Mittwoch, 9. Juli 2014

Paroxetin – Geschenk des Himmels oder Nachricht aus der Hölle | mein Erfahrungsbericht

Paroxetin – Geschenk des Himmels oder Nachricht aus der Hölle  mein Erfahrungsbericht

Zur Erklärung [auszugsweise http://de.wikipedia.org/wiki/Paroxetin]:
 
Paroxetin ist ein antidepressiv wirkender Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und (…) unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht.
 
Paroxetin wird zur Behandlung von Depressionen, Zwangsstörungen, Panikstörungen, sozialen Angststörungen, generalisierten Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und Fibromyalgie eingesetzt.
 
Unter der Anwendung von Paroxetin können insbesondere folgende Nebenwirkungen beobachtet werden: Appetitstörungen, Störungen des Magen-Darm-Trakts, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, sexuelle Dysfunktion (…), Schwitzen, Parästhesie (Kribbeln der Haut), Restless-Legs-Syndrom (krampfähnliche Empfindungen in den Beinen) und Gewichtszunahme.
 
Paroxetin hat keine aktiven Metaboliten und eine relativ kurze Plasmahalbwertszeit von etwa 24 Stunden. Es wird vermutet, dass dies der Grund für häufigere Absetzerscheinungen, im Vergleich zu anderen SSRIs, ist.
 
Nach der Einnahme über einen längeren Zeitraum können beim Absetzen des Medikaments erhebliche Absetzerscheinungen auftreten, weshalb ein Ausschleichen über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis Monate in den meisten Fällen sinnvoll ist. Es können unter anderem Schwindel, sensorische Störungen (einschließlich Parästhesie, Stromschlaggefühl und Tinnitus), Schlafstörungen (einschließlich intensiver Träume), Agitiertheit oder Angst, Übelkeit, Zittern, Konfusion, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Palpitationen, emotionale Instabilität, Reizbarkeit und Sehstörungen auftreten. Bei den meisten Patienten sind diese Symptome nur leicht bis mittel, sie können bei einigen Patienten jedoch auch stark ausgeprägt sein. Oft klingen die Symptome nach einigen Wochen ab, sie können jedoch bei einigen Patienten auch zwei bis drei Monate oder länger anhalten. Wenn nach Dosisverringerung oder Absetzen stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, kann eine langsamere Dosisreduktion bzw. ein langsameres Ausschleichen angezeigt sein.

 
Einigen von euch dürfte bekannt sein, dass ich im November letzten Jahres auf ärztliches Anraten mit der Einnahme des Medikaments Paroxedura begonnen habe. Ich leide unter einer starken Panikstörung, die womöglich auch ursächlich für meinen Reizdarm war. Die Dosis wurde über einen kurzen Zeitraum stufenweise erhöht und betrug schließlich 40 mg pro Tag. Das SSRI erschien mir schon nach kürzester Zeit wie ein Geschenk des Himmels: Ich war bester Laune, Magen und Darm ebenfalls, und konnte mich plötzlich ohne Panikattacken in Menschenmengen bewegen. Selbst die Gewichtszunahme von noch einmal beinahe zwanzig Kilo (acht bis zehn hatte ich bereits seit Februar 2013 durch die Nikotinentwöhnung auf der Hüfte bekommen) konnte ich dank der Wirkung des Paroxetins milde lächelnd hinnehmen. Meistens jedenfalls.
 
Alles fein also.
 
Bis vor zwei Monaten.
 
Schlagartig zeigte das Paroxetin sein wahres Gesicht. Aus dem Geschenk des Himmels wurde eine Nachricht aus der Hölle: Seh- und Schlafstörungen, Stromschlaggefühle im Kopf, anhaltender Schwindel und Kopfschmerz, dauerhafte Muskelschmerzen am ganzen Körper – und letztlich immer öfter Weinkrämpfe aus heiterem Himmel. Oder der Hölle eben. Und das in jeder wachen Sekunde.
 
