Nachts, wenn der Mund endlich schweigt, denkt sich der Kopf: ›Endlich komme ich auch mal zu Wort. Also, es ist so...‹
Die 4-jährige Nichte flippt jedes Mal schier aus, wenn sie mich sieht und läuft mir überall hinterher.
Gerade steht sie vor mir, strahlt mich an und sagt: »Ich bin dein Grufti!«
In Anbetracht meines Alters lasse ich das jetzt mal so stehen.
Dass Menschen morgens schon sprechen können, ist ja auch so eine Fehlkonstruktion der Evolution.
Intellekt fickt immer doppelt.
Eine psychische Erkrankung kann viel erklären und einiges entschuldigen. Es sei denn, du verhältst dich wie ein Arschloch. Dann bist du vermutlich auch eins.
Was lange währt, wird nicht endlich gut, sondern dauert einfach nur verdammt lange.
Mama: »Hast du die Gurke probiert?«
Ich: »Ja. War super.«
Mama: »Dann schmeckt sie dir?«
Ich: »Woher soll ich das wissen?«
Mama: »Du hast sie doch gegessen?«
Ich: »Von ›essen‹ war nicht die Rede.«
Mama [packt die mitgebrachten Bananen wieder ein]
Glaube stets an die Macht der Worte.
Aber glaube nicht immer jedes Wort.
Zeige meiner Tante stolz mein Kräuterbeet und bin überzeugt, dass ich doch noch einen grünen Daumen bekommen habe.
Ihr gutmütiges Lächeln sagt:
»Ach, Süße. Ich kümmere mich heimlich um dein Beet und rette die Kräuter vor dem Tod. Freu mich, dass du dich freust. Hab dich lieb.«
Ich hatte Depression. Viele Jahre. Manchmal erinnere ich mich und werde traurig. Wegen der verlorenen Zeit. Und dann lächele ich die Angst weg. Weil ich weiß, die Dunkelheit kriegt mich nie wieder. Denn ich habe etwas, das ihr fehlt und mich stärker macht als sie: Zuversicht.

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