen bei mir die Braten mit und ich kümmerte mich lediglich um Salat, Nachtisch und die selbstgemachten Klöße. Beinähe hätte ich meinen Eltern sowie Thesi und Ritchi nur Katze serviert.

Am 27. Dezember waren meine Kinder zum Essen bei mir. Für die Verlobten Christopher und Lara gab es ein Liebesdinotischgeschenk .. die beiden lieben Dinos! Für Dennis und Laura, beide sehr gläubig, ein entsprechendes.


Katzenkloppe gab es am selben Abend auch noch. Manchmal sorge ich mich, dass Jakob, der Kleinste, gemobbt würde. Emil kann ihn einfach nicht ausstehen. Immer noch nicht. Der Kleine macht's ihm das aber auch leicht. Anton ist da eher die Schweiz. 



Die letzte "Pflicht" des Jahres 2025 war am 28. Dezember das Musical Pretty Woman in der Alten Oper Frankfurt. Der Besuch von Musicals ist inzwischen zu einer Tradition bei meiner Mama, dem Lieblingstantchen und meiner Patentochter geworden. Thesi konnte zum ersten Mal krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. 

Wir haben beschlossen, unsere Musicalbesuche künftig auf eine andere als die stressige Vor- und Nachweihnachtszeit zu legen. Mir ist es Recht. Ich habe Gründe, weshalb ich Weihnachten inzwischen nicht mehr ausstehen kann. Der emotionale Stress ist weit höher als der organisatorische und schlägt sich nicht nur aufs Gemüt, sondern auch die körperliche Gesundheit nieder. Weniger ist da sehr viel mehr.

So. Damit hätte ich nun auch oder immerhin einen Teil (ein paar einzelne Beiträge habe ich noch) 2025 abgehakt. So was mag ich. Abhaken. Erledigt haben. Etwas, das sich wohl nie ändern wird. Und warum auch?

Mittwoch, 24. Dezember 2025

.weihnachten | 5und20


Wenn wir

aufeinander zugehen und zueinander stehen,

ehrlich und echt sind und auf Floskeln verzichten,

geduldig warten und wohlwollend zuhören,

Feines beschützen und Schwaches stärken,

Trauriges gemeinsam tragen

und uns an den Erfolgen anderer freuen,

Hindernisse als Möglichkeiten sehen

und Ansätze weiterdenken,

liebevoll begleiten und herzlich danken,

Halt geben, statt festzuhalten,

Raum lassen und ermutigen, 

den eigenen Weg zu gehen,

wird Weihnachten.

 

[Max Feigenwinter]



Mittwoch, 8. Oktober 2025

.miss merkel - mord unterm weihnachtsbaum | david safier

»Da ist ein toter Weihnachtsmann in unserem Kamin« gehört zu den Sätzen, die man zum Heiligen Fest eher nicht hören will. Es sei denn, man ist Angela Merkel und freut sich über ungeklärte Todesfälle in der uckermärkischen Heimatstadt. Nach einem missglückten Urlaub mit den Obamas findet das Ehepaar Merkel bei ihrer Rückkehr an Heiligabend den besagten toten Weihnachtsmann in ihrem Fachwerkhäuschen vor. Bei dem Mann handelt es sich um einen professionell buchbaren Santa. Verdächtig sind vier konkurrierende Weihnachtsmänner und -frauen, die die Bewohner des beschaulichen Ortes ebenfalls mit Geschenken beglücken. Und einer von ihnen hält sich sogar für den echten Weihnachtsmann.

©2025 Rowohlt Verlag GmbH (P)2025 Argon Verlag AVE GmbH

Autor: David Safier

Gesprochen von: Nana Spier

Serie: Miss Merkel, Titel 5

Spieldauer:  4 Std. und 20 Min. (ungekürzt)

Veröffentlicht: 16.09.2026

Kategorie: Kriemis & Thriller

Sprache: Deutsch

Anbieter: Argon Verlag

Ich möchte voranstellen, dass ich Miss Merkel liebe! Mit dem Charme eines Inspektor Columbo und der Pfiffigkeit einer Miss Marple ermittelt sie seit 2021 als Rentnerin in der Uckermark. Erfolgreich. Ihre Geschichten sind stets unterhaltsam, nicht alleine wegen der immer wiederkehrenden kleinen Spitzen zu Politikern.

Der fünfte Titel der Miss Merkel Reihe ist rasch gehört, da sich die Laufzeit im Gegensatz zu den vorangegangenen Titeln halbiert hat. Dennoch fühlten sich die knapp viereinhalb Stunden doppelt so lange an. Die längste kürzeste Ermittlung.

So wunderbar die vielseitige Interpretationskuns und das Gespür für Witz und Timing von Nana Spier auch ist, so lieblos, gezwungen und überzogen kommt diese Geschichte rüber. Unerwartet schade, schade, schade.

Dienstag, 24. Dezember 2024

.ich wünsche dir zeit | elli michler




Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben,
als Zeit fas Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

publiziert am 01.05.1989 von Elli Michler (deutsche Lyrikerin * 12.02.1923 † 18.11.2014)

Im März 2010 wurde Elli Michler das Verdienstkreuz am Bande für ihr lyrisches Werk verliehen. In der Begründung des Bundespräsidenten heißt es: "Die Verleihung ist als Dank und Ansporn für den Rückhalt, den Sie vielen Lesern Ihrer Lyrik durch Ihre lebensbejahende Art geben, anzusehen."

Ich wünsche allen, die hier absichtlich, zufällig oder aus Versehen herein gestolpert sind, liebevolle Weihnachtstage und ein entspanntes Ankommen in einem gesunden neuen Jahr.