Hallo? Geht’s noch?
 
Sieht man mal von dem leidigen Magen-Darm-Übel ab, das mich schon mehr als mein halbes Leben begleitet, verschlechterte sich mein Gesundheitszustand sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene rapide. Aus ärztlicher Sicht waren all diese Symptome auf den täglichen Stress und körperliche Überanstrengung zurück zu führen, obwohl ich mich selbst keinesfalls als übermäßig gestresst oder überlastet empfand und das auch geäußert habe. Eine ziemlich unbefriedigende Situation.
 
Selbst wenn ich ein totaler Kalender- und Terminplaner-Freak sowie passionierte daily-to-do-Listen-Führer-und-gewissenhaft-Abhakerin  bin, neige ich ab und an doch zu spontanen Aktionen. Was mich da jedes Mal packt, weiß nur der Geier – und der fliegt hoch. Ich habe mich also spontan entschieden, das Paroxetin ausschleichen zu lassen.
 
Wegen der anhalten, starken Kopf- und Muskelschmerzen wurde ich erst vor wenigen Wochen über einen längeren Zeitraum mit Schmerzmitteln in hoher Dosis behandelt. Als daraufhin eine Verschlimmerung der Beschwerden eintrat, setzte man mich gewissermaßen auf „kalten Entzug“. Am ersten Tag ohne die Gesamttagesdosis von 2.400 mg Ibuprofen fühlte ich mich nur ein bisschen „weh“. Am zweiten Tag hämmerte der Schädel und ich fühlte mich wie von einem Troll massiert. Am dritten Tag war ich dann völlig out of order und habe – glücklicher Weise – fast nur geschlafen. Am vierten Tag war ich verkatert, aber damit war es dann auch schon überstanden.
 
Ich bin die Ausschleichung des Paroxetin also langsam angegangen und habe die Dosis stufenweise über jeweils zwei Wochen reduziert. Schließlich fangen sich im Internetz jede Menge Fische und die haben viel zu erzählen. Mir war also bekannt, dass das Paroxetin – kurz gesagt – am schnellsten süchtig macht und der Entzug daher nicht selten ziemlich heftig ist. Ja, das war mir alles bekannt.
 
Wirklich bewusst wird es mir allerdings erst jetzt.
 
Tag 1 ohne Paroxetin [Samstag]
Mein Kopf so: „Ähm…? Frollein? Kann es sein, dass du heute etwas vergessen hast?“
Ich so: Ignorieren. Ignorieren. Ignorieren.
Mit Herabsetzen der Dosis verstärkt sich inzwischen das bekannte Schwindelgefühl und ich beginne, intensiver zu träumen.
Intensiver werden auch die Weinkrämpfe aus heiterem Himmel. Ich bin jetzt quasi ein Überraschungsheuler.
 
Tag 2 ohne Paroxetin [Sonntag]
Kopf: „Verdammt! Du hast es gar nicht vergessen! Du gibst mir gar nichts mehr?“
Ich: „Rischdiiieeesch! Funktionierst also noch, altes Köpfchen.“
Kopf: „Na, warte! Das wird dir noch leid tun!“
Ich: „Pfff!“
Körper: „Hallo? Wir sind zu zweit! Merkste watt?“
Ich [es bilden sich leichte Panikpusteln im Gesicht]: „Ihr macht mir keine Angst!“
In der Nacht beginnen die Magenkrämpfe.
 
