Ich habe mir heute die Seele aus dem Leib gelaufen und mit Musik das Hirn aus dem Kopf geblasen.
Herz:
»Na, und? ICH bin noch da und tu dir weh. Deal with it!«
Und dann ist da immer dieser Tweet, von dem ich nachts denke: ›Der ist so geil, den kannst du dir bis morgen merken‹.
Der steht hier nicht.
[Gespräch mit meinen Eltern]
»Ziemlich viel kaputtgegangen in dir…«
»Repariere ich mich halt wieder.«
»Besser gleich Schrottplatz.«
Mein Vater. Empathiegenius.
Ich bin bunt. Aber dir reicht ja eine Farbe.
Menschen nutzen ihr Smartphone im Schnitt zwischen drei und fünf Stunden am Tag.
So lange brauche ich schon, um die passenden Emojis zu finden.
Ich hab schon rückwärts eingeparkt, da war das einzige, das gepiept hat, die nervige Nachbarin, weil ich zu dicht auf ihren SLK aufgefahren bin.
Mal ist Twitter meine Pinnwand. Mal der Eimer, in den ich meine Gedanken kotze. Mal der Schrank, in dem ich sie aufbewahre. Mal der Tisch, den ich für euch dekoriere.
Mal ist Twitter nur Twitter.
Oft ist Twitter viel mehr.
Deine Seele kann sich ausruhen, wenn sie an einem vertrauten Platz verweilt. Aber sie wird immer rastlos bleiben, solange sie noch nicht all die Orte besucht hat, die das Herz und die Sehnsucht ihr zeigten.
Mir fehlen Halsküsse. Und Nackenküsse. Stirnküsse. Schläfenküsse. Nasenküsse. Schlüsselbeinküsse. Handtellerküsse. Bauchküsse. Und Popoküsse. Die fehlen mir auch.
Ich kann nicht hassen. Aber ich kann ganz doll nicht mögen.

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