Mittwoch, 18. März 2026

.x steht für 10 | 22.01.2020 • 25.01.2020

X steht für 10.


Ich habe gar nicht so viel Nackenmuskeln wie ich den Kopf schütteln möchte.


Der Krebs hat mich nicht egoistisch gemacht. Er hat mir nur gezeigt, was mir im Leben zusteht und worauf ich verzichten kann.


Alle Gefühle gefühlt. Alle Gedanken gedacht. Und dann reicht ein Körnchen Emotion auf einer winzigen Synapse, um jede Wahrnehmung auf Werkseinstellung zurückzusetzen.


Früher musste ich auf mich alleine aufpassen. Später konnte ich auf mich alleine aufpassen. Und jetzt will ich auf mich alleine aufpassen.


»Weißt du noch, wie es wahr?« »Du meinst ›war‹.« »Nein.«


»Ich hätte echt nicht gedacht, dass Sie so nett sind.« »Wieso das denn?« »Weil Sie doch so viele Tattoos haben.« Aha. Okay. Zum Mitschreiben: Beim Tätowieren wird Farbe in die Haut hinein, nicht Freundlichkeit aus dem Charakter hinaus transportiert.


Ich habe Schnupfen und fühle mich richtig, richtig elend. Vermutlich wächst mir gerade ein Penis.


Da kann es noch so fest schlafen: Sobald du denkst: ›So eine Scheiße kann mir nie passieren‹, wacht das Leben auf und sagt: »Doch!«


Ich bin jetzt ›Für so'n Scheiß ist mir meine Restlebenszeit zu kostbar‹ Jahre alt.


Es gibt Dinge, die sollte man leben, nicht nur haben: Glück, Liebe, Zufriedenheit. Es gibt Dinge, die sollte man nicht leben, wenn man sie hat: Wut, Angst, Unzufriedenheit.

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