Tag 3 ohne Paroxetin [Montag]
Kopf und Körper: „Tanze Samba mit mir! Samba, Samba die ganze Nacht!“
Ich: „Hmhmmm.“
Tatsächlich werden die Träume immer bunter und verworrener. Ich spiele bereits mit dem Gedanken, ein Drehbuch mit dem Titel Hallo, Hallus! zu schreiben.
Da mich niemand für Schönschrift bezahlt, ignoriere ich das anhaltende Händezittern.
Was die Hochspannungsleitung angeht, die inzwischen jemand in meinem Kopf gespannt hat, ist es schon weniger einfach. Es fühlt sich an, als bekäme mein Hirn abwechselnd stärkere und schwächere Stromschläge, die Ohren pfeifen anhaltend und mit jedem gefühlten Stromschlag setzt heftiger Drehschwindel ein.
Kopf: „Naaa? Was sagste nun?“
Ich: „Mein eigenes, strombetriebenes Karussell im Kopf. Ganz toll! Dankeschön.“
Kopf: „Bitteschön. Noch viel Spaß damit!“
Gegen Abend zwingt mich mein kopfinterner Elektroschocker fast in die Knie. Aber ich schaffe es, nicht heulend ins Bett zu fallen und den Anblick einer schauspielerisch völlig talentfreien Dramaqueen zu geben.
Körper: „Schöne Scheiße, was?“
Ich: Ignorieren. Ignorieren. Ignorieren.
Die Magenkrämpfe klingen ab. Es sind nur noch Magenschmerzen. Aber der Darm spielt verrückt. Ich trage mich tatsächlich mit dem Gedanken, wieder zu rauchen und somit meine Verdauung kontrollieren zu können. Im Vergleich zu diesem chemischem Psychodreck kommt mir das wie das geringere Übel vor. Außerdem {und dazu stehe ich} habe ich immer gerne geraucht. Das Aufhören war damals auch eine meiner seltenen Spontanaktionen.
 
Tag 4 ohne Paroxetin [Dienstag]
Erkenntnis des Tages: Aufregung und Anstrengung forcieren die Elektroschocks im Kopf und den Schwindel zusätzlich.
Erkenntnis des Abends: Schwindel mit Schwindel bekämpfen funktioniert nicht. Ein Liter Bier zum Halbfinale neutralisiert das Kopfkarussell nicht. Selbst die Träume in der LSD-Version bleiben – mit dem Unterschied, dass ich mich am Morgen an nichts mehr davon erinnern kann.
Insgesamt setzt Dusseligkeit ein. Ich bekomme immer öfter das unangenehme Gefühl, neben mir zu stehen. Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Na, prima :(
Kopf und Körper [mit außerordentlich gehässigem Unterton]: „Naaa? Wie isses uns, altes Mädchen?“
Und ich [todernst und aufrichtig]: „Danke für den Arschtritt, ihr beiden.“
Ich war – behauptet zumindest meine Omi – nie ein Trotzkind.
Inzwischen bin ich stark ambitioniert.
 
Entschluss: Ich werde mir mit fünfundvierzig Jahren nicht mehr von einer Psychodroge vorschreiben lassen, in welcher Stimmung ich zu sein habe? Ich bin ich (egal wie viele *gacker*) und bestimme künftig wieder selbst, ob ich gute oder schlechte Laune habe. Was mir gefällt und was ich doof finde. Was mir gut tut und was nicht.
 
In meinem Bauch vereinen sich Trotz und Wut. Eine gesunde Wut, weil sie mir helfen wird, mich von den Absetzerscheinungen – so fies sie vielleicht noch werden und wie lange sie auch noch dauern wollen – nicht unterkriegen zu lassen!
 
Tag 5 ohne Paroxetin [Mittwoch]
Das vorübergehende Taubheitsgefühl von Lippen, Wangen, Stirn und Nase ist jetzt  dauerhaft. Ich könnte mir aktuell ohne einen einzigen Autschlaut das komplette Gesicht piercen lassen. Na, das ist ja mal eine Option, was?
Gegen Mittag breitet sich ein unangenehmes Kribbeln am ganzen Körper aus. Vielleicht ist das aber auch nur auf die Müdigkeit zurück zu führen, die wiederum dem Fußballabend zu schulden ist ;)
Selbst mit bestem Willen und Beschönigen ändert sich am Elektrokarussell nichts. Im Gegenteil: Die Stromschläge haben jetzt auch meine Hände erreicht.
 
to be continued … and won!
 
Ihr Lieben, ich könnte mir nun die Frage stellen, wer meinem langatmigem Bericht bis hierher verfolgt und tatsächlich gelesen hat. Tue ich aber nicht. Jedenfalls nicht laut ;)
 
Ich weiß, dass ich mit meinem SSRI-Problem nicht alleine bin. Und gerade das ist es, was mich dazu veranlasst hat, diesen Post zu verfassen.
 
Selbst wenn mir Paroxetin ein halbes Jahr lang meine Lebensqualität zurück gegeben hat, ist es den Preis nicht wert, den ich nun zu zahlen habe. Meine Schilderungen mögen sich wie Kinkerlitzchen anhören. Schließlich kann ich noch aufrecht gehen. Was soll also das Geheule?
 
Die Nebenwirkungen des Medikaments und nunmehr der Absetzerscheinungen bleiben was sie sind: eine unberechenbare Belastung für Körper und Geist. Für mich. Für andere. Eine Belastung, die zu vermeiden gewesen wäre.
 
Ich vertrete inzwischen die Meinung, dass Antidepressiva viel zu leichtfertig verordnet und eingenommen werden. Dass es an ausreichend Aufklärung mangelt („Nebenwirkungen haben Sie schließlich bei jedem Medikament!“). Das Danach wird nicht oder nur ungern angesprochen, weil es offenbar gar nicht in Betracht kommt?

Merkste watt? Nach obigem Satz kam ein Fragezeichen. Mein Post ist also keine Anklage gegen eventuell überarbeitete Ärzte und/oder vertrauensselige Patienten (so wie ich das bin). Ich bin überzeugt, dass sehr oft die Notwendigkeit besteht und es bislang auch keine Alternative zu Antidepressiva gibt. Ich schreibe hier nur die Erfahrung nieder, die ich persönlich gemacht habe. Für mich selbst. Und vielleicht auch für den Einen oder Anderen, der nach genau solchen Informationen gesucht hat.
 
Passt gut auf euch auf und lasst es euch gut gehen,

sig_umpf

Dienstag, 8. Juli 2014

view down #41

Um klar zu sehen,
genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry
französischer Schriftsteller und Pilot {*29.06.1900; †31.07.1944}

Bald!

viewdown#41
[Fischereihafen Bremerhaven]

Gemeinsamkeit verbindet und ich freue mich, wenn du dazu beiträgst :)

Wir sammeln hier die ganze Woche Bilder mit dem Blick von oben nach unten.
Genau so und nicht anders ;)

Und du so?

LOGO view down

Teilnahmebedingungen gibt es keine. Ich freue mich über alle, die hier ihren Blick verlinken. Ich bitte nur darum, dass es ausschließlich Fotos sind, für die ihr die Urheberrechte besitzt. Es wird kein Standard vorgegeben, Hauptsache von oben nach unten. Ob mit oder ohne Füße, ob sitzend, stehend, vor, hinter oder neben irgendetwas oder irgendwem… ganz egal. Es muss auch nicht zwangsläufig der Dienstag sein, an dem ihr euren Blick im Blog postet,
ihr könnt euch gerne die ganze Woche über hier eintragen – schauen, wer neu dazu gekommen ist und gegenseitig besuchen. So lernen wir viele neue BloggerInnen kennen.

Das Logo ist selbstverständlich zum Mitnehmen gedacht :)
Ein Backlink zu meinem Blog www.kruemelmonsterag.de wäre natürlich auch schön.

linkyourselfhere

Montag, 7. Juli 2014

MakroMontag

Moin Moin, ihr Liebsten ♥
 
Warum nur erinnert mich dieses Bild so an The Mummy?

Ich habe im übrigen nicht die geringste Ahnung, was da die Blümchen meines Schwiegertigers befällt.

MakroMontag0707

Noch mehr Montagsmakros findet ihr wie immer bei meiner bezaubernden Steffi.
 
This post is also linked at Shine the Divine and Makro Monday 2.
 
Startet gut in die in die neue Woche,

sig_umpf

Sonntag, 6. Juli 2014

7 Sachen am Sonntag

Moin, ihr Lieben ♥

Immer wieder sonntags… 7 Bilder von 7 Sachen, für die ich an diesem Tag
meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Fotoaktion nach einer Idee von Frau Liebe ♥

Verlinken kann man sich wieder bei Frau GrinseStern *danke.liebe.anita*

Zur Abwechslung bin ich mal wieder dabei – auch wenn meine 7 Sachen nicht sonderlich abwechslungsreich starten. Allerdings muss ich gestehen, dass ich gerade überhaupt nichts gegen einen stinklangweiligen Sonn- oder sonstigen Tag einzuwenden hätte.

Der Morgen beginnt nach ausgiebigem Wolfskuscheln mit Frühstück für selbige.

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Danach das Käffchen fürs Krümelmonster.

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Autoschlüssel greifen und den Lieblings(krücken)mann, meinen Charminbär und Schwiegertochterkind auf den Sportplatz chauffieren.

Wie ihr seht, hab’ ich es in den vergangenen Wochen nicht einmal geschafft, die Hornplättchen an meinen Fußzehen mit etwas Farbe zu versehen *heul*

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An dieser Stelle haben mein kleiner Held und ich eine möööördergroße Spinne (Durchmesser mal locker 10 Zentimeter - plus/minus 9 *hüstel*) gefangen und wieder in die freie Natur entlassen. Lebendig, bei vollem Bewusstsein und völlig unbeschadet (die Spinne, wohlgemerkt!). Leider blieb diese außerordentlich wagemutige Aktion undokumentiert.

Geschwind Idas Mützen fertig gehäkelt.

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Und die Drachen gefüttert.

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Papierkram, Papierkram, Papierkram. Aber watt mutt, datt mutt, nech?

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Nicht vergessen: Geschenk eingepackt.

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Und jetzt dürft ihr drei Mal raten, was noch auf mich wartet? Rischdisch! Bügeln *hmpf*

Macht's euch fein,

sig_umpf

Samstag, 5. Juli 2014

Blablabla [in Wort und bild | Insta]

Moin, ihr Lieben ♥

Bestimmt ist vielen von euch der Viermetersturz meines Lieblingsmännleins vom nachbarlichen Kirschbaum vor nun genau drei Wochen nicht entgangen. Ich konnte meinen Krückenmann letzten Samstag endlich nach Hause holen, habe eine Woche Urlaub eingereicht, um zu hätscheln und zu pflegen und vielleicht selbst ein bisschen Ruhe zu finden. Die täglichen Besuche im Krankenhaus, die Vertretung in Sachen Einkauf und Teenietaxi – das stecke ich nicht mehr so leicht weg wie noch vor zehn Jahren. Dass diese Woche eine der stressigsten für mich wird, hätte ich nicht gedacht.

Blablabla iWuB (01)  Blablabla iWuB (03)
Blablabla iWuB (04)  Blablabla iWuB (06)

Neben ein paar Pflichtnähereien habe ich mich endlich auch mal an Puppenkleidung wagen können. Leider musste ich feststellen, dass ich damit schlicht überfordert bin. Spaß hat es trotzdem gemacht. Aktuell für mich sehr wichtig, denn das Ausschleichen des Paroxetins hinterlässt zwar wenig, aber dennoch Spuren. Auch macht mir mein Gewicht zurzeit wahnsinnig zu schaffen. Immerhin knapp 30 Kilo in eineinhalb Jahren. Das ist körperlich und vor allem psychisch eine höllische Belastung geworden.

Blablabla iWuB (05)  Blablabla iWuB (07)

Unser Fitzefatze hatte gestern einen Frisörtermin und schaut mit seinen fast elf Jahren jetzt wieder aus wie ein Welpe. Ich hätte auch gerne mal so eine Rundumerneuerung. Die habe ich putzender Weise unserer Bude verpasst – typischer Samstag eben. Ich muss gestehen: ich freue mich auf nächste Woche, auf meine Zelle 7617.

Blablabla iWuB (08)  Blablabla iWuB (09)
Blablabla iWuB (10)  Blablabla iWuB (11)

Habt ein feines Wochenende,

sig_umpf

Freitag, 4. Juli 2014

WwWw {Wir wollen Weltmeister werden}

Moin, meine Lieben ♥

Gerade schlendere ich auf der Suche nach meinem Apfelbrettchen durch den Garten, da treffe ich Ida. Die Kleine ist ganz aufgeregt und vorfreudig auf das heutige Spiel zwischen Deutschland und Frankreich. Richtig in (Fan)Schale hat sie sich geworfen:

Ida 01 WwWw {Wir wollen Weltmeister werden}

Aber…? Was hat sie denn da? Mein Apfelbrettchen etwa?

Ida 02 WwWw {Wir wollen Weltmeister werden}

Aaahhh! Verstehe: Mit diesem Libero können wir nur gewinnen *muahaha*

Ida 03 WwWw {Wir wollen Weltmeister werden}

Kleines Späßle g’macht! Ida und ich sind natürlich zuversichtlich und tippen auf ein klares 0:2 oder 1:3 gegen Les Bleus – gleich im Estádio Maracanã in Rio de Janeiro.
Schließlich sagen sogar die Möpse den Sieg für Deutschland voraus *klick*

Jungs, ihr schafft das :)

Janz uffjereeeschde Grüße schickt euch

sig_umpf

[lady diy] Selbermacherinnen am Freitag #21

Moin Moin, meine Liebsten ♥

Piratenkissen (01) für den Lieblingsmann

Mein lädiertes Lieblingsmännchen fristet aktuell einen großen Teil seines Daseins auf dem Sofa, das Laufen an Krücken strengt noch höllisch an, selbst wenn es inzwischen schon schneller voran geht. Wir sind auch mit kleinen Schritten zufrieden.

Piratenkissen (02) für den Lieblingsmann

Lass mich dein Pirat sein
Auf allen 7 Meeren
Wir segeln bis zum Horizont
Begleiten wird uns nur der Mond

Lass mich dein Pilot sein
In wolkenlosen Lüften
Voll Sehnsucht ruf ich deinen Namen
Wir werfen alles Geld zusammen

Für dich mach ich verrückte Sachen, ich
Lege dir die Welt zu Füßen und
Hol für dich den Stern vom Himmel
Um dich ein einziges Mal
Zu küssen!

Lass mich dein Pirat sein
Durch Straßen ohne Ende
Wir gehen bis zum Horizont
Begleiten wird uns nur der Mond

[Songtext "Lass mich dein Pirat sein" von Nena]

Piratenkissen (03) für den Lieblingsmann

Stoff Alexander Henry Sculls Pirat und Karostoff aus meinem Fundus
Reißverschluss aus meinem Fundus
Paspelband von Villa Stoff

Piratenkissen (04) für den Lieblingsmann

Das Piratenstöffchen hat übrigens noch eine ganz besondere Bedeutung: Ich mag es, wenn der Lieblingsmann das verbliebene Haupthaar auf einen Millimeter kürzt und dafür die Gesichtsmatratze länger und schön wild trägt. Eigentlich ist er ja blond. Aber hier kommen dann vereinzelt "rote Gene" durch. Er mag das gar nicht leiden, aber ich finde es schön. Dann passt es so wunderbar, wenn ich ihn meinen Käptn Rotbart nenne ;)

Piratenkissen (05) für den Lieblingsmann

Und jetzt seid ihr dran. Ich freue mich auf eure Machwerke!

LOGO Lady diy

Für alle, die zum ersten Mal hier sind:
 
Lady DIY ist von Selbermacherinnen für Selbermacherinnen. Jeden Freitag zeige ich hier etwas, das ich zwar selbst, aber nicht für mich gemacht habe. Es kann gehäkelt oder gestrickt sein, genäht oder gestickt, gebastelt, gebacken, gemalt…  Wer Lust hat, darf sich gerne mit dem, das er für jemand anderen selbst gemacht hat, verlinken. Das ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Ich hoffe, dass durch rege Beteiligung eine bunte und kreative Sammlung entsteht. Wir entdecken neue Blogs und werden immer neu inspiriert.
 
Bedingung ist:
 
Ihr habt euer gezeigtes Werk selbst [sprich: eigenhändig] gemacht. Hilfsmittel sind natürlich erlaubt. Auch, dass beispielsweise der Gatte das Regal gezimmert hat, welches ihr anschließend einzigartig bemalt oder sonst auf irgendeine Weise gepimpt habt…
*
Euer gezeigtes Werk ist nicht zum eigenen Gebrauch, sondern fürs Kind, den Partner, die Schwiegermutter, beste Freundin, Hund, Katze, Maus… Sprich: ihr verschenkt, versteigert, verlost oder verkauft es. Hauptsache, ihr behaltet es nicht für euch selbst. Dafür gibt es nämlich dann Frau Muddis RUMS. Werbung für euren Shop darf natürlich auch gemacht werden.
*
Gebt immer den Link an, der direkt zum Post führt, nicht nur zu eurem Blog.
*
Begegnet jedem Werk und jeder Selbermacherin mit Respekt. Wer etwas nicht leiden mag, formuliere dies bitte freundlich oder klickt weg. Niemand ist verpflichtet, hier zu schauen. Doch wer hier schaut und mitmacht, soll Spaß dabei haben.
*
Nachmachen erlaubt. Unsere Sammlung soll Inspiration sein. Ganz gleich, ob mit oder ohne Anleitung: Wer aufgrund eines hier teilnehmend Beitrags etwas nachmacht, möchte bitte nicht vergessen, seine Inspirationsquelle zu nennen und wenn möglich zu verlinken. Die Selbermacherin wird sich sicher darüber freuen. Außerdem verdeutlicht ihr damit euren Respekt vor den Ideen anderer.  Tipp: Stellt sicher, dass niemand anderer ein Copyright an der Idee oder dem Design hat!
 
Freiwillig dagegen ist:
 
Den Button für Lady DIY [einfach mit Linksklick aufs Logo kopieren und speichern] auf eurer Sidebar platzieren und verlinken
[http://www.kruemelmonsterag.de/search/label/%23lady%20diy/]. Dadurch werden mehr kreative Selbermacherinnen auf die Aktion aufmerksam und bereichern sie mit noch mehr Inspirationen.

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Donnerstag, 3. Juli 2014

[rums] am Donnerstag | Schlüppi fürs Püppi

Moin, ihr Lieben ♥

Ich hab’ gestern ja schon auf Insta den Schlüppi für meine Ida gezeigt – ein Teil des Urlaubsoutfits, denn Ida darf schließlich mit uns an die Nordsee. Ich möchte an dieser Stelle allen meinen höchsten Respekt aussprechen, die regelmäßig Puppenkleidung nähen. Ich liebe es, Häuser und Co für die Modelleisenbahn zu basteln. Aber so winzige Kleidung zu nähen, überfordert mich definitiv!

Schlüppi plus Hemdchen für Ida

Schnitt von Mariengold
Stoff Loveboat von cherry-picking.de
Ida born with love by JuniKate
WM-Schmücksel von ebelin bei dm gekauft
Schlaaandumpf aus meinem Shop

Schlüppi plus Hemdchen für Ida (2)

Ich glaube, ich stelle mich damit mal ans Ende der Schlange bei Frau Muddis RUMS.

Und wer mag und etwas gewerkelt hat, das nicht für den Eigenbedarf – also kein RUMS – ist, kann morgen gerne mal bei Lady DIY reinschauen. Ich freue mich riesig über jeden Beitrag :)

Einen wunderherrlichen Vizefreitagabend,

sig_umpf

Dienstag, 1. Juli 2014

Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch.

Oder nicht?

ZIMTZICKE Printausgabe (01)

Moin, ihr Lieben ♥

Erst vor zwei Wochen habe ich gemeinsam mit meiner weltbesten Besten meine zweitälteste – und zu meiner ehrlichen Überraschung beliebteste – Story Zimtzicke in Buchform gebracht und bei BoD hoch geladen. Bislang waren meine selbst verfassten Werke ausschließlich in digitaler Form bei Amazon oder XinXii erhältlich. Das Angebot bei BoD, für nur einmalig 19 Euro meine Geschichte in Printform vertreiben lassen und vor allem selbst in Händen halten zu können, war einfach verlockend.

ZIMTZICKE Printausgabe (02)

ZIMTZICKE Printausgabe (03)

Ich bin Selfpublisher, Indieautor oder wie man es nennt, wenn jemand seine Werke ohne Verlag veröffentlicht. Ob nun mithilfe von XinXii oder BoD. Beides eine prima Lösung, wenn kein Verlag Interesse hat und man selbst (fast) nichts investieren möchte, um die eigene Literatur in den Handel zu bringen.

ZIMTZICKE Printausgabe (04)

Ganz ehrlich? Es war schlicht Neugier – angefeuert von meiner weltbesten Besten.
Wird überhaupt jemand anderes Interesse haben? Die Antwort kam überraschend schnell – inzwischen habe ich (bis auf das erste Werk) alle Romane online.

ZIMTZICKE Printausgabe (05)

Die weltbeste Beste gehört zu den Liebhabern des geschriebenen Wortes auf Papier. Also war sie auch hier mein Antrieb. Und es ist ein wirklich schönes Gefühl, "etwas in der Hand zu haben", auch wenn kein Verlag dahinter steht. Außerdem lässt das Preis-Leistungs-Verhältnis etwas zu wünschen übrig. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, wurde das Schriftbild verkleinert, Absätze verringert und auf Firlefanz verzichtet. Aber letztlich muss jeder selbst wissen, was ihm wie viel wert ist.

ZIMTZICKE Printausgabe (06)

Interesse und Gefallen an meinen Romanen ist mir das Wertvollste :)

Herzensgrüße,

sig_umpf

view down #40

Um klar zu sehen,
genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry
französischer Schriftsteller und Pilot {*29.06.1900; †31.07.1944}

viewdown#40

Gemeinsamkeit verbindet und ich freue mich, wenn du dazu beiträgst :)

Wir sammeln hier die ganze Woche Bilder mit dem Blick von oben nach unten.
Genau so und nicht anders ;)

Und du so?

LOGO view down

Teilnahmebedingungen gibt es keine. Ich freue mich über alle, die hier ihren Blick verlinken. Ich bitte nur darum, dass es ausschließlich Fotos sind, für die ihr die Urheberrechte besitzt. Es wird kein Standard vorgegeben, Hauptsache von oben nach unten. Ob mit oder ohne Füße, ob sitzend, stehend, vor, hinter oder neben irgendetwas oder irgendwem… ganz egal. Es muss auch nicht zwangsläufig der Dienstag sein, an dem ihr euren Blick im Blog postet,
ihr könnt euch gerne die ganze Woche über hier eintragen – schauen, wer neu dazu gekommen ist und gegenseitig besuchen. So lernen wir viele neue BloggerInnen kennen.

Das Logo ist selbstverständlich zum Mitnehmen gedacht :)
Ein Backlink zu meinem Blog www.kruemelmonsterag.de wäre natürlich auch schön.

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